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Presse Textildiscounter Takko soll an die Börse

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Gastautor: Robert Sasse
13.03.2018, 12:13  |  228   |   

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt findet am Dienstag keine klare Richtung. Der Leitindex SMI bewegt sich bis zum Mittag in einer engen Spanne zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten. Am Markt heisst es, dass einerseits das Thema Handelsbeziehungen zwischen den USA und dem Rest der Welt weiterhin heiss diskutiert werde. Zudem stehen am Nachmittag in den USA wichtige Daten zur Preisentwicklung auf der Agenda, die erst einmal für Zurückhaltung sorgen könnten.

Bei den US-Konsumentenpreisen, die am Nachmittag veröffentlich werden, erhoffen sich die Marktteilnehmer vor allem möglichen Aufschluss über das Verhalten der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bei ihrer kommenden Sitzung. In puncto Handelsbeziehungen bleibt die Unsicherheit angesichts immer neuer Berichte anhaltend hoch. Hierzulande hat die Berichtssaison mit neun Abschlüssen zudem einen ihrer Höhepunkte erreicht.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 12.00 Uhr mit -0,06% knapp im Minus bei 8'965,48 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt 0,09% ab auf 1'469,41 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) tritt mit einem Minus von 0,02% nahezu auf der Stelle bei 10'389,35 Punkten. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 18 im Minus, elf im Plus und Givaudan sind unverändert.

Zu den grössten Gewinnern zählen hinter Dufry (+1,4%) noch die Aktien von Geberit (+1,0%). Der Sanitärtechnik-Konzern hat laut Analystenkommentar ein gutes Schlussquartal 2017 hinter sich. Insgesamt habe der Konzern etwas besser als erwartet abgeschnitten, heisst es im Markt. Für das laufende Jahr stellt der CEO weiteres Wachstum in Aussicht.

Im Plus präsentieren sich zudem noch Werte aus den unterschiedlichsten Branchen wie Clariant (+0,7%), Credit Suisse (+0,5%) und Vifor (+0,4%). Während Clariant am Vortag noch zu den schwächeren Werten gezählt hatten, setzen CS-Titel die freundliche Vortagestendenz weiter fort.

Bei Vifor könnten Investoren nach den Zahlen von Galenica (+2,3%) am Morgen für Donnerstag auf eine positive Überraschung spekulieren. Der Gesundheitsdienstleister Galenica ist 2017, in seinem ersten Geschäftsjahr nach der Abspaltung von Vifor Pharma, vor allem beim Gewinn stärker gewachsen als erwartet.

Derweil sind die Anteilsscheine des Backwarenkonzerns Aryzta (-1,8%) erneut grösste Verlierer unter den Blue Chips. Nach den Zahlen am Vortag folgten an diesem Morgen weitere negative Analystenreaktionen.

Etwas stärker fallen auch die Kursabgaben bei Lonza (-1,2%), Swiss Re (-0,7%) und Sonova (-0,6%) aus. Bei der Swiss Re verweisen Marktteilnehmer auf den deutschen Konkurrenten Hannover Rück, der nach endgültigen Zahlen deutlich nachgibt. Das Unternehmen habe nach wie vor Probleme in der Personen-Rückversicherung, heisst es dazu.

Die drei Schwergewichte unterstützen das uneinheitliche Bild: Während Nestlé (+0,2%) leicht stützen, fallen Roche und Novartis (beide -0,1%) leicht zurück. Roche hält aktuell die diesjährige Generalversammlung ab.

Das Hauptaugenmerk gilt an diesem Tag aber dem breiten Markt, wo die aktuelle Berichtssaison für deutliche Kursreaktionen sorgt. So gehören die Papiere von Tamedia (+8,8%) nach Zahlen zu den grössten Gewinnern. Die Mediengruppe hat beim Gewinn nicht zuletzt dank Sondereffekten markant zugelegt.

Inficon (+2,2%) zählen nach einer deutlichen Gewinnsteigerung ebenfalls zu den Favoriten.

Am anderen Ende des Kurstableaus stehen nach Zahlen die Aktien des Kabel- und Elektrokomponentenherstellers Huber+Suhner (-4,5%) nach dem Gewinnknick im vergangenen Jahr. Zwar hat dieser die Erwartungen von Analysten in etwa erfüllt, allerdings orten die Experten wenig Raum für grösseren Optimismus. Nach Zahlen abwärts geht es auch für den Industriekonzern Von Roll (-3,1%) und von Rieter (-2,1%).

Darüber hinaus sorgen Analystenkommentare bei den Aktien des Versicherers Helvetia (-1,5%) sowie dem Vakuumventilhersteller VAT (+3,0%) für deutliche Kursreaktionen.

hr/tp

Wattwil (awp) - Der Spezialkunststoffhersteller Gurit hat im Geschäftsjahr 2017 bei einem etwas höheren Umsatz einen Rückschlag bei der Profitabilität erlitten. Gelitten haben die Ostschweizer vor allem unter einem erneut schwachen Windenergiemarkt. An der Börse werden die schwachen Zahlen und ein zaghafter Ausblick mit Verkäufen quittiert.

Gurit hat sich nach Einschätzung seines CEO Rudolf Hadorn gut behauptet, wie er am Dienstag vor Medien und Analysten erklärte. "Angesichts des Gegenwindes war dies ein vernünftiges Ergebnis", sagte er. Und mit Gegenwind meinte er einen Nachfragestillstand in der indischen Windenergieindustrie, der bereits im Frühjahr eingesetzt habe.

Aber auch im chinesischen Windenergiemarkt litt Gurit unter einem Nachfragerückgang - bereits das zweite Jahr in Folge nach dem Rekord in 2015. Und trotz aller Bemühungen, das Geschäft zu diversifizieren und die Abhängigkeit vom stark volatilen Bereich Windenergie zu senken, bleiben die Vestas, Nordex und Co die grössten Abnehmen von Gurit.

DOMINANTE WINDINDUSTRIE

Die Industrie bestritt zuletzt rund 36% der Verkäufe von Gurit, wenn alleine die Materialien betrachtet werden. Rund 60% sind es inklusive anderer Dienstleistungen, liefert Gurit doch auch die Bauformen für die Rotorblätter der Anlagen. Und von diesen hat Gurit etwas mehr verkauft.

Vor allem die Nachfrage nach Formen für längere Windrotorblätter zum guten Abschneiden der Sparte Tooling bei. Mit diesen längeren Windrotorblättern können Windkraftanlagen ihre Effizienz steigern. Die Sparte habe ein "absolutes Rekordjahr" erreicht, erklärte Hadorn. "Das hat uns überrascht", räumte er ein.

Etwas besser als im Vorjahr liefen auch die Geschäfte mit Auto-Teilen, Buskomponenten und anderen Formteilen, also im kleinsten Geschäftsbereich Composite Components.

MITTELFRISTZIEL VERSCHOBEN

In der Summe reichte es Gurit zu einem kleinen Umsatzplus von 2,4% auf 360,5 Mio CHF. Damit lagen die Verläufe in 2017 wieder ungefähr auf dem Niveau von 2015. Das ist zu wenig, um das ambitionierte Wachstumsziel von 500 Mio CHF im Jahr 2020 zu erreichen. Neu peilt das Unternehmen die Marke für 2021 an, dabei sollen Zukäufe 50 Mio CHF zum Gesamtbetrag beisteuern.

Die Gewinnzahlen waren 2017 sogar rückläufig. Denn ein starker Preisdruck im Materialgeschäft konnte nicht voll vom margenstarken Tooling aufgefangen werden, dazu kamen noch Restrukturierungskosten. Daher schrumpfte der Betriebsgewinn (EBIT) um 2,4% auf 35,9 Mio und der Reingewinn um 4,2% auf 24,9 Mio CHF.

Den Aktionären stellt das Unternehmen dennoch eine stabile Dividende von 20 CHF in Aussicht. Trotzdem geht es abwärts mit den Gurit-Aktien, die bis zum Mittag 1,7% einbüssen.

Anlass zur Kritik von Analysten gibt vor allem der Ausblick auf das laufende Jahr. Für 2018 erwartet Gurit ein eher mageres Umsatzanstieg im tieferen einstelligen Bereich eine operative Gewinnmarge am oberen Ende des Zielkorridors von 8 bis 10%. Die Experten hatten deutlich mehr erwartet.

Die Wachstumserwartung ist zu tief, um die mittelfristigen Vorgaben zu erreichen, räumte denn auch CEO Hadorn ein. "Das Wachstum muss noch stärker werden", weiss auch der Gurit-Chef.

ra/hr

FRANKFURT/TELGTE (awp international) - Der nordrhein-westfälische Textildiscounter Takko könnte nach einem Bericht der "Börsenzeitung" noch in der ersten Hälfte dieses Jahres an die Börse gehen. Der Finanzinvestor Apax habe die Geldhäuser Credit Suisse und Deutsche Bank damit beauftragt, Takko aufs Parkett zu bringen, berichtete das Fachblatt am Dienstag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Eine Takko-Sprecherin erklärte allerdings auf Anfrage, der Börsengang sei nur eine von mehreren Optionen, die derzeit gemeinsam mit Apax geprüft würden. Es gebe noch keine finale Entscheidung.

Die Beteiligungsgesellschaft Apax hatte Takko 2010 vom Wettbewerber Advent übernommen. Damals war von einem Kaufpreis von 1,2 Milliarden Euro die Rede. Doch wie viele Wettbewerber in der Modebranche geriet Takko in den Strudel einer Branchenkrise, ausgelöst unter anderem durch Online-Konkurrenz wie Amazon oder Zalando .

Zuletzt hatte das Unternehmen mit Sitz in Telgte und fast 18 000 Mitarbeitern wieder ehrgeizige Expansionspläne angekündigt. In diesem Jahr will der Mode-Discounter, der in Konkurrenz zu Primark, Kik oder H&M steht, demnach mehr als 100 neue Filialen eröffnen. Takko betreibt in Europa in 16 Ländern bereits über 1800 Geschäfte.

Im März stehen mit der Medizintechnik-Sparte von Siemens und der Deutsche-Bank-Tochter DWS bereits zwei Milliarden-Börsengänge an./fba/jha/rea/DP/jha

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Ein Beitrag von awp Finanznachrichten



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