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Cannabis Report: Israel gibt Cannabis-Export frei
Foto: Get Budding - Unsplash

Cannabis Report Israel gibt Cannabis-Export frei

Nachrichtenquelle: Shareribs
21.08.2017, 19:45  |  8943   |   |   
Tel Aviv 21.08.17 - Die israelische Regierung hat kürzlich den Export von medizinischem Cannabis genehmigt und damit den Weg für weiteres Wachstum der Branche freigemacht. Auch in Kanada setzt man auf die Chancen im Export.

In der vergangenen Woche haben das Gesundheits- und das Finanzministerium Israels den Weg für den Export von medizinischem Cannabis geebnet. Im vergangenen Jahr wurden die Voraussetzungen für einen solchen Schritt geschaffen, anschließend wurden Maßnahmen erarbeitet, unter denen israelische Unternehmen medizinischen Cannabis exportieren dürfen.

Finanzminister Kahlon sagte kürzlich, dass die Branche erhebliches wirtschaftliches Potential für Israel biete und die Landwirtschaft des Landes unterstützen.

Im Rahmen der grundsätzlichen Freigabe der Exporterlaubnis, werden Exporte von Cannabis nur für Länder genehmigt, die medizinischen Cannabis legalisiert haben und die solche Importe erlauben. Produzenten müssen sich vom Gesundheitsministerium lizenzieren lassen und die Exporte werden dann unter Aufsicht der Behörden oder direkt über diese erfolgen. Grundsätzlich soll der Export in allen möglichen Formen erlaubt sein, also sowohl inhalierbare Produkte, wie auch Tabletten und Öle.

Mit diesem Schritt könnte unter anderem Deutschland ein Kunde israelischer Importe werden. Hier wurde vor einigen Monaten medizinischer Cannabis in eingeschränktem Umfang legalisiert. Die Verfügbarkeit ist jedoch mangels Produzenten nicht sichergestellt.

Auch in Kanada bereitet man sich auf die Entstehung eines Exportmarktes vor. Das Land wird Cannabis Mitte 2018 vollständig legalisieren und baut damit einen weltweit einzigartigen Markt auf. Bereits heute arbeiten Unternehmen am Aufbau potentieller Exportmärkte.

Kürzlich schrieb Brendan Kennedy von Privateer Holdings in einem Meinungsbeitrag, dass der globale Markt für Cannabis, was auch illegale Quellen einschließt, bei rund 150 Mrd. USD liegt. Kennedy hat die Regierung aufgefordert, den Exportmarkt auf seine Agenda zu setzen.



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Kommentare

Schön für Israel, Kanada, die Niederlande und all die Patienten die zum Teil seit Wochen auf ihre dringend benötigte Medizinalhanfsorten warten.

Nicht so schön für die deutsche Wirtschaft und das Steueraufkommen:
Nachdem das Gesetz ~2 Jahre gebraucht hat um beschlossen zu werden, dauert es - laut Planung der Regierung - weitere 2 Jahre (bis 2019) bis erstmals Medizinalhanf aus deutscher Herstellung zur Verfügung gestellt werden kann.

Dass ...
- ... die Pflanze gerade mal 3-5 Monate zum Wachsen braucht
- ... die ausgeschriebene Menge viel zu gering ist
- ... Startups aus Deutschland aufgrund der Bestimmungen kaum zum Zuge kommen werden
- ... der Gewinn* also mit hoher Wahlscheinlichkeit ins nicht-europäische Ausland fließen wird
scheint von den Gestzgebern so gewollt zu sein. Man kann sich nur fragen: Warum? Zum Wohle des deutschen Volkes sicherlich nicht.



*Rechnet man die Zahl (https://www.welt.de/gesundheit/article153744554/Israel-gelobtes-Land-fuer-medizinisches-Cannabis.html) israelischer Cannabis-Patienten auf Deutschland hoch und setzt ein Gramm pro Tag und den derzeitigen Preis von 25 € in der Apotheke an, so kommt man auf einen Umsatz von ~2 Milliarden €. Bei einer regulierten Legalisierung (ohne Eigenanbau) könnte man diese Zahl wohl verzehn- bis verzwanzigfachen.

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