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    ROUNDUP  143  0 Kommentare Ärger bei Frankreichs Fischern über Großbritannien nach Brexit

    PARIS (dpa-AFX) - Bei Frankreichs Fischern herrscht große Wut über den Zugang zu britischen Gewässern nach dem Brexit. Mehr als 100 Fischer blockierten am Donnerstagabend in Boulogne-sur-Mer Lastwagen, die mit Fisch aus Großbritannien beladen waren, wie französische Medien berichteten. Allerdings seien nur wenige Lkw gekommen. Der Protest richtet sich vor allem gegen die langsame Erteilung von Fischfang-Lizenzen in London. Boulogne ist der wichtigste Fischereihafen in Frankreich.

    Einige Fischer trafen sich am Freitagmorgen mit dem Präsidenten des Regionalrats, Xavier Bertrand. "Seit dem 1. Januar warten sie auf die versprochenen Lizenzen. Diese müssen nun ausgestellt werden, und die an der Arbeit gehinderten Fischer müssen entschädigt werden", schrieb dieser auf Twitter. Olivier Leprêtre, Präsident des regionalen Fischereikomitees, warnte der französischen Nachrichtenagentur AFP zufolge davor, einen Gang höher zu schalten, wenn auf europäischer Ebene nichts passiere.

    Die Ministerin für die Meere, Annick Girardin, und Europastaatssekretär Clément Beaune hatten sich zuvor eingeschaltet. "Die vollständige Erteilung von Lizenzen für den Zugang zu britischen Gewässern und die rasche Klärung wesentlicher Fragen (...) müssen so schnell wie möglich sichergestellt werden", hieß es in einer Mitteilung. Darin fordern sie die EU-Kommission auf, entschlossen zu handeln, um die vollständige Anwendung des Fischereiabkommens mit Großbritannien sicherzustellen.

    Nach dem Ausscheiden der Briten aus der EU war es zu einem komplizierten Streit über Gesamtfangmengen und deren Aufteilung gekommen. Zeitweise drohten die Verhandlungen über einen Brexit-Handelspakt an der Fischfrage zu scheitern. Die EU-Staaten hatten sich im Dezember auf vorübergehende Fischfangquoten bis Ende Juli geeinigt. Am Freitag gab die EU-Kommission zudem grünes Licht für 100 Millionen Euro staatliche Unterstützung für Fischereibetriebe in Frankreich. Konkret geht es etwa um Hilfen für Fixkosten wegen nicht ausgelaufener Schiffe und die Kompensation von Einnahmeverlusten./nau/DP/nas





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