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Digitalisierung Wie ein Berliner PropTech die Schlüsselverwaltung revolutioniert

22.06.2017, 00:34  |  2394   |   |   

Die Digitalisierung macht so manchen Prozess effizienter. Viele Branchen wie zum Beispiel die Automobilbranche haben hierbei schon große Fortschritte gemacht. In der Immobilienbranche gibt es noch viel ungenutztes Potenzial. Ich habe mit Dr.-Ing. Christian Bogatu gesprochen. Er ist Mitgründer und Mitglied des Beirats von KIWI, dem Gewinner des Awards „PropTech des Jahres 2017“ vom immobilienmanager. Persönlich ist er gestern vom Fachmagazin „Immobilienwirtschaft“ zu einem der „Köpfe der Immobilienwirtschaft 2017“ gekürt worden.

Dr.-Ing. Christian Bogatu (Quelle: KIWI.KI GmbH)

Im Interview erläutert er, wo die Branche gerade steht, welchen konkreten Nutzen sie von der Digitalisierung hat und wie KIWI mit ihren Lösungen die Schlüsselverwaltung für Wohnungsunternehmen revolutioniert.

Knuppertz: Erst vor kurzem hat der Spitzenverband der deutschen Immobilienbranche, der ZIA, eine Studie zur Digitalisierung veröffentlicht. Ist die Bedeutung des Themas in der Branche angekommen?

Bogatu: Auf jeden Fall. PropTech und Digitalisierung sind mittlerweile in der Immobilienwirtschaft fest verankert. Nicht ohne Grund gibt es beim immobilienmanager Award seit diesem Jahr die Kategorie „PropTech des Jahres“. Dass das Thema Fuß gefasst hat, kann ich auch an unserem Geschäft ablesen. Wir haben über 400 Kunden aus der Wohnungswirtschaft. In Berlin haben wir jedes 50. Mehrfamilienhaus mit dem schlüssellosen Türzugangssystem von KIWI ausgestattet und wir erreichen bereits über 55.000 Haushalte deutschlandweit. Natürlich gibt es noch viel zu tun, denn es bleiben eine ganze Menge Häuser übrig. Mit dem Großteil der Eigentümer sind wir aber schon in sehr guten Gesprächen. Aber auch von anderen PropTech Unternehmen hören wir, dass die Branche sich mittlerweile stark engagiert und verstanden hat, welche Vorteile die Digitalisierung mit sich bringt.

 

Knuppertz: Gegner der Digitalisierung führen oft den Datenschutz ins Feld. Ist das eine berechtigte Kritik?

Bogatu: Datenschutz ist auf jeden Fall ein großes und wichtiges Thema, das auch die Immobilienwirtschaft ernst nehmen muss. PropTechs sind gefordert, die höchste Priorität auf den Datenschutz und damit einhergehend das Thema Sicherheit zu legen. Bei KIWI stand das Thema seit der ersten Stunde im Mittelpunkt. Die Server für unser schlüsselloses Türzugangssystem befinden sich zum Beispiel alle in Deutschland. Außerdem erstellen wir keine Nutzungsprofile. Wir halten nicht fest, wer zu welcher Uhrzeit welche Tür geöffnet hat, sondern lediglich, ob eine Person die Berechtigung hat, die jeweilige Tür zu öffnen. Das ist auch gut so. Denn Daten, die nicht erhoben werden, können auch nicht gespeichert werden und erst recht nicht in die falschen Hände geraten.

 

Knuppertz: Wann kann mit Digitalisierung ein echter Mehrwert geschaffen werden?

Bogatu: Wenn der Nutzer im Mittelpunkt steht, können digitale Lösungen ermöglichen, dass die Nutzer einen echten Benefit erleben. Die Digitalisierung liefert einen echten Mehrwert, wenn Nutzer entweder Kosten einsparen, neue Umsätze generieren, ihre Zeit effizienter gestalten können, einen größeren Komfort haben oder die Sicherheit erhöht wird.

 

Knuppertz: Was ist die größte Herausforderung im digitalen Zeitalter?

Bogatu: Alles muss in Echtzeit passieren. Die Kunden sind immer weniger bereit zu warten. Niemand möchte zum Beispiel zuhause auf den Getränkelieferanten warten, um ihm die Tür zu öffnen. Lieber wollen wir ihn von unterwegs in den Hausflur lassen, damit er die Getränke vor unserer Wohnungstür abstellen kann, wenn wir nicht daheim sind. Dasselbe gilt natürlich auch für andere Dienstleister wie die Post. Wenn wir Pakete nicht entgegennehmen können, soll der Postbote eine Zutrittsberechtigung zum Haus bekommen, um die Bestellung vor der Wohnungstür ablegen zu können. Wenn Unternehmen für diese Anforderungen Lösungen bereitstellen können, haben sie ein erfolgreiches Produkt.

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