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DAX Ups and Downs mit dem Handelskrieg

Gastautor: Jens Chrzanowski
09.04.2018, 08:00  |  449   |   |   

Der Dax ging am Dienstagmorgen der vergangenen Handelswoche bei 11.971 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startete 75 Punkte über der ersten vorbörslichen Notierung am Montagmorgen der Vorwoche aber 148 Punkte unter dem Wochenschluss am Donnerstagabend der Vorwoche. Der Dax kam am Dienstag eigentlich nicht wesentlich vorwärts. Die Bullen konnten den Index zwar bis in den Bereich der 12.072 Punkte schieben hier ging es aber nicht weiter. Am Mittwoch setzte sich gleich zu Beginn breite Schwäche durch. Der Dax rutschte dynamisch bis in den Bereich der 11.790 Punkte, wo er sich stabilisieren und dann auch sukzessive erholen konnte. Diese Erholung setzte sich praktisch bis Donnerstagabend fort. Der Dax schaffte es ein Wochenhoch bei 12.324 Punkten zu formatieren. Von hier aus setzte der Index dann wieder zurück. Am Freitag ging es in einem lustlosen Handel seitwärts. Die US Arbeitsmarktdaten hatten keinen wesentlichen Einfluss auf das Kursgeschehen. Der Index kam am letzten Handelstag der Woche nicht mehr über die 12.300 Punkte und setzte bis zum Xetra Schluss weiter zurück. Er ging bei 12.182 Punkten aus dem Wochenhandel.

Der Dax kommt damit aber seit gut fünf Wochen auf der Oberseite nicht weiter. Das Wochentief lag knapp unter der Marke von 11.800 Punkten. Damit hat der Index seit drei Wochen jeweils ein Wochentief unter der 11.800 Punkte-Marke ausgebildet. Das Wochenhoch in der KW 14/2018 lag jedoch über dem Level der Vorwoche. Der Wochenschluss liegt über dem Niveau der Vorwoche und der KW 12/2018. Der Dax hat damit in der dritten Woche hintereinander einen höheren Wochenschluss formatieren können. Auch in dieser Handelswoche hat es zu einem kleinen Wochengewinn gereicht. Die Wochenrage lag über der der Vorwoche und knapp über dem Jahresdurchschnitt 2018.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der Dax mit dem Überschreiten der 12.309/11 Punkte weiter bis an die 12.331/33 Punkte laufen könnte. Die 12.309/11 Punkte konnte der Dax überwinden, das nächste Anlaufziel wurde jedoch nicht ganz erreicht, das Setup hat damit auf der Oberseite nicht perfekt gegriffen. Die Rücksetzer gingen mit dem Unterschreiten der 11.810/08 Punkte knapp unter unser nächstes Anlaufziel bei 11.797/95 Punkten. 

KW 14/2018 13/2018 12/2018 11/2018 10/2018 09/2018
Wochenhoch 12.324 12.263 12.370 12.477 12.411 12.601
Wochentief 11.791 11.706 11.755 12.117 11.731 11.873
Wochenschluss 12.182 12.119 11.778 12.395 12.373 12.001
Wochenergebnis 63 341 -617 22 372 -542
Wochen-Range 533 457 615 360 680 728



Wie könnte es weitergehen?

  • DAX-WS: 12.219/29/42/90.....12.333/77......12.404/24/45/87.......12.505/35......12.666....13.128
  • DAX-US: 12.185/63/38/14/02.....12.095/88/26/05/00..11.981/47.....11.888/49......11.790/31/05

daxweeksetup800-09-04-2018.jpg

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.



DAX-Chartcheck:

Der Dax hat in den letzten Handelstagen deutlich Boden gut machen können. Er konnte sich deutlich über die EMA20 und die EMA50 im 4h Chart schieben. Damit haben sich die Bullen einen klaren Vorteil erarbeitet. Der Index konnte sich auch wieder in den Keil schieben, aus dem er Ende März gefallen war. Aktuell notiert der Index im Bereich der EMA200. Sollte er diese Linie überwinden können, so wären weitere Kursgewinne durchaus möglich. Übergeordnete Anlaufziele wären dann die 12.400 und dann der Bereich bei 12.500/530 Punkte. Sollte sich der Dax bis in den Bereich der 12.500/530 Punkte schieben können, so könnten sich hier Rücksetzer einstellen, bzw. die Erholungsbewegung könnte hier auch beendet sein. Wesentlich aus Bullensicht wird aber sein, wie schnell und wie überzeugend sich der Dax über die 12.260/80 Punkte schieben kann. (auf Tagesschlussbasis) Erst dann wären die beschriebenen Aufwärtsbewegungen realistisch untermauert. Schafft er die nicht, könnten sich in der kommenden Handelswoche erneute Rücksetzer ausbilden, die bis 12.100 und dann bis 12.020 bzw. erneut bis 11.880/50 Punkte gehen könnten. Sollten es einen Tagesschluss unter der 11.880 Punkte-Marke kommen, der am Folgetag bestätigt wird, könnten sich übergeordnet Abgaben zum Jahrestief und dann weiter bis 11.550 bzw. übergeordnet auch bis 10.800 Punkte einstellen.

Fazit: wesentlich für die weitere Aufwärtsbewegung wird sein, ob und wie verbindlich sich der Index über der 12.260/80 Punkte halten kann. Ein Tagesschluss unter der 12.200 Punkte-Marke könnte der erste Hinweis sein, dass die Bären übernehmen. Wird dies dann am Folgetag bestätigt, könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die zu den übergeordneten Anlaufzielen gehen könnten. Entspannung würde sich erst mit einem Tagesschluss über der 12.280 Punkte-Marke einstellen, der allerdings am Folgetag bestätigt werden müsste.



DAX - Das große Bild:

Nachdem es zu Wochenbeginn der zurückliegenden Handelswoche zunächst so ausgesehen hat, als ob sich die Gemüter in Sachen Handelskrieg zunächst beruhigen, wurde am Donnerstag Öl nachgegossen. Somit ist alles andere als klar, wohin diese Auseinandersetzung führen wird. Bei diesem Handelskrieg, der nach Einschätzung der US Administration leicht zu gewinnen ist, dürften aber alle leiden. Sollte das ganze System zu Bruch gehen, wären die Konsequenzen verheerend. Die Chinesen wollen sich am Dienstag zu den Zöllen einlassen, allerdings ist zu befürchten, dass sie eine harte Haltung beibehalten werden, so wie es bereits Ende der Woche artikuliert wurde. Ups and Downs, je nach politischer Nachrichtenlage zum Thema Handelskrieg, sind für die Indizes Dax und Dow somit zu erwarten.

Eine kleine Eintrübung hat es Freitag im Rahmen der US Arbeitsmarktdaten gegeben. Es wurden deutlich weniger neue Jobs geschaffen als erwartet und auch nachhaltig weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist mit 4,1% unverändert, was aber im Gesamtzusammenhang eher zu vernachlässigen ist. Zudem war auch andere Wirtschaftsdaten eher ernüchternd. Denkbar ist, dass die Zoll Streitigkeiten, sich langsam aber sicher auch auf die US Wirtschaft legen. Wichtig wird auch sein, wie sich die US Verbraucherpreise, die in der kommenden Handelswoche veröffentlicht werden, entwickelt haben. Liegen diese über den Erwartungen, so könnte die FED relativ zeitnah den nächsten Zinsschritt folgen lassen. Marktbeobachter gehen allerdings mittlerweile davon aus, dass die FED in diesem Jahr nur noch einen Zinsschritt folgen lassen wird.

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