Continental – Vom Reifen- zum Automobilzulieferer
Das Unternehmen Continental in Hannover ist führend in der Reifenproduktion. Die Produktionsbereiche von Continental und die Übernahmeoptionen der vergangenen Jahre in der Übersicht, sind immer einen Blick wert.
Continental ist ein 1871 gegründeter Automobilzulieferer und Reifenhersteller mit Sitz in Hannover. Bei Continental sind etwa 130.000 Mitarbeiter beschäftigt, die einen Umsatz von 24 Milliarden Euro erwirtschaften. Insgesamt produziert Continental an 200 Standorten in 36 Ländern.
Am bekanntesten ist Continental hierzulande für seine Autoreifen. In Deutschland ist das Unternehmen aus Hannover führend in der Reifenproduktion. Weltweit liegen Bridgestone, Goodyear und Michelin vor Conti als viertgrößtem Reifenhersteller. In Europa werden von Continental auch Reifen der Marken Uniroyal, Semperit, Sportiva, Barum, Viking, Gislaved, Mabor, Euzkadi und General Tire vertrieben – hinter allen Namen versteckt sich aber Bereifung aus dem Hause Continental. Der Reifenhersteller produziert zudem verschiedene Marken für Reifengroßhändler. Alle Gummimischungen kommen bei Continental aus einer Produktion. Übernommen wurden von Continental die Reifenproduktionen von Semperit, Barum und Sava. Aus der Herstellung von Landwirtschaftsreifen hat sich das Unternehmen 2004 zurück gezogen.
Der bekannte Reifenhersteller hat sich heute auch als Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie etabliert. Mit dem Unternehmensbereich Continental Automotive Systems führen die Hannoveraner Fahrwerksysteme und Fahrzeugsicherheitssysteme. Aus der Produktion von Continental kommen hier unter anderem Bremsen, ESP, Airbagsteuergeräte, Beschleunigungssensoren, Fahrerassistenzsysteme und Reifendrucksysteme. Continental setzt seine Schwerpunkte in der Zulieferproduktion auf die Segmente Antrieb, Fahrsicherheit und Komfort. Die Continental Automotive Systems und der Hersteller Bosch sind weltweit führend mit der Herstellung von ESP-Systemen.
Für öffentliches Interesse sorgten 2008 die Übernahme-Avancen der Schaeffler-Gruppe. Heute sieht eine Investorenvereinbarung eine Minderheitsbeteiligung von Schaeffler an Continental vor. Mit der internationalen Finanzkrise gerieten aber beide Konzerne ins Wanken. Anfang der 90er Jahre zeigte bereits der italienische Konkurrent Pirelli Interesse an Continental, wurde aber an der feindlichen Übernahme des Konzerns gehindert. Im Jahr 2006 hat Continental die gesamte Sparte Automobilelektronik von Motorola übernommen.
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