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Ein Konto ohne Schufa ist mit Einschränkungen verbunden

Die Schufaabfrage gibt der Bank Informationen vom Zahlungsverhalten des Kunden und wird in der Regel bei jeder Kontoeröffnung durchgeführt. Bei reinen Guthabenkonten kann darauf aber verzichtet werden.

Die Schufa speichert Informationen zum Zahlungsverhalten jedes geschäftsfähigen Bürgers und gibt diese auf Anfrage verschlüsselt an bestimmte Unternehmen weiter. Dies geschieht in Form eines Bonitätsscores, der die Kreditwürdigkeit eines potenziellen Kunden berücksichtigt. Dessen Höhe hängt zum einen vom Zahlungsverhalten ab und zum anderen von den bestehenden finanziellen Verpflichtungen. Wer noch keinen Kredit hat, kann ein Darlehen beispielsweise mit größerer Wahrscheinlichkeit zurückzahlen als jemand, der bereits Raten bei einer anderen Bank abzahlen muss. Auch bei der Kontoeröffnung spielen diese Daten eine Rolle, da dem Kunden hier in der Regel ein Dispositionskredit eingeräumt wird. Bei schlechter Bonität kann die Bank diesen aber jederzeit verweigern und dem Antragsteller lediglich ein Guthabenkonto anbieten. Bei einigen Geldinstituten kann man dieses auch direkt beantragen, wobei auf eine Schufa-Anfrage verzichtet werden kann.

Diese Konten sind allerdings mit vielen Nachteilen verbunden. Selbst wenn man seinen Überziehungsrahmen nicht nutzt, ist er ein hilfreiches finanzielles Polster für unvorhergesehene Ausgaben. Außerdem kommt es gelegentlich vor, dass das Gehalt nicht pünktlich zum Monatsersten auf dem Konto eingeht, wichtige Abbuchungen aber dennoch vorgenommen werden. Mit einem Dispositionskredit ist dies kein Problem, bei einem reinen Guthabenkonto werden die Lastschriften aber unter Umständen nicht durchgeführt. Einige Banken gewähren hier aus Kulanz eine geduldete Überziehung, sofern in den letzten Monaten ein regelmäßiger Geldeingang zu verzeichnen war. Verpflichtet sind sie dazu aber nicht, sodass viele die Buchungen auch dann nicht durchführen, wenn das Konto dadurch nur um wenige Euro ins Minus gerät. Um dies zu vermeiden, sollte man stets für ausreichendes Guthaben auf dem Konto sorgen. Ist man bereits einige Monate Kunde derselben Bank und kann ein regelmäßiges Gehalt nachweisen, lohnt sich oft das persönliche Gespräch mit einem Berater, um zumindest einen geringen Dispositionskredit zu erhalten. Sofern man über einige Zeit hinweg eine gute Zahlungshistorie aufweist, sind viele Banken hier durchaus kulant.

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