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LGT verdient 2017 deutlich mehr – Rekordhoher Netto-Neugeldzufluss

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Gastautor: Robert Sasse
12.03.2018, 08:45  |  264   |   

Vaduz (awp) - Der Vermögensverwalter LGT Group hat 2017 den Gewinn deutlich gesteigert und beim Netto-Neugeldzufluss und den verwalteten Vermögen erneut zugelegt. Das Institut habe in allen Regionen und Geschäftsfeldern "sehr gute" Ergebnisse erzielt, dank organischem Wachstum und Übernahmen, teilte die liechtensteinische Bank am Montag mit.

Signifikant zum Wachstum trug die Integration des Private-Banking-Geschäfts von ABN AMRO in Asien und dem Mittleren Osten per Mai 2017 sowie des in London und Paris ansässigen Private-Debt-Managers European Capital Fund Management per Juni 2017 bei.

Der Konzerngewinn der im Besitz der Fürstenfamilie befindenden Gesellschaft stieg um 23% auf 283 Mio CHF. Der Bruttoerfolg nahm gar um 27% auf 1,5 Mrd CHF zu.

Dabei stieg der Kommissions- und Dienstleistungserfolg dank einer höheren Vermögensbasis und verstärkten Kundenaktivitäten um 22% auf 1,0 Mrd CHF. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft verbesserte sich 33% auf 228 Mio und der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und sonstige Ertrag stieg 41% auf 296 Mio. Ausserdem sei im ersten Halbjahr ein einmaliger Ertrag aus dem Verkauf einer Private-Equity-Beteiligung angefallen, heisst es weiter.

STEIGENDER GESCHÄFTSAUFWAND

Der Geschäftsaufwand nahm um 27% auf 1,1 Mrd zu. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis betrug unverändert rund 74%. Dabei erhöhte sich der Personalaufwand um 28% auf 858 Mio zu. Dies reflektiert den um mehr als 550 Mitarbeiter erhöhte Personalbestand - davon rund 240 organisch - sowie eine höhere leistungsabhängige Vergütung. Letztere hätten durch Pensionskasseneffekte teilweise wettgemacht werden können, heisst es weiter.

Der Sachaufwand stieg infolge des Geschäftswachstums um 22% auf 275 Mio und die Wertberichtigungen, Abschreibungen und Rückstellungen erhöhten sich hauptsächlich akquisitionsbedingt um 36% auf 76 Mio; Mitte Mai 2017 wurde das Private-Banking-Geschäft von ABN Amro in Asien und dem Mittleren Osten und im Juni das in London und Paris ansässigen Private-Debt-Managers European Capital Fund Management integriert.

VERMÖGEN STEIGEN EIN DRITTEL

Beim Nettoneugeld weist der Vermögensverwalter für 2017 einen rekordhohen Zufluss in Höhe von 17,7 Mrd CHF auf. Gegenüber dem Vorjahr entspricht diese einer organischen Wachstumsrate von 12%. Zu dieser Entwicklung hätten alle Regionen und sowohl das Private Banking als auch das Asset Management beigetragen. Die verwalteten Vermögen beziffert die LGT per Ende Jahr auf 201,8 Mrd CHF (+33%). Darin sind 18,3 Mrd an verwalteten Vermögen aus dem akquirierten Private-Banking-Geschäft von ABN Amro sowie aus dem Geschäft von European Capital Fund Management.

Die Bilanzsumme betrug per 31. Dezember 2017 41,9 Mrd und lag damit 17,2% über dem Wert per Ende 2016. Die Kernkapitalquote (Tier 1) belief sich auf 18,8%, gegenüber 20,2% im Vorjahr.

ZUVERSICHTLICHER AUSBLICK

Die Bank blick zuversichtlich in die Zukunft. Die gesunde Profitabilität der beiden Geschäftsbereiche, verbunden mit der starken Kapitalisierung der LGT, würden weitere substanzielle Investitionen in den Ausbau der Vertriebsorganisation, in die Ausweitung und Verstärkung von Investmentkompetenzen sowie in die rasch voranschreitende Standardisierung und Digitalisierung erlauben, schreibt das Institut.

sig/

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten



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