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Wohnung mieten oder kaufen? Was man bei der Kalkulation beachten sollte

Eine Eigentumswohnung bietet als Kapitalanlage Sicherheit für das Alter. Die Finanzierung ist jedoch nicht immer ganz einfach, da die Kosten für Wohneigentum höher liegen als bei anderen Kapitalanlagen.

Mehr als 5.000.000 Wohnungen in Deutschland sind Eigentumswohnungen. Viele Menschen investieren in diese Form der Kapitalanlage, um sich für die Altersruhe abzusichern. Da Eigentumswohnungen, je nach Lage, eine hohe Investition erfordern, ist es meist notwendig, sich um eine Finanzierung zu bemühen. Mithilfe einer Kalkulation lässt sich herausfinden, ob es sich lohnt in eine Eigentumswohnung zu finanzieren oder ob nicht die Mietwohnung doch die bessere Wahl ist. Als Grundlage für eine Finanzierung ist es immer von Vorteil, einen Eigenanteil von mindestens 20 % des gesamten Kaufpreises einbringen zu können. Mit dem Eigenanteil werden die Kosten gedeckt, die bei dem Kauf entstehen. Dazu gehören die Entlohnung für den Notar und der Eintrag ins Grundbuch. Mit einem Eigenanteil sinkt zudem der aufzunehmende Kreditbetrag. Der Wert der Eigentumswohnung liegt dann über dem aufzunehmenden Betrag und die Bank hat somit eine Sicherheit, die nicht gewährleistet wäre, wenn der gesamte Kaufpreis finanziert werden müsste.

Für die Finanzierung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon stellt ein Bausparvertrag dar. Mit der regelmäßigen Einzahlung in einen Bausparvertrag wurde eine bestimmte Kapitalsumme angesammelt. Ab einer vorher vereinbarten Summe ist der Vertrag dann bereit zur Auszahlung. Damit wird dem Bausparer diese Summe übertragen und er kann zu vorher vereinbarten Konditionen gleichzeitig einen Kredit aufnehmen. Diese Konditionen sind meist besonders günstig. Es gibt zudem die Option, ein komplettes Darlehen aufzunehmen und dieses dann mit einem Bausparer zu tilgen. Hier ist der Vorteil, dass meist eine Zinsfestschreibung besteht und der Kreditnehmer nur die Zinsen abzahlt und die Darlehenssumme dann komplett mit dem Bausparer ausgeglichen wird. Diese Lösung bietet sich vor allem dann an, wenn zu dem Zeitpunkt des Wohnungskaufes die Einzahlungsfrist für den Bausparer noch nicht beendet ist und eine Kapitalzahlung somit noch nicht stattfinden kann.

Auch ein Ratenkredit kann als Finanzierung dienen. Hierbei wird über einen festgelegten Zeitraum monatlich eine Rate zur Tilgung gezahlt. Mit der Entscheidung für eine Finanzierung empfiehlt es sich, das Säulensystem zu beachten. Dieses besagt, dass die Höhe des Darlehens 60 % des Kaufbetrages nicht übersteigen sollte. Bis zu dieser Höhe gilt eine Finanzierung als solide. Übersteigt der Darlehensbetrag 60 % des Kaufpreises, wird die Eigentumswohnung als nachrangige Grundschuld eingetragen. Dies bedeutet, dass die Bank höhere Zinsen verlangt. Wer keinen Eigenanteil von 40 % aufbringen kann, sollte den Betrag, der über 60 % liegt durch eine zweite Finanzierung, wie beispielsweise einen Kredit von einer Bausparkasse, abdecken. Dies geht jedoch nur, wenn man einen Bausparvertrag bei einer Bausparkasse hat und in diesen auch schon bis zur Zuteilung eingezahlt hat. Eine Säule ist also das Bankdarlehen, eine weitere das Eigenkapital. Wer keinen Bausparvertrag hat und diesen auch nicht abschließen möchte, kann auch seine Lebensversicherung als Tilgung nutzen. Dies funktioniert ähnlich wie bei einer Abzahlung durch den Bausparvertrag.

Reicht das monatliche Einkommen nicht sicher aus, um eine Eigentumswohnung auf Dauer zu finanzieren, so ist die Mietwohnung eine Alternative, bis das nötige Kapital angespart ist oder sich die finanzielle Situation verbessert hat.

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