Was unterscheidet Banken und Sparkassen voneinander?
Banken wie auch Sparkassen sind Kreditinstitute, die Dienstleistungen im Geldverkehr anbieten. Der Unterschied liegt vorrangig in der Entstehungsgeschichte und dem eigentlichen Zweck der Sparkassen.
Als Banken werden Kreditinstitute bezeichnet, die gegen Entgelt je nach Unternehmensbereich Kredite vergeben, Spareinlagen verwalten, den Zahlungsverkehr übernehmen oder mit Wertpapieren handeln. Die meisten Banken beschäftigen sich mit allen Bereichen und werden deshalb Universalbanken genannt. Rechtsgrundlage für ihre Aktivitäten ist das Kreditwesengesetz.
Sparkassen sind eine Sonderform bei den Kreditinstituten. Sie wurden überwiegend im 19. Jahrhundert als öffentlich-rechtliche Institutionen gegründet, deren Aufgabe es war, auch ärmeren Bevölkerungsschichten die Möglichkeit zu bieten, ihr Geld sicher anzulegen, um für das Alter oder eine Krankheit eine entsprechende Rücklage zu bilden. Ebenso sollten auf diese Weise Kreditbedürfnisse befriedigt werden. In beiden Fällen war die Geschäftstätigkeit einer Sparkasse auf ein bestimmtes Gebiet, also eine Gemeinde oder einen Landkreis beschränkt und nicht auf die Erzielung eines Gewinns ausgerichtet. Basis ihrer Geschäfte war und ist das Sparkassengesetz des Bundeslandes, in dem sie ihren Sitz haben, das Kreditwesengesetz und ihre Satzungen. Im Laufe der Jahre wurden jedoch viele der ursprünglich strengen Regelungen gelockert, sodass viele Sparkassen inzwischen auf allen Gebieten und auch überregional tätig sind. Heute gibt es über 400 Sparkassen in ganz Deutschland.
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