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Beim Verkaufen der Versicherungspolice ist der Verlust garantiert

Auf den ersten Blick erscheint der Verkauf eine Versicherungspolice als gutes Geschäft, da der Verkäufer einen höheren Betrag als bei einer Kündigung erhält. Die Verluste werden dabei jedoch nicht berücksichtigt.

Eine Lebens- oder Rentenversicherung wird zur Absicherung im Alter abgeschlossen. Mehr als 75 % der Versicherungsnehmer kündigen ihre Versicherung jedoch vorzeitig aufgrund finanzieller Engpässe. In den letzten Jahren entdecken jedoch immer mehr Versicherungsnehmer die Möglichkeit, ihre Versicherungspolice zu verkaufen. Beim Verkauf einer Police übernimmt der Käufer die Versicherung und zahlt dem Versicherungsnehmer einen Kaufpreis. Dieser übersteigt meist den aktuellen Rückkaufswert, erreicht jedoch nicht die Höhe der bereits geleisteten Einzahlungen. Da Unternehmen, die Versicherungen ankaufen, diese meist erst ab einem Rückkaufswert von 10.000 Euro annehmen, sind hohe Verluste garantiert. Zudem gehen nicht nur Teile des eingezahlten Kapitals verloren, auch auf die zukünftigen Gewinnausschüttungen wird mit dem Verkauf verzichtet. Außerdem verliert der Versicherungsnehmer in den meisten Fällen Versicherungsschutz.

Auch wenn die Verluste bei dem Verkauf einer Versicherungspolice im Durchschnitt 10 % geringer sind, als bei einer vorzeitigen Kündigung, so ist er dennoch immer gegeben. Eine bessere Variante ist die Beleihung der Lebensversicherung. Hierbei erhält der Versicherungsnehmer ein Darlehen bis zur Höhe des Rückkaufswertes zu einem geringen Zinssatz. Der Vorteil ist, dass die Versicherung weiterläuft und der Versicherungsnehmer am Ende der Laufzeit auch von den Zinsen und Ausschüttungen profitiert. Generell ist jedoch zu sagen, dass sowohl eine vorzeitige Kündigung als auch der Verkauf und die Beleihung einer Versicherung letztendlich immer ein Verlustgeschäft sind, auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht.

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