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Xenonscheinwerfer lösen das Halogenlicht ab

Xenonscheinwerfer werfen im Gegensatz zu den Halogenscheinwerfern blaues und nicht rötliches Licht auf die Straßen. Deswegen wurde anfangs kritisiert, sie würden blenden. Das entspricht allerdings nicht der Wahrheit.

Xenonscheinwerfer sind die Augen der Fahrzeuge. 1991 wurde der Xenonscheinwerfer erstmals in Form des Abblendlichtes bei einem BMW der 7er-Reihe eingesetzt, ehe er ab 2001 auch als Fernlicht angeboten wurde. Der erste so genannte Bi-Xenon-Scheinwerfer, also Abblendlicht und Fernlicht, wurde 2001 in einem Mercedes CL eingebaut.

Das Licht in diesen Scheinwerfern entsteht mit Hilfe eines elektrischen Lichtbogens, der sich in einem Edelgas-Metalldampfgemisch zwischen zwei Hochspannungselektroden befindet. Zusammen mit der Verwendung von bestimmten Reflektoren wird die Straße durch Xenonscheinwerfer besser ausgeleuchtet als mit normalen Scheinwerfern älterer Generationen. Dem Xenonlicht wurde anfangs vorgeworfen, dass es andere Verkehrsteilnehmer blenden würde. Dem ist aber nachweislich nicht so. Die anfängliche Skepsis legte sich nach einer Eingewöhnungsphase an das neuartige Licht. Ältere Scheinwerfer strahlten in rötlichem Licht, wohingegen die Xenonscheinwerfer ein bläuliches Licht auf die Straßen werfen. Die Scheinwerfer sind auch unter dem Namen Gasendladungslampen bekannt und sie ersetzten das Halogenlicht in den Scheinwerfern. Obwohl das Xenonlicht wesentlich besser ist als das Halogenlicht sind noch immer knapp 80 Prozent aller in Deutschland umherfahrenden Fahrzeuge mit Halogenlampen unterwegs. Das liegt allerdings daran, dass das Durchschnittsalter des Autos eines Deutschen bei ungefähr acht Jahren liegt, sodass viele noch mit ihrem alten Auto und den damit ausgestatteten Halogenscheinwerfern unterwegs sind. In der Autoproduktion haben sich die Xenonscheinwerfer hingegen schon durchgesetzt. Keines der neu produzierten Autos bedient sich noch des Halogenlichtes. Für die Zündung des Xenonlichtes ist ein Hochspannungsimpuls verantwortlich, der von einer Zündeinheit und einem elektronischen Vorschaltgerät erzeugt und gesteuert wird. Dieser Impuls kann bis zu 25.000 Volt stark sein. Die Lebensdauer ist ein weiterer Vorteil für die Xenonlampen, denn sie halten in der Regel viermal so lange wie Halogenlampen.

Ein Kritikpunkt ist jener, das die Xenonlampen in ihrer Lichtanlaufgeschwindigkeit verbessert werden müssen, das heißt die Anlaufphase muss beschleunigt werden. Die neuesten Xenonscheinwerfer verfügen über bewegliche Lichtquellen, die sich dem Straßenverlauf anpassen und das Fahren so noch sicherer machen, vor allem in Kurven.

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