Radisson Frankfurt: Ein architektonisches Highlight
Die internationale Hotelkette Radisson überrascht in Frankfurt mit einem ganz außergewöhnlichen Architekturkonzept vom Stararchitekten John Seifert. Das Hotel Radisson Blu Frankfurt in der Übersicht.
In Mainhattan müssen sich Architekten schon etwas einfallen lassen, um mit einem neuen Gebäude aus der amerikanisch geprägten Silhouette der Stadt heraus zu stechen. Für Überraschung sorgte daher das Londoner Architekturbüro John Seifert Architects mit dem Hotel Radisson in Form einer riesigen Scheibe. Das Radisson Blue im Stadtteil Bockenheim befindet sich in der Franklinstraße und fällt mit seinem außergewöhnlichen Architekturkonzept schon von Weitem auf.
Das 96 Meter hohe Hotel hieß bis 2009 noch Radisson SAS und wird heute, wie fast alle anderen Häuser der Kette, als Radisson Blu geführt. Die Hotelkette Radisson ist international tätig und hat ihren Sitz im belgischen Brüssel. Radisson führt ausschließlich Häuser im Segment von vier und fünf Sternen. Insgesamt betreibt Radisson SAS mehr als 270 Häuser weltweit und ist in etwa 50 verschiedenen Ländern aktiv. In den kommenden Jahren sind weitere Neueröffnungen geplant. Radisson will bis auf 700 Hotels aufstocken und gehört damit zu den am schnellsten wachsenden Hotelketten der Welt. Viele Radisson-Hotels werden als Hochhäuser geplant. Neben den modernen Gebäuden im typischen Radisson-Look hat die Kette aber auch verschiedene Traditionshäuser übernommen. In Deutschland gehören hier der Schwarze Bock Wiesbaden, das Hotel Axelmannstein in Bad Reichenhall und das historische Gewandhaushotel Dresden ebenfalls zu der Gruppe.
Aber zurück in die hessische Metropole Frankfurt. Das Blu Hotel in der westlichen Innenstadt von Frankfurt liegt nur unweit des viel besuchten Messegeländes. Das Hotel in Form einer Scheibe hat ganze 19 Stockwerke und wurde bis 2005 fertiggestellt. Das Vier-Sterne-Haus bietet mehr als 400 Zimmer, zahlreiche Konferenzräumlichkeiten und einen gut ausgestatteten Wellness-Bereich. Vom Pool im 18. Stock genießt man einen herrlichen Ausblick über Frankfurt am Main. In der Lobby schwebt ein Turm, der mit 1.500 Weinflaschen befüllt ist. Man betreibt das Haus, das der Hochtief gehört, aber nur zur Miete. Die Architekten in London mussten für das Hotel in Scheibenform knifflige Anforderungen an die Statik ins Konzept bekommen. Im Inneren wurde auf das Spiel mit Licht sowie gläserne Elemente gesetzt.
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