DAX+0,49 % EUR/USD+0,18 % Gold+0,12 % Öl (Brent)+1,96 %

Gesundheitsbranche: So wichtig sind unsere Zähne - Faktencheck

Gastautor: Manfred Stock
24.04.2019, 15:29  |  540   |   |   

Kuriose Fakten über die Zähne

Das menschliche Gebiss zeigt sich im Vergleich zu anderen Tieren relativ bescheiden

Anzahl der Zähne

Während ein erwachsener Mensch inklusive der Weisheitszähne nur 32 Zähne vorweisen kann, zeigt das Gebiss vieler Vertreter der Tierwelt bei weitem mehr Beißer:

· Napfschnecke: 25.000 Zähne

· Hai: 3.000 Zähne

· Delfin: 252 Zähne

· Gürteltier: 104 Zähne

· Moskito: 47 Zähne

· Hund: 42 Zähne

· Katze: 30 Zähne

· Bartenwal: 0 Zähne

Die Anzahl und Art der Zähne richten sich im Tierreich immer nach der Art der Ernährung aus. So werden die Zähne der Napfschnecke als eine Art Raspel benutzt und sind auf der Zunge zu finden, während Bartenwale sich von Krill ernähren, den sie mithilfe ihrer Barten fangen und daher nicht auf Zähne angewiesen sind. Besonders interessant ist das Haigebiss. Im Maul eines Hais befinden sich bis zu 3.000 Zähne, die sich jedoch in unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden. Um herausgefallene Zähne schnell zu ersetzen, werden diese in dem Revolvergebiss der Haie ständig neu gebildet. Im Verlauf seines Lebens kann ein Hai dadurch bis zu 30.000 Zähne gehabt haben.

Der Zahnschmelz ist die härteste Substanz, die Wirbeltiere bilden können

Egal ob Mensch, Tiger oder Elefant, der Zahnschmelz, auch Adamantin genannt, ist die härteste Substanz, die von Wirbeltieren gebildet werden kann. Bei den wirbellosen Tieren ist die Natur etwas kreativer. So ist der Goethit, der maßgeblich zum Aufbau der Zähne der Napfschnecken genutzt wird, noch härter als das Hydroxylapatitdes Zahnschmelzes. Das macht die Zähne der Napfschnecke so hart wie den Kevlar in kugelsicheren Westen.

Zähne nicht nur als Kauwerkzeug

Während die Zähne bei den Menschen und den meisten Tieren lediglich die Funktion haben, Nahrung zu zerkleinern und dementsprechend in ihrer Form und Größe ausgerichtet sind, dienen Zähne einigen Tieren auch als Symbol für Status und Kraft. So werden die Stoßzähne von Elefanten bis zu 3,30 Meter lang und 80 Kilogramm schwer. Bei dem „Horn“ des Narwaleshandelt es sich in Wirklichkeit um einen verlängerten Eckzahn. Der mit 2,74 Meter größte gefundene Narwalzahn befindet sich im Deutschen Ledermuseum in Offenbach am Main.

Zähne im Guinnessbuch

Wie so alles, was man machen oder messen kann, finden auch die Zähne ihre Einträge in das Guinnessbuch der Rekorde. Besonders beliebt ist es, tonnenschwere Fahrzeuge mit den Zähnen zu ziehen:

  • Der Ungar Zsolt Sinka zog einen 50 Tonnen schweren Airbus A320 innerhalb von 52 Sekunden 40 Meter weit.
  • Sechs Minuten brauchte der Malaysier Velu Rathakrishnan, um einen 260 Tonnen schweren Zug 4,2 Meter weit mit seinen Zähnen zu ziehen.
  • Der Belgier John Massis zog gleich zwei aneinandergebundene Doppeldeckerbusse mit einem Gesamtgewicht von 22 Tonnen über eine Distanz von 2,33 Meter.

Darüber hinaus gibt es jedoch auch andere zahnbezogene Rekorde, so verfügte der Inder Ashik Gavei über 232 Zähne, bis 202 seiner Beißer in einer siebenstündigen Operation gezogen worden sind. Der Inder wäre vielleicht ein Traumpatient für den peruanischen Zahnarzt Jorge Otarola gewesen, der hunderten von Menschen innerhalb von acht Stunden insgesamt 520 Zähne zog.

Die Zahn-Fee ist nicht der einzige Player im Zahn-Business

Während Kinder in den USA in den 1950ern noch 25 Cent pro verlorenen Zahn erhalten haben, stieg der Wert in 1988 auf einen Dollar pro Zahn an. Heute bekommt ein Kind im Durchschnitt zwei Dollar pro Zahn.

Lukrativer ist da der Handel mit den Zähnen berühmter Persönlichkeiten. 1816 wurde der Zahn von Sir Isaac Newton in London bei einer Auktion für 3.633 Pfund versteigert. John Lennons Zahn wechselte für 30.000 Dollar den Besitzer.

Mit der Zivilisation entwickelte sich auch die Zahnhygiene

Hesi-Re ist der Name des ersten bekannten Zahnarztes. Er lebte und wirkte vor über 5.000 Jahren in Ägypten. Auch den alten Griechen war die Pflege der Zähneein wichtiges Anliegen. Sie benutzten Talk, gemahlene Korallen und Asche als Zahnpasta. Die ersten Zahnbürsten waren einfache Zweige, die durch das Kauen zerfasert sind und dadurch eine bürstenhafte Form erhielten.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer