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Duetsche Bank – was amcht die US-Konkurrenz?

Gastautor: Daniel Saurenz
15.04.2018, 12:00  |  514   |   |   

DeutscheBank_TowerViele Anleger schauen bei Bankaktien vor allem auf die Deutsche Bank. Der neue Vorstandschef Christian Sewing soll bei dem Institut, das schon länger Marktanteile, gerade gegenüber den US-Wettbewerbern verloren hat, die Kehrtwende schaffen. Sie haben in der grad begonnenen US-Bilanzsaison ihre Quartalsergebnisse vorgelegt. Unsere Inliner-Empfehlung mit der WKN HX0ENV auf die Deutsche Bank Ende März ist zwar schon deutlich gestiegen, siehe hier, bleibt aber weiter haltenswert. Doch auch US-Banken müssen sich gegen den negativen Trend stellen, JP Morgan, Wells Fargo und Citi haben mit ihren Quartalsergebnissen den Anfang gemacht.

Das Umfeld für die US-Banken hat sich zuletzt etwas eingetrübt, weshalb der KBW Nasdaq Bank Index, der die Kursentwicklung der Aktien der US- Institute widerspiegelt, korrigiert hat und damit auf dem Niveau vom Jahresanfang notiert. Zwar ist im ersten Quartal die Volatilität am Finanzmarkt gestiegen, gerade am Aktienmarkt, weshalb das Handelsgeschäft mit Aktien, Anleihen, Währungen und Rohstoffen bei einigen Geldhäusern gut gelaufen sein könnte. Allerdings tendieren die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen trotz der Erhöhung der US-Leitzinsen seit Anfang Februar lediglich seitwärts, womit sich die Perspektiven für die Zinsmarge der Banken nicht weiter aufgehellt haben. Zudem bekommen die Banken die gestiegenen Refinanzierungskosten zusehends zu spüren.

Banken gut, aber maue Kursreaktion

Branchenprimus JP Morgan, aber auch die Citigroup und Wells Fargo haben im ersten Quartal die Erwartungen an die Geschäftsentwicklung übertroffen. Dennoch gab der gesamte Bankensektor um ein halbes Prozent nach.

Anleger nehmen nach den guten Nachrichten Gewinne mit, neue Kauflust verspüren sie wohl aufgrund der geopolitischen Spannungen, der hohen Bewertung der US-Aktien und der großen Erwartungen an die Quartalsgewinne und -umsätze im S&P 500 derzeit nicht. Insbesondere der letzte Punkt könnte Enttäuschungen bringen, wie die hohen Erwartungen hier zeigen:

Die nächste Woche dürfte daher vor diesem Hintergrund spannend werden. Montag nach Börsenschluss berichtet Netflix (Beitrag und Produktempfehlung hier) und am Dienstag ist IBM dran.

Neben den Quartalsergebnissen schauen Investoren auf den Ausblick und damit gerade auf die Perspektiven für die Weltwirtschaft. So lagen in den vergangenen Wochen eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA, gerade vom Häusermarkt, und aus der Euro-Zone unter den Prognosen der Volkswirte. Sollten sich die Perspektiven für die Weltwirtschaft eintrüben, würden darunter Unternehmen aus zyklischen, also konjunkturabhängigen Sektoren, besonders stark leiden. Dazu gehören zuallererst die Banken.

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