Wie das selbständig Machen funktioniert
Wer sich in Deutschland selbständig machen will, hat es dank staatlicher Hilfen leichter als in vielen anderen Ländern. Dennoch ist dieser Schritt nicht ganz einfach und man muss eine ganze Reihe von Dingen beachten.

Wer sich selbständig machen will, muss als erstes ein Gewerbe anmelden. Dabei startet man in der Regel als Kleinstunternehmer, weil der Staat einige Starthilfen bereit hält. So ist man von Steuern befreit, bis das Unternehmen einen bestimmten Gewinn oder Umsatz erreicht hat - sogar die Mehrwertsteuer fällt weg. Natürlich ist man dabei auch nicht berechtigt, die entsprechende Vorsteuer zu berechnen.
Wenn ein Gewerbe sich einigermaßen etabliert hat, werden diese Begünstigungen allerdings schrittweise abgebaut. So fallen mit der Zeit Gewerbe- und Mehrwertsteuer sowie schließlich auch Umsatzsteuer an.
Wer schon in jungen Jahren den Sprung in die Selbständigkeit wagt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Anspruch auf Kindergeld verloren geht, sobald das Unternehmen auf die Begünstigung verzichten muss. Auch der Unterhaltsanspruch fällt weg, wenn die eigene Firma prosperiert.
Die Gewerbeanmeldung selbst kostet je nach Standort zwischen fünf und fünfzig Euro. Dabei muss man ein Formular mit grundlegenden Fragen zur Unternehmensstruktur ausfüllen. Sobald man ein Unternehmen angemeldet hat, gibt man der Gewerbeaufsicht das Recht, den Arbeitsplatz zu überprüfen. Man sollte also jegliche Raubkopien und unlizenzierte Software beim selbständig Machen vermeiden. Falls man erwischt wird, ist wegen der gewerblichen Nutzung mit weit höheren Strafen als bei privater Nutzung zu rechnen.
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