Handys mit mangelnder Qualität?

    Der neue Pannenreport der Fachzeitschrift „connect“ hat es enthüllt: Jedes fünfte Handy geht kaputt – innerhalb der ersten zwei Jahre. Dabei wertete das Magazin eine Umfrage von etwa 7.00 Lesern aus. In der Statistik werden nur Geräte einbezogen, die nicht älter als zwei Jahre sind. Der häufigste Grund für Handys, die den Dienst versagen, sind Software-Fehler. Besonders gravierend: 42 Prozent, also fast die Hälfte aller (relativ) neuen Handys stürzt gelegentlich ab oder verweigert komplett die Betriebsbereitschaft. Auf Platz zwei der Pannengründe folgt der Ausfall der sonstigen Elektronik (14 Prozent). Tastaturprobleme haben 10 Prozent und fehlerhafte Displays finden sich immerhin bei 7 Prozent aller Handys. Weitere Gründe sind er Ausfall des Akkus, Schäden am Gehäuse und fehlender Empfang – sie sind für je 5 Prozent aller Ausfälle verantwortlich.

    Nach Herstellern betrachtet ergibt der „connect“-Pannenreport folgendes Bild: An der Spitze der Negativstatistik befinden sich Modelle des Telekom Ablegers T-Mobile. Die Ausfallquote beträgt hier 29Prozent - knapp ein Drittel aller Kunden muss also innerhalb der ersten zwei Jahre Zeit für die Reparatur des Handys aufwenden. Auf Platz zwei findet sich ein Vertreter denn es – scheinbar aus guten Gründen – auf dem Handymarkt gar nicht mehr gibt: BenQ-Siemens. Ein Fünftel aller Handys versagt hier bereits nach zwei Jahren ihren Dienst bzw. bei Siemenshandys rund 26Prozent. Der Schlechteste der vier weltweit größten Anbieter ist Motorola mit 17P Prozent Reparaturquote, dicht gefolgt von Nokia mit 16 Prozent Handyausfällen. Etwas weniger beträgt diese Quote bei Samsung (13 Prozent) und Sony Ericsson (12 Prozent). Der Hersteller mit den wenigsten Reparatur bedingten Ausfällen ist der Hersteller LG: Nur jeder zehnte Kunde muss in den ersten 24 Monaten die Handywerkstatt aufsuchen. Das Urteil von „connect“ fällt deshalb auch dementsprechend aus: Je kürzer die Marke auf dem deutschen Markt, desto mehr Mühe bei der Herstellung scheint man sich zu geben.

    Das Handy mit der größten Fehlerhäufigkeit ist das premium Handy ‚Nokia 8800‘. Hier sind es vor allem Tastatur- und Elektronikprobleme die mehr als ein Drittel aller Kunden dazu veranlassen ihr Modell zur Reparatur zu bringen. Insgesamt ist es bei Nokia-Handys vor allem die Software die Probleme bereitet. Glücklich schätzen können sich die Besitzer eines Sony Ericsson W850 – hier liegt die Ausfallquote bei 8Prozent - der Spitzenwert.

    Als kleiner Trost bleibt dabei der letzte Teil der Statistik: 77 Prozent aller Reparaturen fielen unter die Garantie und wurden ohne zusätzliche Kosten durchgeführt. Trotzdem sollte man diese Statistik bei der Auswahl des nächsten Handys beachten. Ebenso wie bei Prepaid Angeboten ist auch bei Vertragstarifen eine Auswahl des Handys möglich.

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