Den Führerschein mit 16 Jahren machen - Pro und Contra
In Deutschland besteht die Möglichkeit, einen Führerschein mit 16 für kleine Krafträder zu machen. Ob der Erwerb eines Autoführerscheins in diesem Alter schon gestattet werden sollte, darüber scheiden sich die Geister.

Regelmäßig wird in Deutschland die Diskussion angestoßen, Jugendlichen schon vor dem 18. Lebensjahr den Erwerb des Autoführerscheins zu ermöglichen. Einen Führerschein mit 16 für Autos halten viele Kritiker für unverantwortlich. Als Argument wird u. a. das erhöhte Unfallrisiko unter Fahranfängern angeführt; angesichts der Tatsache, dass Jugendliche mit 16 Jahren im Hinblick auf ihre Entwicklung in der Regel nicht als Erwachsene anzusehen seien, dürfte sich das Unfallrisiko in dieser Altersgruppe also noch erhöhen. Die Befürworter halten dagegen, dass zum einen die Entwicklung nicht bei allen Jugendlichen gleich verlaufe und einige durchaus schon in der Lage seien, sich verantwortungsvoll im Straßenverkehr zu verhalten. Zum anderen könne durch einen frühen Führerscheinerwerb ein sicherer Umgang mit dem Auto erlernt werden, womit auch die Unfallhäufigkeit in den Folgejahren abgesenkt werde.
Ein erster Schritt in diese Richtung ist die Möglichkeit des „Begleiteten Fahrens“: Hier ist der Führerscheinerwerb bereits nach Vollendung des 17. Lebensjahres möglich. Für die Dauer von einem Jahr darf allerdings nur zusammen mit eingetragenen, erfahrenen Begleitpersonen gefahren werden. Ziel dieser Maßnahme war es, durch die Anleitung zum sicheren Fahren die Unfallhäufigkeit junger Menschen zu senken, was nach ersten Studien auch gelungen zu sein scheint. Aber es geht auch anders: Andere Länder, wie beispielsweise die USA, erlauben den Führerschein mit 16. Dafür ist die Abgabe von Alkohol an Personen unter 21 Jahren strengstens untersagt.
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