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Unterhalt für Studenten wird zunehmend teurer

Ein freies und ungebundenes Leben, nur sich selbst und der Wissenschaft verpflichtet. Dieses romantische Bild haben viele vom Studentendasein. Dabei wird oft vergessen, dass viele am Rande des Existenzminimums leben.

unterhalt für studenten
© Paul Golla / http://www.pixelio.de
Studenten leben zumeist in Wohngemeinschaften oder Wohnheimen, was per se niedrige Mieten bedeutet. Sie haben oftmals kein Auto, sondern eher ein klapperiges Damenfahrrad, was bekanntlich eher geringe Kosten verursacht. Oftmals haben Studenten zudem noch keine Kinder, und wenn sie verreisen, dann werden die Ausgaben über Trampen und Fahrgemeinschaften gering gehalten. Alles in allem lebt der durchschnittliche Student also sehr günstig.

Doch die allgemein gestiegenen Preise gehen auch an den Nachwuchsakademikern nicht spurlos vorbei. Die Preisspirale beginnt im Supermarkt und endet beim Gas. Was früher durch Zuschüsse der Eltern gut abgedeckt war, stellt neuerdings eine zunehmende Anzahl von Studenten vor größere Probleme. Zwar ist eines der Fördermittel in den letzten Jahren leicht gestiegen, aber im Verhältnis ist von einer Teuerung auszugehen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl derer, die auf einen oder mehrere Nebenjobs angewiesen sind, steigt. Die Palette der ausgeübten Arbeiten reicht dabei vom einfach Kellnern, über wissenschaftliche Hilfsjobs bis hin zur Design-Tätigkeit für die Industrie. Je nach Ausbildung bieten sich dem Einzelnen verschiedenste Möglichkeiten. In der Regel sind es aber doch einfache Tätigkeiten: Fast überall, wo flexible Billigkräfte gebraucht werden, sind auch Studenten anzutreffen.

Was ist der Grund für diese Jagd nach schlecht bezahlten Jobs? Die Unterstützung durch den Staat beziehungsweise die Eltern reicht in der Regel nur zur Abdeckung der Grundkosten. Will man sich einen gewissen Lebensstandard erhalten, wobei heutzutage vor allem der Besitz von Kleinelektrogeräten aus dem Unterhaltungssektor zählt, muss etwas dazu verdient werden. Eine kuriose Sonderstellung nehmen Studenten mit Kind ein. Denn überraschenderweise ist es möglich, dass nach der Beantragung eines Urlaubssemesters aus Gründen der Elternzeit nicht nur Leistungen vom Sozialamt beantragt werden können, sondern darüber hinaus sind die Studenten berechtigt, am regulären Studien- und Prüfungsbetrieb teilzunehmen. So stellt das in die Welt gesetzte Kind nicht nur einen Kostenfaktor, sondern auch eine Einnahmequelle dar.

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Kommentare

Procera
01.03.11, 10:55
Zu meiner Zeit waren einige Studentinnen schwanger und haben es mit Kind geschafft und nebenbei jobben. Hochachtung vor dieser Leistung
MarcusRWD
25.02.11, 01:47
Da wuerde mich interessieren wieviele Studenten denn Kinder haben. Gibts dazu eine Statistik? Ich, selber Student, kenne niemanden der sich Kind UND Studium leisten kann. Wenn man sich wirklich reinhaengt um zum oeberen viertel zu gehoeren, hat man weder genug schlaf, noch spass am Leben. Und das um dann nichtmal zu wissen ob sich das ganze lohnt.In den meisten faellen wohl erst spaet, sehr sehr spaet. Man kanns aber auch machen wie Herr G., und versuchen mit Copy und Paste durchzukommen. Auch wenn er selbst dafuer 8!! Jahre gebraucht hat.
Procera
25.02.11, 00:46
und nach dem erfolgreichen Abschluss des Studiums soll man für Nichts anfangen zu arbeiten als Sklavenarbeiter, da man ja noch nichts kann....

Wenn man überhaupt eine Arbeit findet ....

Also dann lieber gleich Hartz und das konsequent durchziehen :cool:
theak
25.02.11, 00:15
Computer und Internet nicht vergessen!!
Gesamtkosten Unterhalt zur Zeit ca. 850 € pro Monat wird durch Bafög gemildert wenn eins gibt! Tendenz steigend!
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