K+S – Kursziel 46 Euro weckt Erinnerungen an den Sommer

10.11.2015, 10:25  |  1028   |   |   

Börse_BulleGriechenland, China, Fed, dazu noch die mögliche Übernahme von K+S durch Potash – ein “Sommerloch” hat es in diesem Jahr an den Börsen nicht gegeben. Auch jetzt sind die Unsicherheitsfaktoren noch aktuell und sorgen für hohe Nervosität. Auch bei K+S bleitb es spannend. Zwar kann das Thema Übernahme zu den Akten gelegt werden. Dafür rücken wieder fundamentale Daten in den Fokus. Vor den Zahlen trauen sich Analysten sogar mit sportlichen Prognosen ins Rampenlicht.

Rückblick: Im September erhöhte das Bankhaus Lampe seine Ebit-Schätzung für K+S und rechnete mit einem offiziellen Gebot von Potash für den DAX-Konzern. Die Düsseldorfer kalkulierten mit einer Offerte, die über dem noch inoffiziellen Angebot von 41 € je K+S-Aktie liegen sollte, der faire Wert wurde mit 46 Euro ausgegeben (s. Beitrag). Inzwischen sind wir alle schlauer, Kollege Egmond traf mit seiner Einschätzung ins Schwarze, hier können Sie die Analyse nachlesen.

DeutscheBank_K+S_LufthansaGestern meldete sich Lampe erneut zu Wort und bestätigte die K+S-Aktie vor den für morgen angesetzten Zahlen mit “Kaufen” bei einem unveränderten Kursziel von 46 Euro. Ausgehend vom aktuellen Niveau wäre dies ein beeindruckender Aufschlag von rund 85 Prozent. Nach Meinung von Analyst Marc Gabriel dürfte der Rückgang der Kalipreise im dritten Quartal beim operativen Ergebnis der entsprechenden Sparte durchschlagen und auch nur teilweise vom besseren Ebit der Salzsparte ausgeglichen worden sein. K+S sollte aber seine gesamte Kaliproduktion verkaufen können, obwohl von Konkurrenten wie Potash zuletzt wegen der schwächeren Nachfrage verstärkt Molltöne zu hören waren.

K+S, Porsche, VW, viele Einzelwerte und Indizes werden wir ausführlich in dieser Woche in den Webinaren besprechen. Hier geht es zur Anmeldung der kostenlosen Veranstaltungen.

Rendite über Umwege

Ähnlich wie im Sommer bleiben wir auch jetzt wesentlich weniger euphorisch als die Analysten vom Bankhaus Lampe. In der Bilanz dürfte die schwächere Kali-Nachfrage deutlich zu sehen sein. Richtig ist aber auch, dass am Markt seit einigen Monaten bereits deutlich schwächere Perspektiven eingepreist werden, die Gewinnschätzungen für 2015 sanken von 2,82 Euro im August auf derzeit 2,72 Euro. Richtungsweisend werden aber besonders die Aussagen des Managements, wie man den Unternehmenswert aus eigener Kraft über das angeblich zu niedrige Angebot von Potash über 41 Euro je Aktie steigern kann. Hier müssen wir abwarten. Wie die Aktie morgen vor Handelsbeginn auf die Zahlen reagieren wird, können Sie HIER verfolgen.

Wer schon vorher einsteigen möchte, sollte vorsichtig agieren. Als defensive Alternative bietet sich das Memory-Express-Zertifikat mit der WKN SE0V1N an. Die Memory-Barriere liegt mit 22,10 Euro knapp unter dem Tief der vergangenen Monate, der Kupon bietet 7,25 Prozent. Nur sehr risikobereite Anleger greifen zu Hebelprodukten. Für die Short-Seite ist das Faktor 4-Zertifkat eine heiße Wette, WKN VZ4AUV  (die Vor- und Nachteile von Faktor-Zertifikaten finden Sie hier). Das entsprechende Pendant für Optimisten liegt unter der CZ0VW2.

E.ON erneut tiefrot?

EON_Presse_2Der DAX selbst kommt erneut recht müde aus den Startlöchern, die internationalen Vorgaben sind durchwachsen. Allerdings könnten die Kurse zum Handelsschluss wieder anziehen, der Effekt des Turnaround-Tuesday war schon mehrfach in diesem Jahr zu beobachten. Einige Schwergewichte wie Bayer, Siemens und Telekom sind in der Gewinnerliste vertreten, bei der Lufthansa ziehen sich Investoren erneut zurück. Der Streik belastet vorerst, auch E.ON steht vor den morgigen Zahlen unter Druck. Nach Informationen des “Handelsblatt” wird der Konzern einen Nettoverlust für die ersten drei Quartale von mehr als fünf Mrd. Euro ausweisen. Im TecDAX sind Dialog und Aixtron gefragt. Neben charttechnischen Gründen bekommt der Halbleiterhersteller den Druck von Großinvestoren zu spüren, die gegen die geplante Übernahme vorgehen wollen.



Diesen Artikel teilen
Mehr zum Thema
Klicken Sie auf eines der Themen und seien Sie stets dazu informiert. Mehr Informationen hier.
EuroLufthansa


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer