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     1053  0 Kommentare ABO Wind Aktie beflügelt durch Ausschreibungserfolge. Dauerhaft? Unsicherheit bleibt.

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    ABO Wind und wasserstoff

    ABO Wind – eine Gesellschaft, die für die Energiewende steht. Ein Nachhaltigkeitswert, dessen Bewertung bereits ein Stück Zukunft enthält. Oder enthielt? Seit  Februarhochs bei 96,00 EUR ging es immer weiter abwärts – beschleunigt durch die am 1. Juni 2023 verkündete Absicht die AG zur KGaA zu wandeln.

    Und die Aktie kommt nicht zur Ruhe – in einer spannenden Hauptversammlung setzten sich die Gründerfamilien über die geäusserten Bedenken hinweg und stimmten mit ihrer Aktienmehrheit für die Umwandlung. Zweck der Umwandlung – so wurde immer argumentiert – sei die Möglichkeit, über Kapitalerhöhungen die notwendigen Investitionsmittel für hochprofitables Wachstum „holen zu können“. Und dass ohne den bestimmenden Einfluss der Gründerfamilien zu verlieren, die bei weiteren Kapitalerhöhungen nicht mitmachen wollen/können und so unter die 50% Aktien-Mehrheits-Anteil sinken würden.

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    Gestern zuckte der Aktienkurs der ABO Wind um über 5% nach oben – 46,20 EUR zum XETRA Schluss. Kursbodenbildung?

    Operativ sah es eigentlich in den letzten Monaten viel besser aus, als der Aktienkurs vermuten liess. Und so ist das gestrige Kursplus auch klar auf eine operative Meldung zurückzuführen: Für vier Solarparks mit einer Gesamtleistung von annähernd 50 Megawatt (MW) hat ABO Wind bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur Tarife gesichert. „Das ist ein bemerkenswerter Erfolg, den sich unser engagiertes Team verdient hat“, freut sich der für die Projektentwicklung in Deutschland zuständige Bereichsleiter, Dr. Thomas Treiling. „Unsere Solarabteilungen tragen mittlerweile erheblich zum Erfolg des Unternehmens bei.“

    Letzte Chance für kleinere Solarparks genutzt – ABO Wind kann kostengünstig liefern.

    Die bei der Ausschreibung erfolgreichen Solarparks Habscheid (25 MW, Rheinland-Pfalz), Rehau (8,3 MW, Bayern), Allna (8,8 MW, Hessen) und Hörzhausen (6,5 MW, Bayern) sollen noch in diesem Jahr ans Netz gehen und schlüsselfertig an die künftigen Betreiber verkauft werden. Die Inbetriebnahme Habscheids, dem dann bislang größten von ABO Wind in Deutschland errichteten Solarpark, ist für das vierte Quartal 2024 geplant. Die gesicherte Förderung nach Erneuerbarem-Energien-Gesetz (EEG) beschert den Projekten eine langfristige wirtschaftliche Absicherung und senkt die Finanzierungskosten. Zusätzlich spricht ABO Wind mit großen Stromverbrauchern oder Versorgern über privatrechtliche Stromlieferverträge. Mit diesen, meist als Power Purchase Agreement (PPA) bezeichneten Verträgen lassen sich mitunter höhere Vergütungen für Solarstrom erzielen als mit dem staatlich abgesicherten EEG-Tarif.

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    Die EEG-Ausschreibung war mehr als dreifach überzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 1.611 Megawatt (MW) wurden 574 Gebote mit einem Volumen von 5.485 MW eingereicht. Sowohl die Gebotsmenge als auch die Gebotsanzahl sind neuer Rekord für Solarausschreibungen der Bundesnetzagentur. Von den 574 Geboten konnte die Behörde nur 124 Gebote bezuschlagen. Aufgrund einer nunmehr ausgelaufenen Ausnahmeregelung konnten sich letztmals Projekte mit einer Größe von bis zu 100MW an der Ausschreibung beteiligen. Das war offenbar ein Grund für die starke Überzeichnung und Preisbildung. Die Zuschlagswerte liegen zwischen 4,44 und 5,47 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und damit sowohl deutlich unter denen der vorherigen Ausschreibungsrunde (5,39 bis 6,65 Cent/kWh) als auch unter dem festgelegten Höchstwert von 7,37 Cent/kWh.

    Preise sinken – ABO Wind ist von preiswertem Solarstrom überzeugt.

    Neben dem starken Wettbewerb trugen die in den vergangenen Monaten gesunkenen Preise für Solarmodule zum Rückgang der Zuschlagswerte bei. Aufgrund der Überkapazitäten insbesondere chinesischer Hersteller sind die Modulpreise aktuell sogar niedriger als vor Beginn des Ukrainekriegs. Dieser hatte zwischenzeitlich auch in diesem Sektor starke Preiserhöhungen hervorgerufen.

    ABO Wind-Bereichsleiter Dr. Treiling sieht sich durch die Ergebnisse der Ausschreibung in zwei Überzeugungen gestärkt: „Erstens: Die preiswerte Erzeugung aus Freiflächen-Photovoltaik trägt auch in Deutschland zunehmend dazu bei, die Energiekosten zu senken. Zweitens: Die von unseren erfahrenen regionalen Teams in ganz Deutschland entwickelten Projekte sind selbst unter den historisch anspruchsvollsten Ausschreibungsbedingungen wettbewerbsfähig.“

    Und jetzt sagt der Vorstand: ABO Wind werde “ im Rahmen der Prüfung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten Überlegungen zu Kapitalerhöhungen bis auf Weiteres zurückzustellen. „

    Diese irritierende Aussage wird heute kommuniziert – im Umfeld einer „Kampfansage“ zur laufenden Anfechtungsklage. Aber wenn der angeblich einzige Zweck der Umwandlung der Aktiengesellschaft in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien entfällt, warum kämpft man dann um eine Sache, die den Aktienkurs nachweislich schwächt. Natürlich steht die allgemeine Börsenstimmung gerade frontal den Windenergieaktien entgegen, aber die hausgemachten Probleme wegen der anstehenden KGaA-Umwandlung tun ihr übriges. In einer solchen Stimmungslage helfen dann der ABO Wind auch nicht exorbitant gute Unternehmensmeldungen – weder der Zuschlag für das 5 GW EE-Projekt in Neufundland im September, der Meilenstein im Finnlandgeschäft noch die Wasserstoffprojekte der ABO Wind scheinen die Kapitalmärkte zu beeindrucken. Eigentlich schade um die spannende Aktienstory.

    Kämpferisch stellt sich der Vorstand gegen einen Teil seiner Aktionäre. Wäre diese Energie, Kosten und Bindung von Managementkapazitäten nicht besser anderweitig eingesetzt?

    Angesichts der mittlerweile eingegangenen Anfechtungsklage prüfe der Vorstand der ABO Wind AG gemeinsam mit den Rechtsberatern der Gesellschaft die gesetzlichen Möglichkeiten zur beschleunigten Umsetzung des Formwechsels. „Uns überzeugen die Argumente der Gegenseite nicht, aber die Entscheidung liegt natürlich beim Gericht“, sagte Dr. Karsten Schlageter, Sprecher des ABO Wind-Vorstands. Zu den Möglichkeiten der Gesellschaft zähle das sogenannte Freigabeverfahren. Damit könnten im Falle einer entsprechenden Entscheidung des Gerichts die Umsetzung des Rechtsformwechsels und die damit einhergehende Umfirmierung binnen weniger Monate umgesetzt werden.

    Mittlerweile von den Tiefs bei 40,00 EUR je  Aktie etwas gelöst – nach einem Vor-Formwechselhoch bei über 96,00 EUR – scheint sich ein Boden herauszubilden, vielelicht sogar eine gewisse Aufwärtsbewegung. Wenn nur nicht die selbstgeschaffenen Unsicherheiten weiter belasten würden. „Wir gehen davon aus, dass eine beschleunigte Klärung der Rechtsfragen insbesondere für unsere Position am Kapitalmarkt und die Entwicklung des Aktienkurses vorteilhaft wäre“, sagt Dr. Schlageter. „Investoren mögen keine Unsicherheiten.“ Operativ allerdings ergäben sich aus der Anfechtungsklage für die Gesellschaft keine Nachteile. Dr. Schlageter: „Dank zahlreicher Erfolge in jüngster Zeit und dem Verkauf schlüsselfertig errichteter Wind- und Solarparks sind wir in einer guten Position. So können wir die Chancen optimal nutzen, die sich uns durch eine wachsende Zahl baureif werdender Projekte bieten.“

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    Fast schon Satire der letzte Absatz der letzten CN vom 12.12.2023  – KGaA notwendig für zukünftige Kapitalerhöhungen, aber erstmal nicht mehr möglich.

    Aufgrund der Entwicklung des Aktienkurses hat der Vorstand unterdessen entschieden, im Rahmen der Prüfung verschiedener Finanzierungsmöglichkeiten Überlegungen zu Kapitalerhöhungen bis auf Weiteres zurückzustellen. Um den zu erwartenden weiteren Anstieg der Genehmigungszahlen auch künftig optimal nutzen zu können, wird das Unternehmen zunächst alternative Möglichkeiten der Finanzierung prüfen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Entwicklung der Zinsen.“ (Corporate News ABO Wind AG | 12 Dezember 2023 10:15)

    Also nächstes Kapitel vor Gericht – Aktienkurs? Egal.Hauptaktionäre mit dem Kopf durch die Wand – ABO Wind Aktie als deren Spielball. Sorry demnächst ABO Energy Aktie. Vor einiger Zeit konnten wir einen Blick „von Innen“ auf die ABO Wind AG (ISIN: DE0005760029) bieten: EXCLUSIVINTERVIEW mit dem Mitglied der Geschäftsführung der ABO Wind AG (ISIN: DE0005760029), Herrn Alexander Koffka.
    Nicht nur 20 GW Projekte im Bereich Solar- und Windenergie – zusätzlich20 GW mit“Wasserstoffproduktion“-verbundene beim Unternehmen aus Wiesbaden -Perspektiven vorhanden. Und wie der Aktienmarkt auf Dauer die Chancen dieses Nachhaltigkeitswertes einschätzt, kann spannend werden. Und wie die Umwandlung in eine KGaA letztendlich wirkt. Das kanadische 5-GW-Projekt ist einerseits aufgrund der Grösse – Klumpenrisiko – mit Vorsicht, aber andererseits auch eine riesige Chance für die ABO Wind. Und Finnland als einer der Hauptmärkte für die nächsten Jahre bietet auch diverse Chancen. Für die Aktie gilt: Operativ müssen die negativen Auswirkungen des Formwechsels verarbeitet werden, wenn die Aktionäre wieder Freude am Wert haben sollen.

    Charttechnisch ist die Lage leicht verbessert: Bodenbildung, Ansätze für Trendwende vorhanden, die aber noch von der Kursentwicklung bestätigt werden müssten. Operativ: Positiv. Formwechsel: Wirkungen für die Kursentwicklung negativ, dazu die Unsicherheit über die Höhe der anstehenden Kapitalerhöhungen. Ebenfalls ist eine potentielle Übernahmephantasie perdu – dauerhaft.

    CHART ABO Wind Aktie | Powered by GOYAX.de

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    ABO Wind Aktie beflügelt durch Ausschreibungserfolge. Dauerhaft? Unsicherheit bleibt. ABO Wind – eine Gesellschaft, die für die Energiewende steht. Ein Nachhaltigkeitswert, dessen Bewertung bereits ein Stück Zukunft enthält. Oder enthielt? Seit  Februarhochs bei 96,00 EUR ging es immer weiter abwärts – beschleunigt durch die am 1. …