Geschlossener Immobilienfond und andere Anlagen
Das Anlegen von Geld am Kapitalmarkt ist ein komplexes und kompliziertes Unterfangen. Ein Fonds sammelt das Geld von Anlegern und überlässt die Anlage den Profis. Es gibt inzwischen sehr viele Fonds.
Die Anlage von Geldern am Kapitalmarkt will gut überlegt sein. Grundsätzlich gibt es 4 verschiedene Bereiche, in denen investiert werden kann. Wertpapiere, Rohstoffe, Währungen und Immobilien. In jeder Klasse gibt es eine sehr große Auswahl an Möglichkeiten. Den Markt zu verfolgen und marktrelevante Entscheidungen zu treffen, erfordert sehr viel Zeit und Aufwand. Ein Vermögensverwalter kann einen Großteil der Aufgaben, die die Verwaltung eines Vermögens betreffen, übernehmen. Die Kosten für einen Vermögensverwalter lohnen sich aber nur für stark kapitalisierte Personen und Unternehmen. Eine gute Alternative ist ein Fonds. Das Geld der Anleger wird gesammelt und von einem professionellen Team angelegt. Dabei gibt es zahlreiche Variationen. Mit dem Erwerb an Anteile des Fondsvermögens wird ein Anleger Miteigentümer und erhält so einen Anspruch auf Gewinnbeteiligung und auf eine Rückgabe seiner Anteile zum jeweils gültigen Rücknahmepreis.
Geschlossene Fonds unterliegen einigen Einschränkungen, die von der Fondsgesellschaft bestimmt werden, innerhalb des rechtlich zulässigen Rahmens, also der Institution, die den Fond aufsetzt. Der Kauf und Verkauf von Anteilen von und an die Fondgesellschaft kann nur innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens möglich sein. In der Regel gibt es aber Plattformen, auf denen Fondsanteile geschlossener Immobilienfonds zum jeweils gültigen Kurs an interessierte Anleger verkauft werden können.
Die Verwaltung der Wertpapiere wird dem Anleger abgenommen. Die Fonds unterscheiden sich aber insoweit, dass diese unterschiedliche Anlegestrategien verfolgen. Demnach kann die Auswahl des Fonds selbst eine Herausforderung für einen Anleger sein. Es gibt Fonds, die ausschließlich in einer der 4 Anlageklassen investieren, wie Wertpapiere, Rohstoffe, Immobilien oder Währungen. Einige Fonds verfolgen bestimmte Strategien oder legen sich selbst Einschränkungen auf. So gibt es Wertpapierfonds, die nur in bestimmte Branchen und Märkte investieren, wie der Wasserversorgung oder der Biochemie. Die sind für fortgeschrittene Anleger geeignet, die in einem Bereich investieren wollen, von dem sie annehmen, dass dieser überdurchschnittlich stark wachsen wird. Andere Fonds sind wesentlich stärker diversifiziert, wie Fonds, die in Wertpapiere aus der ganzen Welt investieren. Eine stärkere Diversifikation bedeutet zwar, dass schwache Anlagebereiche von starken gestützt werden, aber auch, dass starke Sektoren innerhalb des Fonds von schwachen ausgebremst werden.
Immobilienfonds galten lange Zeit als relativ wertstabil. Es gab aber auch Fälle, in denen der Immobilienmarkt regional eingebrochen ist. Ein Immobilienfonds ist aber weiterhin eine gute Anlagemöglichkeit, sofern dieser überregional aufgestellt ist, damit der Ertrag des Fonds nicht von der Entwicklung einer einzelnen Region abhängig ist. Wenn aber eine ganze Anlageklasse schwach ist, sollte man sein Vermögen umschichten.
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