DAX+0,14 % EUR/USD-0,55 % Gold-1,37 % Öl (Brent)+0,92 %

Evaluation KfW-Studienkredit ermöglicht Studium, Absolventen sind erfolgreich am Arbeitsmarkt

Nachrichtenagentur: news aktuell
11.07.2019, 12:10  |  499   |   |   
Frankfurt am Main (ots) -

- Förderprogramm erreicht zentrale Zielgruppen
- Kredit deckt mehr als die Hälfte der Lebenshaltungskosten
- Kreditnehmer brechen Studium seltener ab

Die heute veröffentlichte Evaluation des KfW-Studienkredits durch
das RWI Essen im Auftrag von KfW Research zeigt, dass der
Förderkredit seine wichtigsten Zielgruppen erreicht. Das sind so
genannte "nicht-traditionelle" Studierende, die u. a. aus
finanziellen Gründen an den Hochschulen unterrepräsentiert sind.
Besonders stark nachgefragt wird der Förderkredit z. B. von
Studierenden aus nicht-akademischen Elternhäusern, älteren
Studierenden mit Berufsausbildung und Studierenden mit Kind.

Drei Viertel der Kreditnehmer könnten nach eigener Aussage ohne
den Förderkredit nicht studieren. Denn der Kredit gleicht oft
substanzielle Engpässe aus und deckt im Durchschnitt mehr als die
Hälfte der Lebenshaltungskosten (54 %). Die Mehrheit der Kreditnehmer
erhält keine finanzielle Unterstützung von den Eltern (58 %), in der
Gesamtheit der Studierenden beträgt dieser Anteil nur 17 %.

Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstandes der KfW Bankengruppe,
sagt: "Ein Studium ist eine Bildungsinvestition mit hoher Rendite -
muss aber erst einmal finanziert werden. Die Entscheidung für oder
gegen ein Studium ist zu oft eine Geldfrage. An dieser sozialen
Schieflage setzt der KfW-Studienkredit an. Er ermöglicht ein Studium
unabhängig vom finanziellen Hintergrund und leistet so einen
wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit."

Ein zügiger Studienabschluss hat für die Kreditnehmer Priorität:
Die Studiendauer liegt trotz häufigerer Nebenjobs im Durchschnitt
aller Studierenden. Die Abbruchquote der Studienkreditnehmer ist
sogar weit unterdurchschnittlich. Sie liegt z. B. im Bachelorstudium
mit 16% deutlich unterhalb des aktuellen Gesamtdurchschnitts von 28
%. Mit der Verringerung von Studienabbrüchen erfüllt der
Studienkredit eine wichtige bildungspolitische Funktion. Denn nicht
nur die Aufnahme eines Studiums scheitert oft an der Finanzierung,
sondern auch der erfolgreiche Abschluss.

Schon kurz nach dem Abschluss haben Absolventen mit
KfW-Studienkredit eine höhere Erwerbstätigenquote als der
Durchschnitt der Absolventen. Sie sind zudem häufiger unbefristet
beschäftigt und erzielen höhere Einkommen. "Die Studierenden mit
KfW-Studienkredit sind in zwei wichtigen Bereichen erfolgreicher als
der Durchschnitt der Studierenden: Zum einen brechen sie ihr Studium
deutlich seltener ab, zum anderen starten sie mit höheren Einkommen
auf dem Arbeitsmarkt", sagt Hengster. "Die mit dem Studienkredit
finanzierte Bildungsinvestition zahlt sich aus."

Direktlink zur Publikation von KfW Research: http://ots.de/cyv326

Evaluationsbericht des RWI und weitere Informationen:
www.kfw.de/KfW-Konzern/KfW-Research/Evaluation-KfW-Studienkredit.html

Hintergrundinformation

Der KfW-Studienkredit wurde im Jahr 2006 mit dem Ziel eingeführt,
allen Studieninteressierten unabhängig vom finanziellen Hintergrund
die erfolgreiche Investition in ein Studium ermöglichen. Ergänzend
zum BAföG leistet der Studienkredit einen wichtigen Beitrag zur
Chancengerechtigkeit in der Hochschulbildung. In den ersten zwölf
Jahren des Förderprogramms wurden mehr als 300.000 Studierende
unterstützt. Gefördert werden grundständige und postgraduale
Studiengänge (aller Fachrichtungen) - ohne Sicherheiten und
unabhängig von Einkommen und Vermögen. Die monatliche Auszahlung
beträgt 100 bis 650 EUR. Die Rückzahlung des Kredits wird durch eine
tilgungsfreie Karenzphase, flexible Anpassungen des Tilgungsplans und
kostenlose Sondertilgungen erleichtert.

Informationen zum Förderprogramm: www.kfw.de/studienkredit

Interview mit KfW-Direktor Detlev W. Kalischer zum Studienkredit:
http://ots.de/thH4bW

OTS: KfW
newsroom: http://www.presseportal.de/nr/41193
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_41193.rss2

Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM)
Alia Begisheva
Tel. +49 (0)69 7431 4126, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Alia.Begisheva@kfw.de, Internet: www.kfw.de

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel