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schrieb am 17.12.05 13:47:36
nachdem ich durch einen zeiungsartikel auf das IPO der firma
aufmerksam geworden bin, habe ich mich mal ein bisschen
umgesehn.
die firma schreibt über sich selber:
Die Windsor AG wurde 1993 gegründet.
Die Faszination Immobilie ist der zentrale Gedanke der
Geschäftstätigkeit der Windsor AG.
Unser Konzept stellt die Aspekte Chancen, Rendite und Fungibilität
der Immobilienanlage in den Vordergrund. Argumente für den Erwerb
einer Immobilie sind
ihre gute Lage
hohe laufende Renditen
ein konkretes Wertsteigerungspotential
Mit Gründung hat sich das Unternehmen auf Entwicklung, Sanierung
und Verkauf von hochwertigen Altbauten spezialisiert. Der Ankauf
sowie die Sanierung und der Weiterverkauf der hochwertig sanierten
Objekte wird auch zukünftig ein Geschäftszweig der Windsor AG
sein.
Die Windsor AG will sich zukünftig aber auch als bestandshaltende
Gesellschaft etablieren, die Einnahmen aus Vermietung und
Verpachtung erzielt.
Das immobilienwirtschaftliche Konzept ist in diesem Bereich
ausgerichtet auf Anlageobjekte mit hoher Absicherung des
Mietertrages durch mittel- und langfristige Mietverträge, die durch
bonitätsmäßig einwandfreie Mieter abgesichert sind.
Soweit durch das ständige aktive Management
Wertschöpfungspotentiale entstehen, werden diese über einen Verkauf
der Bestandsimmobilien realisiert (Buy and Sell Strategie).
Deshalb werden die Anlageobjekte laufend qualitativ verbessert. In
kurzen Zeitabständen wird das Immobilienportfolio auf solche
konkreten Wertsteigerungen überprüft. Dabei ist auch von Bedeutung
ob die einzelnen Immobilien dem strategischen Grundkonzept
entsprechen und ob durch Portfolio-Veränderungen die
Eigenkapitalrendite des Unternehmens gesteigert werden kann.
Die Investitionen in lukrative Bestandsimmobilien werden u.a. durch
die Hereinnahme von Genussschein-kapital finanziert. Dabei liegt
der Anlageschwerpunkt auf dem Erwerb von renditestarken kleineren
Anlageobjekten, die einen hohen Wiederverkaufswert haben. Dabei
konzentriert die Windsor AG ihre Aktivitäten derzeit auf den
innerstädtischen Bereich von Berlin, nach Einschätzung der
Gesellschaft einem Markt mit langfristigem Entwicklungspotential in
Deutschland.
Als Bestandsimmobilien werden vorrangig Objekte an
entwicklungsfähigen Standorten mit guter und sehr guter
Infrastruktur in das Portfolio aufgenommen. Vorzugsweise werden
hier Wohnimmobilien mit guter Bausubstanz und attraktiver Fassade
erworben.
Umsatzerlöse werden durch den Verkaufserlös der Immobilien,
Mieteinnahmen noch nicht verkaufter Wohnungen sowie die Sanierung
und Verwaltung der Wohnungen erzielt.
Die Gesellschaft ist beim Einkauf von Anlageobjekten diszipliniert
und äußerst preissensitiv.
Dieser klare strategische Ansatz, welcher stets neu überprüft und
gegebenenfalls der aktuellen Marktsituation neu angepasst wird, ist
Grundlage einer langfristigen und kontinuierlichen Wertsteigerung
der Windsor AG.
Die Windsor AG investiert vornehmlich in Wohnhäuser in zentraler
Lage von Berlin.
Die Konzentration auf ein Immobiliensegment und die geographische
Fokussierung auf den Berliner Immobilienmarkt führt im Unternehmen
zu entsprechenden Kernkompetenzen. Es wird besonders Wert gelegt
auf die Einhaltung interner hoher Qualitätsstandards.
Dabei ist die Gesellschaft in der Lage alle Wertschöpfungsstufen,
wie Einkauf, Entwicklung, Verwaltung und Bewirtschaftung sowie
Verkauf selbständig zu erschließen und abzuwickeln. Die Windsor AG
verwaltet einen renditeorientiert erworbenen Immobilienbestand
durch eigenes Personal professionell.
2002 2003 2004
Umsatzerlöse 2.500 6.000 10.150
Operatives Ergebnis 2.339 1.168 2.880
Jahresüberschuss 2.357 1.211 2.905
Eigenkapital 6.619 7.830 10.735
man sieht, der jahresüberschuss wird jedes jahr dem eigenkapital
zugeführt.
das eigenkapital von ca. 10,7 mio€ steht fremkapital von ca. 100T€
gegenüber.
die firma hat einen genusschein im volumen von 500.000 stück zu
100€ ausgegeben um die laufenden geschäfte zu finanzieren.diese
genussscheine bis mind. 2011 und werden mit ca 8% verzinst
Hauptaktionär ist die GCI management, die ca 90% der aktien
hält
unter www.windsor-ag.com gibts mehr infos zur gesellschaft
schrieb am 17.12.05 15:25:07
was haltet ihr denn von der überlegung, in solche werte zu
investieren?
die eigenheimzulage fällt ja weg. dann werden wohl viele
bausparverträge enden und das geld möchte ausgegeben werden. würdet
ihr unter den umständen, dass die EHZ wegfällt, nicht lieber zur
miete in eine schöne durchmodernisierte wohnung ziehen?
heutzutage müssen die leute ja sowieso mobiler sein und binden sich
nicht so gerne ein haus ans bein.
also sollte doch noch erhebliches potenzial bestehen...
schrieb am 18.12.05 17:13:14
EUROamS von heute: "Die Gewinner des Debakels (bei Immofonds) sind
Immo-Aktien" Das Interesse an deutschen Immobilienaktien ist nach
Einschätzung von HSBC Trinkhaus&Burghardt groß, insbesondere
durch die im europäischjen Vergleich günstigen deutschen
Immobilien. Es werden die Aktiengesellschaften im Immobilienbereich
Deutschlands aufgeführt, die Windsor AG ist als noch sehr junges
Unternehmen nicht dabei. Es wird erwartet6, daß aufgrund der
Vorgänge bei8 der DB eine Umschichtung von Immobilienfonds in
Immo-Aktien erfolgt.
schrieb am 18.12.05 17:42:12
Bei Windsor muß man sich ernsthaft fragen, warum eine Gesellschaft
zu 8% Fremdkapital in Form von Genussrechten aufnimmt, wo man für
Hypokredite 3,5% Zinsen zahlt. Windsor muß also rd. 9%
Kapitalkosten erwirtschaften, bevor die Aktienanleger überhaupt
profitieren. Ferner war Windsor bis Mitte 2005 eigentlich nur ein
Mantel mit einem Übergangs-Vorstand, der 7,25 Mio Euro Cash zu 6%
bei der Mutter angelegt hat (also 2% unter der Verzinsung der
Genußrechte) und glaub ich 2 Immobilien besaß. Das EK betrug rd. 10
Mio Euro und dazu kamen noch rd. 5 Mio. Euro aus dem
Listing/IPO.
Warum ich für eine solche Gesellschaft 6,30 Euro/Aktie (56 Mio Euro
Cap) bezahlen soll, ist mir ein Rätsel. Würde da immer so ungefähr
den Buchwert ansetzen. Schaut Euch nur mal die alte Givag (Real
Immobilien AG) an. Die haben rd. 12 Mio Aktien, mehr als 1 Euro
Cash pro Aktie, notieren irgendwo bei 0,70 Euro und haben ein sehr
vergleichbares Geschäftsmodell - warum also in die teure Windsor
investieren?
Art
schrieb am 19.12.05 14:46:51
Hi Art!
Ich bin da anderer Ansicht. Genussscheine sind kein Fremd- sondern
Eigenkapital. Durch die Mischung von 20% Eigenkapital verzinst mit
8% und 80% Fremdkapital verzinst mit 4% kommst Du auf eine
Durchschnittsverzinsung von nur 4,8%. Bei Renditen auf dem Berliner
Markt zwischen 8% bis 11% ist das leicht herein zuholen und ein
Bombengeschäft.
Winsor war bislang keine Bestandsgesellschaft sondern hat
Immobilien en Bloc gekauft, saniert und weiter veräußert. Daraus
erklärt sich warum die Gesellschaft im Sommer nur 2 Immobilien
hatte und Barliquidität ertragreich bei der Mutter angelegt hat.
Damit hat Windsor aber gezeigt, daß sie Immobilien erfolgreich
veräußern kann und keine faulen Eier unter die Neuaktionäre
bringt.
Warum Du zu 6,30 € kaufen sollst? Weil Du sie nie billiger bekommen
wirst! Wie man lesen kann, hat sich Windsor in den letzten Wochen
günstig auf dem Berliner Markt eingedeckt (ca. 22.000 m²). Unter
Umständen kann die Gesellschaft pro m² innerhalb von 1,5 Jahren 7
Mio. € Ertrag daraus generieren. Wenn das so weiter geht, wird sich
Windsor bald verdoppeln. IVG und Euroshop haben KGVs von ca. 20.
Windsor derzeit ein KGV von nur 8 bei starkem Wachstum. Ich habe
ziemliche viele Aktien gekauft und würde es Dir auch raten.
Carl
schrieb am 19.12.05 20:00:24
Hi Art,
Jetzt hab´ ich die Magnum mal durchgegoogelt und ganz was anderes
rausgefunden: Die sitzt nicht in der Jägerstraße 60 und nicht an
der selben Adresse wie Windsor. Ich hab nur den
Genussscheinprospekt gelesen, den man sich bei www.windsor-ag.de
runterladen kann. Dort steht die Genussscheinbesicherung ganz klar
drin. Genussscheine emitieren derzeit viele.
Entscheidend ist doch, dass die Banken Genussscheine als
Eigenkapital betrachten, nicht wie dies nach IFRS zu bilanzieren
ist. 4,8% Kapitalkosten find´ ich ich wirklich nicht hoch, bei
teilw. 11% Rendite am Berliner Immomarkt ;-) Brauchst nur mal bei
´nem Makler ins Schaufenster kucken.
Carl
schrieb am 19.12.05 20:40:31
Ja sowas, aber ich hab ja Gott sei Dank Windsor Aktien gekauft.
Mein privates Kurziel bis Dezember 2006 sind mind. 12 €.
Man darf das nicht zu statisch sehen. Windsor sucht und findet
klare Opportunities im Markt und nimmt auch mal gute Gewinne mit.
Die Gesellschaft hat langjährige Erfahrung auf dem Berliner Markt.
Das wird eine erfolgreiche Aktie.

schrieb am 06.01.06 14:05:25
Carlchen, vielleicht wird das Kursziel auch 12 Cent sein.
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