Vielleicht noch etwas weit hin und gerade nicht im Fokus - aber
ich finde die Partnerschaft mit BMS auch hinsichtlich der
Möglichkeiten, BioNTechs "Wirkstoffe" zu kombinieren,
faszinierend. Im Selbstgespräch mit der AI bin ich darüber
gestolpert (auf der Suche nach Konkurrenz/Bedrohung für
BioNTech), vielleicht hat ja die Schwarm-NI hier eine Meinung
dazu.
2024 hat BMS RayzeBio übernommen, einen Spezialisten in der
Radioliganden-Therapie, quasi eine intelligente Bestrahlung von
Innen. Ein Zielmolekül sucht die Tumorzelle (sogar kleinste
Mikrometastasen) auf, die statt mit Gift mit einem radioaktiven
Isotop zerstört wird, und zwar extrem lokal (es gibt natürlich
Nachteile, aber die seien jetzt einfach mal beiseite geschoben).
Das ist eine direkte Konkurrenz zu BioNTechs Antikörpern und
könnte den Markt für die Mainzer Produkte schrumpfen lassen. Und
das ist ein reales Szenario. Oder kann man gemeinsam stärker
sein?
Der schwierigste Teil der RLT ist nicht das Isotop, sondern das
Zielmolekül (der "Suchkopf"). BioNTech besitzt durch den Kauf von
BioTheus und die Partnerschaft mit DualityBio einige der weltweit
besten Zielmoleküle (HER2, CLDN6, TROP2). Es wäre für BioNTech
ein Leichtes, diese Zielmoleküle nicht mit Gift (ADC), sondern
mit Radioisotopen zu koppeln.
Daraus ergibt sich eine Kombinationstherapie: Im Zweifel gehört
auch in diesem Fall die Zukunft nicht einem Verfahren, sondern
der Kombination. Man stelle sich vor: BNT327 öffnet die
Tumorumgebung, das Immunsystem wird durch mRNA aktiviert, und
eine RLT gibt den Tumorzellen den Rest.
Zu BMS/BioNTech: Bristol Myers Squibb (BMS) hat RayzeBio für rund
4 Milliarden USD gekauft. Das Ziel: mit Alpha-Strahlung (extrem
hohe Energie, aber eine sehr kurze Reichweite) den Tumor von
innen heraus zerstören, ohne das gesunde Gewebe drumherum so
stark zu schädigen wie herkömmliche Strahlung.
BNT327 könnte als "Türöffner" fungieren, der die Blutgefäße des
Tumors normalisiert. Tumore haben oft ein Chaos an Gefäßen, das
es Medikamenten schwer macht, ins Zentrum vorzudringen. BNT327
räumt hier auf. Dann können die Radioliganden von RayzeBio viel
effizienter und tiefer in den Tumor eindringen.
BMS kontrolliert beide Assets (als Partner von BioNTech bzw. mit
RayzeBio als Tochter), die in Kombination eine enorme Wirkung
entfalten könnten. Man braucht also keine langwierigen
Kooperationsverträge mit Dritten. Sie können Studienprotokolle
extrem schnell anpassen.
Wie gesagt - NUR KI!!! Kann das irgendwer bestätigen? Hat man
davon schon mal gehört?
Gruß, greenhorn