Rohstoffe und Rohstoffaktien News Goldmarkt und Minenwerte im Überblick!

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Gastautor: Jörg Schulte
14.04.2020, 09:34  |  38259   |   

Ausgerechnet in einer Phase, wo Gold und Silber als sicherer Hafen stark nachgefragt wird, bricht der Nachschub an Münzen und kleineren Barren weg. Erschwerend hinzu kommen noch Probleme in der Logistik.

 

Der physische Goldmarkt ist ins Stocken geraten! Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. Zum einen werden rund 70 Prozent des weltweit geförderten Goldes in der Schweiz verarbeitet, wo die drei Raffinerien der Firmen Valcambi, Argor-Heraeus und PAMP, die mehr als 1.500 Tonnen Gold und damit rund 33 % des weltweiten Jahresangebots verarbeiten, aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen wurden. Aber auch nicht unerhebliche Mengen anderer Edelmetalle werden dem Markt mit den Raffinerieschließungen, die voraussichtlich noch bis Ende des Monats andauern werden, entzogen.

 

Zum anderen sind von Schließungen auch viele Prägeanstalten in Südafrika und Kanada betroffen, die wahrscheinlich auch nicht vor den Raffinerien wiedereröffnet werden. Die Perth Mint in Australien nimmt unseren Informationen zufolge aktuell keine Kaufaufträge mehr an, da sie schon zwei Millionen Unzen Silber im Rückstand ist.

 

Ausgerechnet in einer Phase, wo Gold und Silber als sicherer Hafen stark nachgefragt wird, bricht der Nachschub an Münzen und kleineren Barren weg. Erschwerend hinzu kommen noch Probleme in der Logistik. Wer sich mit physischem Gold eindecken will muss derzeit sehr ungünstige Konditionen, deutlich gestiegene Aufgelder und teilweise lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Wer hingegen nicht auf die Auslieferung seiner Ware warten möchte, sollte sich eine Investition in Entsprechende Goldminenaktien überlegen.

 

Denn von den weit geöffneten Geldschleusen der Fed und der EZB sowie den milliardenschweren Hilfspaketen diverser Länder sollte der Goldpreis und damit auch entsprechend die Rohstoffaktien auf jeden Fall profitieren. Gute Nachrichten in einem noch schwierigen Corona-Umfeld gibt es von einigen Unternehmen, über die wir regelmäßig berichten.

 

 

Caledonia Mining stellt Antrag auf Aussetzung der Produktionsreduzierung

 

 

Die Corona-Krise hat auch in Zimbabwe zu Betriebsschließungen geführt. Allerdings produziert Caledonia Mining (ISIN: JE00BF0XVB15 / TSX: CAL) derzeit mit verringerter Leistung weiter. Alle anderen nicht „wesentlichen Dienste“, also Unternehmen, die keine lebensnotwendigen Dienste für die Bevölkerung erbringen, sind bereits seit dem 30. März 2020 für einen Zeitraum von zunächst 21 Tagen ausgesetzt.

 

Obwohl die Behörden Simbabwes festgelegt haben, dass der Goldbergbau keine wesentliche Dienstleistung ist, kann die ‚Blanket‘-Mine, an der die Regierung erheblich beteiligt ist, derzeit ihre Tätigkeit fortsetzen. Caledonia Mining konnte den Beweis erbringen, dass der Betrieb in einer Weise aufrechterhalten werden kann, in der eine Ausbreitung der COVID-19-Infektion unmöglich ist. In einem solchen Fall können Ausnahmeregelungen genehmigt werden.

 

Die Schlüsselmaßnahme zur Verringerung der Infektionsgefahr unter der Belegschaft ist die „soziale Distanzierung“ der Beschäftigten beim Betreten und Verlassen der Untertagearbeiten. Dazu wurde die Zahl der Beschäftigten, die unter Tage arbeiten, insgesamt verringert und die Tagesproduktion deshalb um 20 bis 30 Prozent reduziert. Dieses Modell kann aber auch dank neuer Planung bei Vollbetrieb sichergestellt werden. Bis der Antrag auf Maximalproduktion genehmigt ist, darf die ‚Blanket‘-Mine auf dem derzeitigen Produktionsniveau weiter betrieben werden.

 

Wie in der Firmenankündigung am 26. März 2020 bekräftigt, tritt Caledonia in diese beispiellose Situation mit einer starken Bilanz ein, so dass man eine mehrmonatige Produktionsunterbrechung durchaus verkraften könnte. Denn mit einem Kassenbestand per 25. März 2020 von 12,5 Mio. USD ist das Unternehmen solide aufgestellt.

 

 

Dennoch behält sich das Unternehmen eine Verschiebung der Erklärung der zweiten Quartalsdividende für das laufende Jahr vor. Der Vorstand wird diese Entscheidung im Zuge der vorherrschenden Marktbedingungen ständig neu überprüfen, und dann zu gegebener entsprechend entscheiden.

 

 

Discovery Metals trifft auf hervorragende Bohrergebnisse und stellt vorerst seine Explorationstätigkeiten ein!

 

 

Discovery Metals (ISIN: CA25471U1003 / TSX-V: DSV) gab vor wenigen Tagen bekannt, dass man aufgrund erhöhter Gesundheits- und Sicherheitsrisiken in Verbindung mit einer wachsenden Zahl von COVID-19-Fällen in Mexiko vorübergehend alle Explorationsaktivitäten eingestellt hat. Allerdings wurden Pläne zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs ausgearbeitet, so dass die Explorationsaktivitäten sehr schnell wieder aufgenommen werden können, sobald die Situation als sicher eingestuft wird.

 

Doch dieser Explorationsstopp tut Discovery Metals keinen Abbruch! Denn das Unternehmen hat bereits 48 Bohrlöcher über insgesamt 17.500 m des bis zu 35.000 m großen Bohrprogramms abgeschlossen. Darunter waren wieder spektakuläre Volltreffer mit z.B. 2.153 g/t Silberäquivalent über 1,0 m sowie 217 g/t Silberäquivalent über 62,8 m!

 

 

Gernot Wober, VP Exploration, verdeutlichte noch:

„Seit wir das Projekt im letzten Jahr erworben haben, haben wir bedeutende Fortschritte in unserem geologischen Verständnis von ‚Cordero‘ gemacht. Unser Ausgangspunkt war ein sehr großes polymetallisches System mit über einer Milliarde Tonnen mineralisierten Gesteins, das Ag, Pb, Zn und Au-Mineralien enthält. Die Hinweise verdichten sich, dass die rieseige Größe dieses Systems ein Spiegelbild der robusten und langlebigen Strukturen ist. Es scheint, dass diese Strukturen die dominierenden nordöstlichen Trends der historisch abgebauten Adern und der hochgradigen Brekzien definieren. Die entscheidende Gelegenheit für das Unternehmen und der Schwerpunkt unseres Phase-1-Bohrprogramms liegt in der Abgrenzung der hochgradigen Mineralisierung entlang dieser Trends.“

 

Gold Terra Resource erweitert ‚Sam Otto‘

 

 

Gold Terra Resources (ISIN: CA88103X1087 / TSX-V: TXO) gab jüngst die Ergebnisse von fünf Bohrlöchern aus dem Winter-Bohrprogramm seiner ‚Sam Otto‘-Liegenschaft bekannt. Diese Bohrungen wurden darauf ausgelegt, eine zuvor nicht gebohrte Zone zwischen ‚Sam Otto Main‘ und ihrer südlichen Erweiterung zu erproben. Alle fünf Bohrlöcher in der sogenannten ‚Connector‘-Zone durchschnitten eine Goldmineralisierung außerhalb der aktuellen Mineralressourcenschätzung, die am 4. November 2019 veröffentlicht wurde.

 

 

Bereits jetzt wurde die zuvor vermutete Kontinuität der ‚Sam Otto‘-Zone mit vielversprechenden Bohrergebnissen bewiesen. Zu den besten Ergebnissen zählen 1,06 g/t Au über 12,90 m und 1,63 g/t Au über 7,25 m sowie 0,45 g/t Au über 41,96 m. Der Nachrichtenfluss sollte aber weiterhin andauern, da noch acht Bohrergebnisse ausstehen.

 

 

Maple Gold Mines entdeckt neues Zielgebiet

 

 

Über erfolgreiche Explorationsarbeiten konnten sich auch Maple Gold Mines (ISIN: CA05208U1021 / TSX-V: MGM) und seine Aktionäre freuen. Denn wie die Kanadier mitteilten, konnten durch die ‚Infill-induzierten Polarisierungslinien‘ auf dem IP-Ziel ‚Northeast‘ ein 1.500 m langes bohrbereites Zielgebiet im südwestlichen Teil eines 3 km langen Korridors von Wiederaufladbarkeitsanomalien ausgemacht werden. Dabei wurde sowohl die bekannte lokale Geologie als auch die Reaktion auf die induzierte Polarisierung als günstig für neue Goldfunde vom Typ ‚Vezza‘ interpretiert.

 

 

Die Pipeline von Maple Gold mit neuen Entdeckungszielen sowohl für Gold als auch für ‚VMS‘-artige Mineralisierungen wächst damit weiter. Zusätzlich zum bohrfertigen ‚IP‘-Ziel ‚Northeast‘ verfüge man Unternehmensangaben über mehrere neue Goldziele an der westlichen Grenze des Grundstücks ‚Douay‘ sowie einer Reihe von Grundmetallzielen im gesamten zentralen Teil des Grundstücks.

 

Alles in allem scheint die Goldhausse an Fahrt zu gewinnen, die auch entsprechend gut aufgestellte Edelmetallunternehmen, wie die z.B. oben genannten, deutlich nach oben spülen wird.

 

 

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder Investoren. JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann. Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte "Small Caps") und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten, Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken, Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

 

Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier - https://www.js-research.de/disclaimer-agb/ -. Bitte beachten Sie auch, falls vorhanden, die englische Originalmeldung.

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