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Apple Apple: Vorfreude ist die schönste Freude...

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Gastautor: Nicolai Tietze
10.05.2017, 09:00  |  695   |   

Als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen der Welt, das eines Tages sogar die Billionengrenze beim Börsenwert knacken könnte, war Apple zu einem großen Teil an der positiven Kursentwicklung an den US-Börsen in den vergangenen Monaten beteiligt. Jetzt hat der Konzern neue Quartalsergebnisse präsentiert und für Apple-Verhältnisse ein wenig enttäuschend abgeschnitten. Allerdings richtet sich der Blick bereits in die Zukunft.

Sowohl Fans als auch Anleger sind gespannt, welche technischen Neuerungen das iPhone 8 bringen könnte. Apple selbst hält sich wie immer bedeckt, selbst in Bezug auf den Namen, allerdings brodelt die Gerüchteküche längst. Zumal es sich dabei um ein wichtiges Jubiläums-Modell handelt. Ein Grund für Smartphone-Käufer mit dem Kauf eines neuen Smartphones aus dem Hause Apple zu warten. Dies dürfte auch ein Grund gewesen sein, warum der Konzern mit dem Apfel im Logo für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 (Ende 1. April) einen Rückgang bei den iPhone-Verkäufen vermelden musste.

Laut Konzernangaben vom 2. Mai wurden 50,76 Millionen Smartphones verkauft. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 51,19 Millionen verkaufte iPhones. Zudem hatten Analysten mit einem höheren Wert gerechnet. Sie rechneten laut FactSet im Schnitt mit 52,27 Millionen verkauften iPhones. Im Vorjahr musste Apple zum ersten Mal überhaupt seit der Markteinführung des iPhones mit rückläufigen Smartphone-Absätzen fertig werden. Das langersehnte Jubiläums-Modell iPhone 8 könnte jedoch die stockenden Absätze ordentlich ankurbeln. Die Erwartungen an das neue Modell waren es auch, die die jüngste Rekordjagd der Apple-Aktie beflügelten. Allerdings kann man nicht gerade behaupten, dass Apple zuletzt ein schwaches Quartal abgeliefert hätte, obwohl das iPhone der mit Abstand wichtigste Umsatz- sowie Gewinnbringer bleibt und die Verkäufe rückläufig waren.

Die Umsatzerlöse wurden im Vorjahresvergleich um 4,6 Prozent auf 52,9 Mrd. US-Dollar gesteigert. Der Nettogewinn kletterte um 4,9 Prozent auf 11,0 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Quartalsgewinn pro Aktie wurde mit 2,10 US-Dollar angegeben. Analysten hatten einen Anstieg von 1,90 US-Dollar im Vorjahr auf 2,02 US-Dollar erwartet. Der Umsatz sollte laut Reuters-Konsens bei 53,02 Mrd. US-Dollar liegen. Auch der Umsatzausblick enttäuschte leicht. Für das laufende Quartal stellt Apple Umsatzerlöse in Höhe von 43,5 und 45,5 Mrd. US-Dollar in Aussicht, während Analysten mit einem Wert von 45,57 US-Dollar (Vorjahr: 42,36 Mrd. US-Dollar) rechnen.

Auch wenn Apple die Markterwartungen mit einigen Kennzahlen leicht enttäuscht hatte, schienen Investoren dies dem Konzern nicht lange übel zu nehmen. Zumal die Vorfreude auf das iPhone 8 bleibt. Außerdem hat sich Apple erneut gegenüber seinen Anteilseignern großzügig gezeigt. Der Aufsichtsrat hat einer 10,5 prozentigen Erhöhung der Quartalsdividende auf 0,63 US-Dollar pro Stammaktie zugestimmt. Außerdem wird das laufende Aktienrückkaufprogramm von 175 auf 210 Mrd. US-Dollar aufgestockt. Angesichts einer solchen Großzügigkeit, der jüngsten Kursrallye der Apple-Aktie und der erneut in die Höhe geschossenen Erwartung an das neue Smartphone-Modell ist auch einiges an Enttäuschungspotenzial gegeben, wenn das iPhone 8 nicht die erhofften Weltsensationen bereithalten sollte.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Apple-Aktie erwarten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (WKN DL7UAV, Laufzeit bis zum 13.09.2017) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liegt derzeit bei 12,43. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (WKN DM23U4, aktueller Hebel 25,09; Laufzeit bis zum 13.09.2017) auf fallende Kurse der Apple-Aktie setzen.

Stand: 10.05.2017

© Deutsche Bank AG 2017
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Nicolai Tietze
Produkt-Experte X-markets, Deutsche Bank

Der Produktexperte von X-markets, Deutsche Bank, ist mitverantwortlich für die Produktpalette und den Vertrieb von Hebelprodukten und Zertifikaten. Nach einer Banklehre und einem Betriebswirtschaftsstudium startete er seine berufliche Laufbahn 2002 bei der Deutschen Bank als Aktienhändler.

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