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Jahresendrallye statistisch wahrscheinlich

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Gastautor: Stefano Angioni
02.11.2018, 09:31  |  453   |   

Historisch betrachtet zeigt sich der Deutsche Aktienindex in den letzten Wochen des Jahres eher von seiner starken Seite. Statistikorientierte Kurzfristanleger können versuchen, diesen saisonalen Effekt mit Turbos Long für sich zu nutzen.

Für die meisten Anleger dürfte das laufende Jahr bisher äußerst enttäuschend verlaufen sein. Die Märkte befinden sich im Tiefflug und seit dem Allzeithoch von Ende Januar bei knapp 13.600 Punkten hat der Deutsche Aktienindex fast 15% an Wert verloren. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältiger Natur und sollen im Folgenden nur exemplarisch genannt werden.

So mussten die globalen Wachstumsaussichten insbesondere aufgrund der von Trump ausgehenden Handelsstreitigkeiten inzwischen leicht nach unten korrigiert werden. Auf die europäischen Märkte drücken zusätzlich das Risiko eines harten Brexits und die italienische Staatsschuldenkrise. Gerade im DAX waren darüber hinaus verschiedene Werte von branchen- bzw. unternehmensspezifischen Problemen betroffen. Zu nennen sind hier beispielsweise die mit knapp 15% gewichtete Automobilbranche (Dieselskandal) oder auch der Chemiekonzern Bayer, dessen Aktienkurs unter anderem im Zusammenhang mit verlorenen Schadensersatzprozessen um den Unkrautvernichter Glyphosat allein seit Anfang August um über ein Viertel nachgegeben hat.

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Viele Aktienbesitzer dürften deshalb auf eine ausgeprägte Jahresendrallye hoffen, um wenigstens einen Teil der 2018 bisher aufgelaufenen Verluste wieder wettmachen zu können. Dabei sind die Aussichten für einen versöhnlichen Jahresausklang auch gar nicht mal so schlecht, zumindest sofern man sich an der historischen Entwicklung des wichtigsten deutschen Aktienmarktbarometers orientiert.

So gehörte der November mit einer durchschnittlichen DAX-Rendite von 2,26% seit 1988 (Geburtsstunde des DAX) in der Vergangenheit ganz eindeutig zu den erfolgreicheren Monaten des Jahres. Ein besseres Durchschnittsergebnis lieferten nur drei Monate, darunter mit +2,68% auch der Dezember. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass es in bisher 30 Jahren (1988-2017) nur sieben Weihnachtsmonate mit einer negativen DAX-Performance gegeben hat. Für den November fällt das Verhältnis mit zwei Dritteln zu einem Drittel nicht ganz so positiv aus.

Gehebelter Jahresausklang

Für tradingerfahrene Anleger, die einen gewissen Hang zu statistischen Kursauswertungen haben und deshalb eine Jahresendrallye für wahrscheinlich halten, könnten Endlos Turbos Long auf den DAX deshalb ein interessantes Investment darstellen. Bei Endlos Turbos entspricht der Basispreis stets dem Stopp-Loss-Level, wodurch besonders hohe Hebel möglich sind. Um einen schnellen Knock-Out zu vermeiden, sollte gerade in volatilen Zeiten, wie wir sie momentan sehen, allerdings lieber ein etwas größerer Abstand zwischen dem aktuellen Kurs des Underlyings und dem Basispreis gewählt werden. Rege gehandelt werden derzeit beispielsweise Papiere mit einer Knock-Out-Schwelle von 10.539,68 Punkten (WKN SC698V). Der Hebel beträgt dabei 10,25. Wem das zu offensiv erscheint, der kann alternativ auch auf Turbos Long mit einem niedrigeren Basispreis von beispielsweise 9.948,01 Zählern (WKN ST5737) zurückgreifen. Dieser Indexstand wurde vom DAX das letzte Mal im Sommer 2016 unterschritten. Der Hebel beträgt hier 6,7.

Dabei darf natürlich nicht übersehen werden, dass die im Durchschnitt sehr positiven November- und Dezember-Ergebnisse in den vergangenen drei Dekaden keine Gewähr dafür sind, dass es auch 2018 zu einer Jahresendrallye kommen wird. Um nur ein Beispiel dafür zu nennen, dass Kursentwicklungen der Vergangenheit niemals unbesehen auf die Zukunft übertragen werden dürfen: Der Deutsche Aktienindex hat im Oktober, einem mit durchschnittlich +2,28% in der historischen Betrachtung ebenfalls sehr gutem Monat, dieses Jahr 6,5% an Wert verloren.

Anleger, die sich aus diesem Grund für die kommenden zweieinhalb Monate nicht einseitig auf steigende Kurse festlegen wollen, dafür aber in jedem Fall mit einem Verbleib des Deutschen Aktienindex in einer überschaubaren Bandbreite rechnen, könnten dagegen bei Inline-Optionsscheinen fündig werden. So bringen es Inliner mit einer unteren Knock-Out Barriere von 9.700 und einem oberen KO-Level von 12.700 Punkten (WKN ST53HW) auf eine Rendite von immerhin 13,1st%, sollte der DAX bis zum Bewertungstag (hier 18.01.2019) weder die untere, noch die obere Barriere des vorgegebenen Korridors berühren oder durchbrechen. Andernfalls käme es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Stand: 02.11.2018

Autor: Stefano Angioni, Derivate-Experte bei der SOCIETE GENERALE.

Weitere Informationen unter: https://inline-optionsscheine.de, https://seitwärts-optionsscheine.de/ und  https://sg-zertifikate.de

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Gastautor

Stefano Angioni
Director Cross Asset Distribution, Société Générale

Stefano Angioni, Director Cross Asset Distribution bei der Société Générale, ist verantwortlich für Emission, Vertrieb und Vermarktung von Zertifikaten und Hebelprodukten. Er besitzt über 15 Jahre Branchenerfahrung bei verschiedenen Emittenten im europäischen Zertifikatemarkt. In seinen Beiträgen setzt er sich mit aktuellen Markt- und Produktthemen auseinander und zeigt Anlegern und Tradern Anlagelösungen und Investmentideen auf. Die Société Générale ist seit 25 Jahren kontinuierlich im deutschen Derivatemarkt aktiv und bietet Anlegern und Tradern eine der umfangreichsten Produktpaletten auf dem deutschen Markt.

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