Hammamet: Ist der größte Badeort in ganz Tunesien!
Hammamet war als Siedlung bereits im Altertum vorhanden. Römer hatten sich an diesem Ort im Norden Tunesiens niedergelassen. Inzwischen hat sich das frühere Fischerdorf aber zum größten Badeort Tunesiens entwickelt.
Hammamet befindet sich im nördlichen Tunesien, im Gouvernorat Nabeul, und ist als Badeort gerade bei Touristen sehr beliebt, auch weil er auf der Halbinsel Cap Bon gelegen ist, die vom Meer umschlossen ist. Hammamets Beliebtheit bei Touristen entstand schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts, da viele Reisende von den oft viele Kilometer langen Sandstränden angetan waren. Inzwischen zählt der Ort zu den am häufigsten bereisten Badeorten ganz Tunesiens.
Mehr als 60.000 Menschen sind in Hammamets Straßen zu Hause. Gerade aber in den Sommermonaten sind es mehr als 200.000 Menschen, die die Strände und Ortsteile Hammamets bevölkern. Auch aufgrund seiner zentralen Lage zwischen den beiden größten Städten des Landes, der Hauptstadt Tunis sowie der Stadt Sousse, ist der Andrang auch durch einheimisches, also tunesisches Publikum äußerst groß.
Die Geschichte Hammamets lässt sich bis in die Antike zurückführen. Schon damals siedelten hier Römer. Im 13. Jahrhundert wurde sogar eine Festung, die Schutz vor anlandenden Schiffen bieten sollte, errichtet. Die ersten städtischen Bauten entstanden aber vermutlich im 15. Jahrhundert. Viele Europäer nannten den Ort Mahomette. Die Korsaren hatten sich einen Stützpunkt geschaffen, den die Spanier immer wieder zu erobern suchten.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde Hammamet insbesondere von Künstlern und Intellektuellen entdeckt. Noch heute bekannte Kunstschaffende, wie beispielsweise Paul Klee oder August Macke, aber auch Schriftsteller wie Oscar Wilde, waren von dem Charme Hammamets angetan; wahrscheinlich wohl deshalb, weil der Ort damals noch ein Fischerdorf war, das eher unbedeutend war.
Mit der Zeit entwickelte sich Hammamets Infrastruktur aber so stark, dass immer mehr Ausländer den Ort als Reiseziel für sich auserkoren. Gerade in den 1960er Jahren kamen dergestalt viele Touristen, dass der Badeort zum größten in ganz Tunesien wurde.
Seit einigen Jahren sind Archäologen dabei, Grabungen vor Ort durchzuführen, da man eine Nekropole, eine Totenstadt, entdeckt hat. Diese für das Altertum typischen Begräbnis- und Weihestätten waren in der Antike weit verbreitet und werden nun in diesem Teil Tunesiens mit viel Mühe offen gelegt.
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