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Die spannende Wahrheit über das Cannabis von morgen

Gastautor: Marc Davis
19.07.2017, 10:15  |  17150   |   |   

Das mit Abstand wichtigste Produkt in Deutschlands zukünftigem Multimilliarden-Cannabis-Markt wird viele erst einmal irritieren. Die meisten Deutschen werden es zunächst ganz sicher falsch einordnen - denn tatsächlich geht es hierbei nicht um den psychoaktiven Effekt, der die Leute "high" werden lässt. Es geht auch nicht um das bloße Rauchen der Hanfpflanzen-Blüten. 

Trotzdem wird es das nächste große Ding werden. In Nordamerika sind die ersten Anzeichen dafür bereits erkennbar. Die Weltmarktführer im hochtechnisiserten Cannabis-Anbau - das sind Kanadas von der Regierung beaufsichtigte industrielle Produzenten - sind derzeit dabei, dieses neue Produkt auch nach Deutschland zu bringen. Genau genommen werden jetzt schon die ersten Vermarktungsverträge mit deutschen Pharmahändlern unterzeichnet. 

Man muss sich klarmachen, dass bei dieser Sache nicht der umstrittene Wirkstoff THC im Vordergrund steht, der die Leute in einen Rausch versetzt. Stattdessen geht es um die weniger bekannte Substanz CBD, die sich vornehmlich in Nordamerika zunehmender Beliebtheit erfreut. Das gilt vor allem dann, wenn die Konsumenten das Cannabis in essbarer Form zu sich nehmen. 

Medizinischen Studien zufolge ist CBD genau die Substanz, die für die heilende Wirkung von Marihuana gegen vielerlei Krankheiten verantwortlich ist. Daneben ist sie - nach THC - das zweithäufigste Cannabinoid in der Cannabis-Pflanze. Hierbei muss jedoch angemerkt werden, dass CBD im Vergleich zu THC nicht high macht. Die Wirkung kann mit der eines alkoholfreien Bieres verglichen werden. 

Für den Großteil der Patienten, denen Cannabis zur Behandlung ihrer Krankheit verschrieben wurde, die aber gern auf den Rausch verzichten möchten, dürften das tolle Neuigkeiten sein. Denn CBD hilft unter anderem bei Depressionen, Angst- und Schlafstörungen aber auch gegen Übelkeit. Zudem verschafft es dank seiner entzündungshemmenden Wirkung auch Linderung bei chronischen Schmerzleiden, wie etwa Rückenschmerzen oder Arthritis. 

Für Deutschlands wachsenden Markt für medizinisches Marihuana ist das ganz besonders wichtig. Denn der durchschnittliche Bundesbürger ist derzeit um die 54 Jahre alt - es gibt also Millionen Nachfrager, die von den ersten körperlichen Anzeichen des fortgeschrittenen Alters geplagt sind. Die meisten von ihnen wollen aber ganz sicher trotzdem noch einen klaren Kopf behalten, wenn sie therapiert werden. 

Worauf deutsche und nordamerikanische Patienten zudem besonderen Wert legen, sind sichere Alternativen zu synthetisch hergestellten Medikamenten, die nicht abhängig machen - wie etwa Opioide. Tatsächlich haben US-Studien ergeben, dass chronische Schmerzpatienten seltener zu Überdosierungen von Opioiden neigen, wenn sie in ihrer Therapie zusätzlich auch auf Marihuana zurückgreifen. Manche haben es durch den Marihuana-Konsum sogar geschafft, gänzlich auf chemische Schmerzmittel zu verzichten. 

Derzeit fördert die US-Regierung auch einige Dutzend klinischer Tests, die sich mit der Effktivität von CBD als Behandlungsmethode für eine große Palette anderer Krankheiten befassen. Hierunter fallen Parkinson, Epilepsie, Schmerzmittel-Sucht, Schizophrenie und auch Krebs. 

Warum Cannabis-Öle das nächste große Ding sind

Ich will es noch einmal wiederholen: Kanadas rechtmäßige industrielle Cannabis-Anbauer wissen allesamt, dass die Zukunft dieser Droge in ihrer Extraktion liegt. Das beinhaltet die Destillation der Pflanze in Alkohol und die Vermischung des daraus gewonnenen Konzentrats mit Ölen wie zum Beispiel Kokosöl. Die dabei entstandene trübe Paste ist dann das Cannabis-Öl. 

Diese Öle können bei der Zubereitung von Speisen, als Tinkturen, in sogenannten Vaporizern (die keinen nach Cannabisgeruch ausstoßen), in Kapselform oder auch als Muskelsalbe zum Einsatz kommen. Darin liegt der Mehrwert, der den börsennotierten Cannabis-Produzenten in den kommenden Jahren das mit Abstand meiste Geld einbringen wird. Schon jetzt freuen sich die Unternehmen über den rasanten Nachfrageanstieg nach ihren Ölen aus Kanada und den USA. Selbst jene, die Cannabis bislang eher als Partydroge konsumiert haben, scheinen Cannabis in Form von Ölen größtenteils vorzuziehen. 

Alles begann übrigens vor ein paar Jahren, als eine besonders CBD-reiche Marihuanasorte namens "Charlotte's Web" in Colorado entwickelt wurde. Das Produkt galt damals als Durchbruch, da es Kindern mit Anfallserkrankungen half, ohne sie high zu machen. Die Möglichkeit, den kleinen Patienten das Medikament einfach in Form von Öl unter das Essen zu mischen, machte die Sache noch interessanter. Bis heute gibt es kaum eine Marihuanapflanze, die mehr CBD enthält, als Charlotte's Web. Bei gerade mal 0,5 Prozent THC kommt die Pflanze auf ganze 20 Prozent CBD. 

Die Wettbewerbsvorteile von Cannabis-Ölen

Es gibt fünf Schlüsselargumente, die die Leute dazu bringen, immer öfter zu Cannabis-Ölen zu greifen, als die Pflanze einfach zu rauchen. Das erste ist relativ offensichtlich: CBD-Öl ist eine gesunde Alternative zur "Grastüte", die die Lungen angreift und Hustenanfälle verursacht. Daneben sind Ärzte sowieso eher zurückhaltend, wenn es darum geht, Medikamente zu verschreiben, die man rauchen muss. 
Zweitens werden bei der Extraktion sämtliche eventuelle Restbestandteile an Pestiziden und anderen Schadtoffen entfernt - beim Rauchen werden diese meist mitinhaliert. 

Drittens sind die auf Ölen basierende Extrakte oftmals medizinisch wirkungsvoller, als das gerauchte Cannabis. 

Viertens hält die medizinische Wirkung von CBD viel länger an, wenn die Substanz in Ölform eingenommen wird. Während es beim Rauchen meistens nur ein bis zwei Stunden sind, bis die Wirkung verpufft, können es bei den Ölen teilweise bis zu zehn Stunden sein. Gerade für Arthritis- oder Rückenschmerz-Patienten macht die Selbsttherapie mit CBD-Ölen daher viel mehr Sinn, als alle paar Stunden einen Joint zu rauchen. 

Der fünfte Grund wurde schon einmal angesprochen: Die Leute wollen eine sichere Alternative zu synthetisch hergestellten Medikamenten, die nicht süchtig macht. 

Noch ist Zeit, sich die Gewinner von morgen rauszupicken

Ein paar von Kanadas 50 rechtmäßigen industriellen Cannabis-Produzenten liefern sich gerade einen Wettbewerb um die schnellste und ergiebigste CBD-Öl-Produktion. Jedes dieser Produkte ist dazu konzipiert, eine oder mehrere spezifische Krankheiten zu heilen. So sind chronisches Schmerzleiden sowie Schlafstörungen derzeit die Problemfelder, auf die sich verschiedene prominente Unternehmen am meisten konzentrieren. 

Noch einmal, diese Produkte werden bald riesige Gewinnspannen einfahren. In den kommenden Wochen werde ich damit beginnen, euch die führenden Gesellschaften in diesem Boom-Markt vorzustellen. Deren Papiere werden in den nächsten Jahren zu den erfolgreichsten Performern überhaupt zählen. 

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Lest weiterhin meine Artikel und erfahrt somit, warum jedem einzelnen dieser Unternehmen eine außergewöhnlich florierende Zukunft vorbestimmt ist. Bis dahin möchte ich euch jedoch darauf aufmerksam machen, dass sich Kanadas Cannabis-Aktien gerade in einer Korrekturphase befinden. Anleger müssen wahrscheinlich bis zum vierten Quartal warten, bis sich eine neue Rally einstellt. Diese wird ihre größte Schwungkraft dann im Jahr 2018 erhalten. Jetzt ist also noch Zeit, sich schlau zu machen. Auf diese Weise seid ihr später, wenn der Aufwärtstrend losgeht, in der Lage, kluge Entscheidungen zu treffen. 

Marc Davis ist der Herausgeber von www.cannabiscapitalist.ca. Er schreibt zudem in der kanadischen Huffington Post über die Cannabis-Industrie.


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