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Der Seitenschweller – Ein Muss für heiße Optik

Individueller Look für das eigene Vehikel ist immer sehr gefragt. Alles Wissenswerte über Seitenschweller und ihre Befestigung findet man im Internet. In Deutschland gilt: Der TÜV muss den Segen gegeben haben.

Ein Seitenschweller ist ein Tuningteil, mit dem man die Optik eines Autos verbessern will. Wie der Name schon sagt, befestigt man ihn an der Seite, unterhalb der Türen. Sie sind länglich und haben ungefähr die Form einer Leiste. Man unterscheidet hier gerade und gedrehte Profile. Wenn das Auto stark tiefergelegt werden soll, kommen gerade Formen zum Einsatz, anderenfalls gedrehte. Den gewollten Effekt bringt das aerodynamische Design und die Verlängerung der Karosserie nach unten, sodass der Abstand zur Fahrbahn verkleinert wird. Seitenschweller sind für das Tieferlegen also notwendig und verbessern minimal das Handling des Fahrzeugs, weil sie den Auftrieb der Fahrzeugfront verringern.

Sie müssen bei einem Auto auf das jeweilige Modell abgestimmt, also passgenau und doppelt vorhanden sein, weil das Auto ja zwei Seiten hat. Aus diesem Grund können sie nicht in sehr großen Mengen produziert werden, sodass sie nicht, oder nur selten, aus Metall verfügbar sind. Gute Exemplare bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, während qualitativ weiter unten angesiedelte Fabrikate einfach aus Kunststoff, teilweise sogar PVC gefertigt werden.

Hat man den passenden Seitenschweller gefunden, muss das gute Stück erst einmal, möglichst in der selben Farbe wie das Auto, lackiert werden. Bei Kunststoff erfordert das besonders viel Können und sollte deshalb von einer Lackiererei erledigt werden. Die „Profis“ erkennen beispielsweise auch, wenn der Autolack durch Sonnenlicht bereits ein wenig gebleicht ist und passen die Farbmischung entsprechend an, sodass der Unterschied zwischen „neu“ und „alt“ nicht mehr erkennbar ist. Außerdem scheint der Kunststoff möglicherweise durch, sodass der Farbton auch dahingehend angepasst werden muss. Bei der Befestigung gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder man bohrt Löcher in die Autokarosserie und löst das Befestigungsproblem mit einer Schraubverbindung, oder benutzt Kleber. Bei den Klebern gibt es eine Reihe von Alternativen, wie diverse Harze und selbsthärtende Klebemassen. Mit sehr viel Glück hat das Auto und der Schweller ab Werk eine Befestigungsmöglichkeit mit einrastenden Clips. In diesem Fall ist der Umbau problemlos von einem Laien zu bewerkstelligen.

Achtung: Der Versicherungsschutz greift nicht, wenn die Befestigung nicht fachgerecht durchgeführt wurde ein Teil beispielsweise auf der Autobahn abbricht und dann Schäden verursacht.

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