Conergy Aktien - CGY, ein deutscher Technologiewert
Conergy ist ein europaweit tätiges Solartechnik-Unternehmen. Sie entwickelt, produziert und vertreibt Komponenten und Komplettsysteme im Bereich Photovoltaik. Die Conergy Aktien wird an den deutschen Börsen gehandelt.
Die Conergy AG, Kürzel CGY, bietet europaweit Solartechnik an. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Komponenten und Komplettsysteme zur Stromerzeugung durch Solarenergie und für die Solarthermie. Die Produktpalette umfasst Photovoltaik-Module, Befestigungssysteme, Wechselrichter und Solarkollektoren. Wichtiger Produktionsstandort ist Frankfurt /Oder mit einer vollautomatischen Fabrik für Wafer, Zellen und Module.
Die Conergy Aktien wurden 2005 an der Frankfurter Wertpapierbörse eingeführt. Beim Börsengang wurde die Aktie um ein Vielfaches überzeichnet. Bereits im Juni desselben Jahres wurde sie in den TecDAX aufgenommen und zählte damit zu den führenden deutschen Technologie-Werten. Die Aktie stieg kontinuierlich vom Einführungskurs von knapp acht Euro auf über 20 Euro im Sommer 2006 und stieg nach einem Rückgang auf 11 Euro Mitte 2007 wieder auf knapp 23 Euro im Sommer 2007. Dann ging es rasant abwärts. Derzeit notierten die Conergy Aktien unter einem Euro und wird hauptsächlich an der Xetra, dem elektronischen Handelssystem der Deutschen Börse AG, gehandelt.
Grund für den rasanten Abstieg waren finanzielle Schwierigkeiten, die im Herbst 2007 bekannt wurden. Die Gesellschaft benötigte einen dreistelligen Millionenbetrag an Liquidität, konnte aber nur ein Drittel davon durch weitere Bankkredite abdecken. Der Rest musste durch eine Kapitalerhöhung aufgebracht werden, die den Kurs absacken lies. Darüber hinaus entstand ein Verdacht auf Unregelmäßigkeiten im letzten Jahresabschluss, die durch eine Hausdurchsuchung der Staatsanwaltschaft Hamburg im Juni 2009 erhärtet wurde.
Andererseits scheinen nach dem Wechsel in der Geschäftsleitung von Conergy die Schwierigkeiten, die noch durch die Finanzmarktkrise und die dadurch bedingte Konjunkturrückgang verschärft worden waren, inzwischen überwunden zu sein. Nach den Verlustjahren 2007 und 2008 wird für 2009 wieder ein leichter Gewinn prognostiziert. Hilfreich ist hierbei auch der Wegfall der Sondereffekte durch die Restrukturierung - Aufgabe des verlustbehafteten Standorts Korea, Abbau der Rechts- und Beratungskosten - und die Neuausrichtung auf den aussichtsreicheren US-amerikanischen Markt.
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