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Spanplatten sind vielfältig auch im Möbelbau einsetzbar

Wer bei der Einrichtung seiner Wohnung Wert auf Individualität legt oder Möbel haben möchte, die sich optimal dem Zuschnitt der Wohnung anpassen, findet mit Spanplatten vielfältige Möglichkeiten.

Mit ein wenig handwerklichem Geschick lassen sich aus Spanplatten individuelle Möbel, aber auch viele andere Dinge zaubern. Spanplatten sind in den Holzzuschnitt-Abteilungen der großen Baumärkte und in Holz-Fachhandlungen in vielfältigen Variationen erhältlich. Sie werden in unterschiedlichen Stärken von zehn bis dreißig Millimeter angeboten und haben entweder rohe oder beschichtete Oberflächen. Eine Flachpressplatte, denn so lautet die richtige Bezeichnung der Spanplatte, mit einer unbehandelten Oberfläche kann beliebig mit Lacken und Acrylfarben bearbeitet werden. Soll das Möbelstück sich aber einer bereits vorhandenen Wohnungseinrichtung anpassen, so gibt es eine Auswahl zwischen Spanplatten, die mit einer Kunststoffbeschichtung in verschiedenen Holzdekoren, aber auch in vielen Farben oder anderen Dekoren versehen sind.

Spanplatten bestehen aus einem relativ weichen Material und lassen sich daher auch vom Heimwerker problemlos verarbeiten. Um gerade Schnitte zu erhalten, kann man die Platten im Baumarkt oder in der Holzhandlung auf Maß zuschneiden lassen. Dann müssen die einzelnen Elemente später nur noch verleimt und verschraubt, sowie die Oberflächen behandelt werden. Zum Verschrauben von Spanplatten verwendet man die speziell dazu geeigneten Spax-Schrauben in einer Länge und einem Durchmesser, die von der Stärke der Platten abhängen.

Der Fachmann unterscheidet zwischen verschiedenen Spanplatten. Sie tragen die Bezeichnungen P 2 bis P 7. Die Platte mit der Bezeichnung P 2 eignet sich hervorragend für den Möbel- und den Innenausbau, sofern keine statische Belastbarkeit gefordert ist. Im Feuchtbereich ohne statische Belastung setzt man die Holzspanwerkstoffplatte P 3 ein. Leicht belastbare Bestandteile der Baustatik können die Spanplatten P 4 im Trockenbereich und P 5 im Feuchtbereich sein. P 6 und P 7 sind Spanplatten, die auch dann im Trocken- oder im Feuchtbereich zum Einsatz kommen können, wenn eine hohe Stabilität und Tragkraft erforderlich ist.

Entwickelt wurde die Spanplatte zur sinnvollen Nutzung der Holzabfälle. Max Himmelheber und Fred Fahrni entwickelten die Methode, Holzabfälle mit Klebstoffen zu verbinden und daraus eine stabile Bauplatte herzustellen. Holzreste, Sägemehl und Durchforstungsholz werden mit Holzleim, Zementmilch sowie Trennmitteln zu den großen Spanplatten gepresst. Dabei muss eine bestimmte Anordnung verschiedener Holzgrößen beachtet werden, um eine stabile Platte mit einer glatten Oberfläche zu erhalten.

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