Devisenhandel online – nicht für Otto Normalverbraucher
Devisenhandel online abwickeln – heute eine Selbstverständlichkeit. Banken und große Unternehmen haben eigene Devisenabteilungen, die sich nur mit diesem Thema beschäftigen. Da sind aber immer große Summen im Spiel.
Der Otto Normalverbraucher hat mit Devisenhandel online direkt meist nichts zu tun. Er will Bares sehen, wenn er in Urlaub fährt, oder benutzt eine Kreditkarte. Mit den tatsächlichen Zahlungsströmen, die da im Hintergrund ablaufen, hat er nichts zu tun. Das ist Bankensache. Devisen betreffen unbare Zahlungsvorgänge zwischen verschiedenen Währungen; der Bargeldverkehr zählt nicht dazu.
Der Devisenhandel setzt voraus, dass die betroffenen Währungen, beispielsweise Euro und US-Dollar, frei konvertierbar sind. Es darf keine Hemmnisse geben, wie sie beispielsweise die ehemalige DDR mit ihrer DDR-Mark betrieb. Damals gab es einen „offiziellen“ Kurs und einen nicht legalen Schwarzmarktkurs. Unter solchen Bedingungen lässt sich ein Devisenhandel online nicht abwickeln.
Devisen lassen sich wie Aktien an der Börse handeln. Zu diesen Devisen zählen neben den schon genannten auch der Schweizer Franken, der japanische Yen oder der chinesische Renminbi. Dem Devisenhandel der Banken und Unternehmen liegen in der Regel tatsächliche oder erwartete Zahlungsströme zugrunde. Es gibt aber auch Spekulanten, die mit dem Devisenhandel online Geld verdienen wollen. Die Kursschwankungen in den „harten“ Währungen sind im Allgemeinen nur gering. Deshalb muss man große Summen bewegen, um nennenswerte Gewinne erzielen zu können. Auch muss man in der Lage sein, entsprechende Verluste zu verkraften, wenn sich der Markt entgegen der eigenen Erwartung entwickelt. Bei Währungen mit größeren Kursschwankungen ist zwar der Kapitalbedarf bei gleicher Gewinnmöglichkeit geringer. Das Verlustrisiko ist aber gerade bei solchen Währungen viel größer. Nicht jeder ist da zugelassen.
Auch wenn Spekulationen mit Devisen heute bereits für „normale“ Kapitalanleger angeboten werden – es dürfte sich nicht lohnen. Da investiert man besser in Aktien, die nicht nur Kursgewinne (oder auch Verluste) bringen, sondern auch Dividende zahlen. Dann hat man wenigstens eine kleine Einnahme, wenn der große Gewinn ausbleibt.
Im Devisenhandel online können nur die Großen verdienen. Beim kleinen Spekulanten verdienen einzig die Banken und Broker an den Gebühren, die manchen Gewinn wieder auffressen.
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