Ein Mofa ist bis heute der Lebensinhalt Jugendlicher.
Generationen von Jugendlichen waren und sind mit einem Mofa und 25 km/h gut motorisiert und kamen und kommen dadurch ohne die Hilfe ihre Eltern überall hin.
Das Mofa hat sich aus dem Fahrrad mit Motor heraus entwickelt. Im Ausland wird es zuweilen auch als Töfti bezeichnet. Das Mofa wird als Weiterentwicklung des Fahrrads nicht mehr mit Muskelkraft betrieben. Es besitzt meist einen Verbrennungsmotor im Zweitaktverfahren, bei dem die Motorkraft über eine Kette oder einen Keilriemen auf das Hinterrad übertragen wird. Moderner Mofas haben heute meist ein automatisches Getriebe, das Kuppeln und Schalten überflüssig macht. Generationen von Jugendlichen mussten allerdings ihr Mofa mit meist zwei oder drei Gängen von Hand schalten.
Das klassische Mofa verfügt seit Jahrzehnten wie auch das Fahrrad über Pedale. Deren Verwendung ist allerdings auf das Starten des Motors, das Bremsen und zur Benutzung als Fußstützen beschränkt. In Ausnahmefällen können die Pedalen allerdings auch zur Fortbewegung benutzt werden, beispielsweise um die Motorkraft an steilen Bergen zu unterstützen. In neuerer Zeit haben moderne Motorroller meist keine Pedale mehr.
Das Mofa wird auch heute noch als sehr flexibles Verkehrsmittel gesehen. Man sitzt in einer entspannten, aufrechten Sitzhaltung, hat eine angenehme Federung und meist auch einen bequemen Sitz, der grundsätzlich einsitzig ist. Bei den meisten Mofas fehlt auch heute noch eine Blinklichtanlage. Außerdem sind viele der verwendeten Motoren nicht mehr auf dem neuesten Umweltstand.
Zum Betrieb eines Mofas benötigt man in Deutschland ein so genanntes Versicherungskennzeichen und natürlich eine Betriebserlaubnis, allerdings keine Zulassung. Zum Führen eines Mofas ist in Deutschland seit Mitte der 80er Jahre ein Mindestalter von 15 Jahren vorgeschrieben. In der Bundesrepublik muss man als Fahrer eines Mofas eine sogenannte Prüfbescheinigung und einen Sehtest vorweisen können. Natürlich sind auch alle weiterführenden Führerscheine erlaubt. Personen, die vor 1965 geboren wurden, dürfen Mofas ohne Fahrerlaubnis führen.
Vor allem in den 60er und 70er Jahren waren Mofas bei den Jugendlichen der Renner. In späteren Jahren nahm die Popularität allerdings stark ab, so dass auch viele bekannte Marken wie Hercules oder Kreisler sterben mussten. Dies hatte zum einen im altbackenen Aussehen und zum anderen in der geringen Geschwindigkeit von 25 km/h seinen Ursprung. Auch kamen mit den Jahren die heute sehr populären Motorroller auf den Markt und verdrängten das klassische Mofa fast vollkommen.
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