Dieselpreise: So teuer ist Dieselkraftstoff wirklich
Moderne Dieselfahrzeuge haben einen reduzierten Verbrauch, und trotzdem wird es an der Tankstelle immer teuer. Wie sich die Dieselpreise zusammen setzen und warum die Preise immer weiter steigen.
Dieselkraftstoff ist für alle Dieselfahrzeuge geeignet. Moderne Dieselmotoren holen das Maximum aus dem Kohlenwasserstoff-Gemisch heraus und bewegen selbst die obere Mittelklasse schon mit sieben Litern auf 100 Kilometer. Trotzdem sind die Preise an der Tankstelle ein Glücksspiel und unterliegen den üblichen Schwankungen. An den Wochenenden und zum Ferienbeginn sind an den deutschen Zapfsäulen immer steigende Benzin- und Dieselpreise garantiert. Die Dieselpreise des Rotterdamer Marktes sind zudem den internationalen Entwicklungen unterlegen. Ein ständiges Auf und Ab der Preise ist somit keine Seltenheit.
An den deutschen Zapfsäulen werden heute zwei Dieselkraftstoff-Typen angeboten: Standarddiesel und Premium-Mischungen. Dem teureren Diesel werden verschiedene Beimischungen beigegeben, welche die Zündwilligkeit des Kraftstoffes verbessern. Die Zündwilligkeit des Dieselkraftstoffes wird in Cetan gemessen und beträgt bei neuen Motoren mindestens 50 Cetan. Der Premium-Dieselkraftstoff ist etwa zehn Cent teurer. Viele Tankstellen rüsten ihre Zapfsäulen beharrlich auf Premium-Diesel um und bieten nur noch wenige Zapf-Möglichkeiten für den herkömmlichen Dieselkraftstoff. Wenn an der Tankstelle heute mehrere Dieselfahrzeuge an einer Säule anstehen, dann bieten die Betreiber nur noch eine Standard-Dieselzapfstelle.
Diesel, das beweisen die Statistiken, wird immer teurer. Dabei setzen sich die Dieselpreise aber auch aus einem nicht unbeträchtlichen Steueranteil zusammen. Jeder Liter Diesel enthält neben der obligatorischen Mehrwertsteuer auch die Energiesteuer und einen Anteil für den Erdölbevorratungsverband. Pro Liter Diesel werden heute mehr als 50 Cent Steuern fällig. Dabei wird Dieselkraftstoff niedriger besteuert als Benzin.
Die Dieselpreise stiegen kontinuierlich bis Anfang der 80er Jahre ein erstes Rekordhoch erreicht wurde. Damals kostete der Liter Diesel umgerechnete 70 Cent. Ende der 80er fiel das Preisniveau für Dieselkraftstoff wieder – die große Ölkrise war vorbei. Die Rohölpreise steigen mit gedrosselten Fördermengen, einem schwachen Dollar-Niveau und natürlich auch nach internationalen Krisen, Kriegen und Naturkatastrophen. Dem deutschen Autofahrer bleibt da allerdings nur eine Möglichkeit des Protestes: Das Auto stehen lassen.
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