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Deutsche Bank-Aktie: Ist dies noch Zufall?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
30.11.2018, 09:12  |  1253   |   |   

Was passiert ist

Die Deutsche Bank (WKN: 514000)-Aktie kommt selbst im Jahr 2018, zehn Jahre nach der letzten Krise, nicht zur Ruhe. Nun erfolgten in Frankfurt, Eschborn und Groß-Umstadt die nächsten großen Durchsuchungen (Razzien). Der Vorwurf lautet wiederum Geldwäsche, aber nicht wie vermutet in Verbindung mit der Danske Bank (WKN: 850857), sondern in einem neuen brisanten Fall.

So soll die Deutsche Bank kriminellen Geschäftsleuten dabei geholfen haben, sogenannte Offshore-Gesellschaften auf den British Virgin Islands zu gründen, um deren Gelder zu verwalten. Dabei geht es um mindestens 900 Kunden und ein Volumen von mindestens 311 Mio. Euro. Bekannt wurde der Fall nur durch ein Datenlack beziehungsweise den berühmten Panama Papers.

Wie es sich auswirkt

Die Deutsche Bank hat angekündigt in vollem Umfang mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren. Zudem stehen nun die Compliance-Vorständin Sylvie Matherat und der Leiter des US-Geschäfts Tom Patrick im Feuer der Kritik. Sie könnten nicht mehr haltbar sein. Tom Patrick leitet zwar erst seit August 2017 die US-Geschäfte, wird aber für den schlechten Stand der Bank bei den US-Behörden verantwortlich gemacht. Und Geldwäschefälle müssten über eine funktionierende Compliance aufgedeckt werden. Auch die BaFin kontrolliert nun verschärft die Abläufe der Bank zur Vermeidung von Geldwäsche.

Wie es weitergeht

Aufgrund des neuen Falls könnten weitere Strafzahlungen folgen. Die Deutsche Bank ist also noch nicht dort angekommen, wo sie der neue Chef Christian Sewing gerne sehen möchte. Die Aktie ist günstig bewertet, aber wann die Geschäfte sich wieder zum Positiven wenden, die Bank ihre Straffälle abgearbeitet hat und funktionierende ethisch einwandfreie Geschäftsabläufe vorweisen kann, weiß nur die Bank selber. Deshalb ist es wahrscheinlich besser, sich der Meinung von Peter Lynch anzuschließen, der in solchen Fällen immer wieder betonte: „Warte bis die Dinge besser werden.“

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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