Was einen Senseo Kaffeeautomat anders macht
Der Senseo Kaffeeautomat benutzt ein besonderes Konzept, um Kaffee zu brühen, das viele Vorteile gegenüber anderen Kaffeemaschinen hat. Im Vergleich mit Profi-Geräten muss sich das Konzept jedoch geschlagen geben.
Jahrzehntelang funktionierten Kaffeemaschinen auf dieselbe Weise: Wasser wird in einem Tank zum Kochen gebracht, steigt eine Leitung hoch, tropft in das Kaffeepulver, welches in einem Filter liegt. Dank des Filters kommt in der Kanne nur noch Kaffee an, kein Pulver. Doch das Verfahren hat auch viele Nachteile: Das Kaffeebrühen dauert lange, man muss den Filter jedes Mal aufwändig wechseln und die Qualität ist nur mäßig, weil viele Aromastoffe im kochenden Wasser verdampfen. Die Reizstoffe hingegen reichern sich im Kaffee an.
Dafür gibt es seit langem eine Lösung: Kaffeeautomaten, die das Kaffeepulver schnell mit fast kochendem Wasser durchsetzen und den flüssigen Kaffee mittels einer Zentrifuge wieder extrahieren. Allerdings sind diese Maschinen teuer, was dazu führte, dass sie bisher fast ausschließlich im Gewerbe eingesetzt werden.
Ein Senseo Kaffeeautomat nutzt eine ähnliche Technik, die insoweit angepasst ist, dass man sie relativ günstig erstehen kann. Dabei wird das Kaffeepulver in sogenannten Kaffeepads verkauft und in die Maschine eingelegt. Ein solches Kaffeepad enthält ungefähr sieben Gramm Kaffee, was auch der Inhalt einer gewöhnlichen Tasse ist. Die Maschine pumpt Wasser aus einem Vorratstank durch einen Durchlauferhitzer, der es auf 90 Grad erwärmt und drückt es schließlich durch das Pad. Anschließend läuft die Flüssigkeit in die Tasse und ist trinkbereit.
Der Prozess des Durchpressens durch das Pad hat etwa denselben Effekt wie das Zentrifugieren in gewöhnlichen, hochwertigen Kaffeemaschinen, sodass die Temperatur mit nur 90 Grad Celcius nicht ausreicht, um die wertvollen Aromastoffe zu verdampfen. Dennoch haben Reizstoffe nicht genug Zeit, in den Kaffee zu kommen, da sie länger brauchen um sich zu lösen.
Jede Tasse Kaffee benötigt ein eigenes Pad, sodass man diese jedes Mal kaufen muss. Dabei kann man sich zwischen Produkten des Herstellers und einigen Nachahmer-Alternativen entscheiden, die ebenfalls Pads anbieten. Der "normale" Senseo Kaffeeautomat ist gut verarbeitet und deshalb etwas teurer als die etlichen Fälschungen auf dem Markt.
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