Rohstoffaktien Crash-Gefahren im Rohstoffsektor

Nachrichtenquelle: Gerd Ewert
25.06.2012, 12:08  |  2074   |   |   

Der Rohstoffaktien-Sektor befindet sich seit Ende 2010 in einem intakten Abwärtstrend. Die stetige Zunahme an Verkaufssignale bei einzelnen Rohstoffaktien mahnt zur Vorsicht.

Mit vielen Rohstoffaktien war seit 2008 per Saldo kein Geld zu verdienen. Vom 2008er-Jahresstart bei 1.144 Punkten verlor der Branchenindex DJ STOXX 600 Basic Resources bis März 2009 brutale 69% und markierte sein Tief bei 358 Zählern. Mit guten Trendfolgesystemen ließ sich der größte Teil dieses Rückgangs vermeiden. Das von meinem Kollegen Daniel Haase und mir entwickelte und von der Vereinigung technischer Analysten Deutschlands (VTAD) 2009 mit dem VTAD-Award (www.vtad.de) prämierte Trendanalysesystem generierte beispielsweise bereits bei 1.035 Punkten ein Verkaufssignal (Kurs hat die untere Trendlinie gerissen – siehe roter Kreis). Den darauf folgenden Kursrutsch auf 358 Punkte konnten wir gelassen von der Seitenlinie beobachten. Erst im April 2009 (534 Zähler und damit 48% günstiger) generierte unser System ein neues Hausse-Signal (Kurs schneidet obere Trendlinie – grüner Kreis), dem ein schöner 43%-Kursanstieg folgte.

Abb.1: Analyse STOXX600 Basic Resources mit dem Haase &Ewert-Trendfolgesystem. Das Überschreiten der oberen grünen Trendlinie löst ein Hausse-Signal aus (grüner Kreis). Durchbricht der Index hingegen die rote Linie nach unten (roter Kreis) beginnt nach unser Definition die Baisse-Phase

Rohstoffaktien im Baisse-Modus

Im Mai 2012 hat unser Trendanalysesystem bei 774 Punkten erneut ein Verkaufssignal generiert. Ob diesem Signal drastische Kursverluste ähnlich wie 2008 folgen werden, kann derzeit noch niemand sagen. Vorsicht ist angebracht, da aktuell 97 von 111 internationalen Rohstoffaktien Baisse-Signale aussenden. Auch der Vergleich des DJ STOXX 600 Basic Resources mit dem Gesamtmarkt zeigt, dass sich der Sektor bereits seit Ende 2010 in einem intakten relativen Abwärtstrend befinden. Grundsätzlich lautet mein Rat daher, Engagements im Rohstoffsektor derzeit weitgehend zu meiden. Ausnahmen sind nur für Spezialsituationen vertretbar. Eine solche haben wir jüngst im Haase & Ewert Pfadfinderbrief beschrieben.

Abb. 2: Rohstoffaktien im Vergleich zum gesamten Aktienmarkt: Rohstoffaktien befinden sich in einem intakten Abwärtstrend.

+11% mit Spezialempfehlung

Hierbei handelt es sich um einen asiatischen Bergbaukonzern, der seit 2009 sowohl Umsatz (+100%) als auch Gewinn (+550%) kräftig steigern konnte. Es gibt kaum nennenswerte Konkurrenten und mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 6,3 erscheint mir das Unternehmen zu niedrig bewertet. Im Gegensatz zum Sektor liegt uns für diese Aktie ein Kaufsignal vor. Seit dem Einstieg vor einer Woche legte die Notierung um schöne +11% zu.

Verfolgen Sie die Trends im kostenfreien Trendfolger

Aktuelle Markteinschätzungen (Kommentare, Trendsignale für Länder und Sektoren) von Daniel Haase und mir können Sie in unserem alle zwei Wochen erscheinenden kostenfreien „Haase & Ewert Trendfolger“ verfolgen. Anmeldung hier: www.haaseewert.de.

Herzliche Grüße und achten Sie auf den Trend.

Gerd Ewert



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Disclaimer

Rohstoffaktien Crash-Gefahren im Rohstoffsektor Seit Mai 2012 drehen immer mehr Rohstoffaktien auf Baisse. Für 87% aller von uns analysierten Rohstoffunternehmen liegen aktuell Verkaufssignale vor. Dies ist ein deutliches Warnsignal. Wiederholt sich nun das 2008er-Crash-Szenario?