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Welche Folgen hat ein negativer Schufaeintrag wirklich?

Einmal nicht gezahlt und gleich bei der Schufa abgestraft: Nicht aus jeder unbezahlten Rechnung wird automatisch ein negativer Schufaeintrag. Gerichtliche Mahnverfahren ziehen jedoch einen Negativeintrag nach sich.

negativer schufaeintrag
Foto: © Stephanie Hofschlaeger / http://www.pixelio.de

Jeder zehnte Verbraucher, also etwa sieben Millionen Menschen in Deutschland, sind bereits überschuldet. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) führt die Daten von 65 Millionen natürlichen Personen in Deutschland. Erst negative Schufa-Einträge führen jedoch zu Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe, beim Bezahlen auf Rechnung und bei Laufzeitverträgen.

Die Schufa speichert die Kontaktdaten wie Name, Adresse und Geburtsdatum natürlicher Personen. Auch alle Girokonten, Kreditkarten, Kreditverträge, Leasingverträge, Telekommunikationskonten und Kundenkonten bei Versandhäusern werden bei der Schufa gespeichert. Hierbei werden im Rahmen der Schufa-Speicherung allerdings keine Kontostände hinterlegt. Das Schufa-Konto enthält weiterhin offene und bereits erledigte Forderungen. Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung trägt zudem folgende Angaben aus öffentlichen Verzeichnissen und amtliche Bekanntmachungen im Kundenkonto ein: Eidesstattliche Versicherungen, Haftbefehle zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung, private Insolvenzverfahren und eingestellte Verbraucherinsolvenzverfahren.

Beglichene Forderungen mit einer Gesamtsumme von weniger als eintausend Euro werden nach einem Monat bei der Schufa ausgetragen, positive Erledigungen von höherer Summe allerdings erst drei Jahre später. Jeder Verbraucher hat das Recht, sein Schufa-Konto einzusehen und kann fehlerhafte Daten korrigieren lassen. Die Vertragspartner der Schufa wie Banken und Versicherungen erhalten auf Anfrage häufig einen Scoring-Wert übermittelt, der das Kreditausfallrisiko wiedergibt.

Wer eine Rechnung lediglich zu spät begleicht, erhält keinen negativen Eintrag bei der Schufa. Ein negativer Schufaeintrag wird erst verzeichnet, wenn durch den Gläubiger das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet wurde. Nach dem Mahnbescheid des Gerichtes folgt der Vollstreckungsbescheid, der bei nicht vorhandenen Vermögenswerten die Eidesstattliche Versicherung nach sich zieht. Ein negativer Schufaeintrag hat gravierende Folgen: Schuldner erhalten keinen Kredit, keine EC-Karte, keine Versandhausware, keinen Handyvertrag, keine Artikel auf Rechnung und keine Kreditkarte mehr.