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Reverse Bonuszertifikate – Absicherung in schweren Zeiten

Gastautor: Daniel Saurenz
14.01.2019, 09:00  |  277   |   |   

Börse_Bulle_Bär_4Trotz der allgemeinen Tendenz der Aktienmärkte langfristig anzusteigen, gibt es Phasen, in denen der Markt stagniert oder Kurse fallen. Für diese Zeiten sichern sich viele Anleger mit Put -Optionsscheinen ab, um die Verluste zu schmälern oder vom Kursverfall zu profitieren. Jedoch gibt es noch einen weiteren interessanten Weg – Reverse Bonuszertifikate. Sie spielen ihre Stärke in stagnierenden und fallenden Märkten aus und funktionieren ähnlich wie die klassischen Bonuszertifikate. Aktuell empfehlen wir die WKNs GM7U37 oder GM9KQ7 von Goldman Sachs.

Wir stellen Ihnen den Wissensbeitrag der Experten von der BNP Paribas vor. Für weitere ausführliche Produkterklärungen, schauen Sie auf der Seite des Emittenten vorbei und schauen sich das Handbuch für Anleger an.

Auf einen Blick

Mit Reverse Bonus-Zertifikaten setzt der Anleger auf eine fallende Kursentwicklung des Basiswertes. Sofern der Kurs des Basiswertes die Barriere nicht erreicht oder überschritten hat, erhält der Anleger am Laufzeitende mindestens einen Bonusbetrag, sodass auch bei leicht steigenden Kursen eine positive Rendite erzielt werden kann.  Sofern die Barriere berührt oder überschritten wurde, erlischt der Bonusmechanismus und dem Anleger drohen Verluste. Im Extremfall erleidet er einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals.

 

Gewinnen mit fallenden Kursen

Börse_DAX_Symbol (3)Anleger, die an der Börse aktiv sind und ihr Geld in Aktien anlegen, verbinden dieses Engagement mit der Erwartung steigender Kurse. Wenn man sich lange Zeitreihen ansieht, dann bestätigt sich diese Erwartungshaltung: In langen Zeitabläufen steigen die Aktienmärkte. Es ist aber kein Geheimnis, dass der grundsätzlich aufwärts gerichtete Trend regelmäßig durch Phasen stagnierender oder gar fallender Kurse unterbrochen wird. Das muss nicht gleich ein ausgewachsener Crash sein. Auch eine Konsolidierungsphase kann die Kurse deutlich unter Druck geraten lassen. Aber auch in diesen für den Anleger eher schwierigen Phasen können positive Renditen erwirtschaftet werden.

Ein Zertifikatetyp, der genau auf diese Erwartungshaltung zugeschnitten ist, sind die Reverse Bonus-Zertifikate. Anleger können hier bei fallenden Kursen des Basiswertes eine positive Rendite erzielen. Die Rendite ist umso höher, je stärker der Kurs des Basiswertes fällt. Gleichzeitig besitzt das Reverse Bonus-Zertifikat einen Risikopuffer, der ihn in begrenztem Maß gegen steigende Kurse absichert.

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Gewinnanstieg bei fallenden Kursen

Reverse Bonus-Zertifikate beziehen sich in der Regel auf eine Aktie oder einen Aktienindex als Basiswert. Die Laufzeit beträgt bis zu drei Jahre. Am Laufzeitende erhält der Anleger – ein Bezugsverhältnis von 1:1 vorausgesetzt – einen Auszahlungsbetrag, der mindestens der Differenz zwischen Reverse Kurs und Schlusskurs des Basiswertes am Bewertungstag entspricht. Sofern diese Differenz geringer ist als ein zum Emissionszeitpunkt festgelegter Festbetrag – dieser wird „Bonusbetrag“ genannt –, kann der Anleger diesen höheren Betrag erhalten.

Der Reverse Kurs

BörseFrankfurt_2Reverse Bonus-Zertifikate sind so konzipiert, dass Sie als Anleger bei fallenden Kursen des Basiswertes eine positive Rendite erwirtschaften können. Produkttechnisch kann das nur so dargestellt werden, dass Sie die Differenz aus einem höheren Kurs A und einem niedrigeren Kurs B erhalten. Dazu muss aber bereits zum Emissionszeitpunkt ein solch höherer Kurs A quasi als Preisanker des Zertifikates festgelegt worden sein. Dieser Kurs wird vom Emittenten festgelegt und „Reverse Kurs“ genannt.

Der Referenzpreis

Der niedrigere Kurs B wird Referenzpreis genannt. Das ist in der Regel der Schlusskurs des Basiswertes am Laufzeitende. Der genaue Tag am Laufzeitende, an dem der Referenzpreis ermittelt wird, ist der Bewertungstag. Nehmen wir als Beispiel ein Reverse Bonus-Zertifikat auf den DAX. Jeder Indexpunkt entspricht dabei 1 Euro. Wenn der Reverse Kurs beispielsweise bei 12.000 Punkten festgelegt wurde und der Referenzpreis bei 8.000 Punkten liegt, so erhalten Sie ohne Berücksichtigung des nachfolgend dargestellten Bonusmechanismus einen Auszahlungsbetrag, der sich nach der Höhe der Differenz – das sind 4.000 Punkte – richtet. Bei der Ermittlung des exakten Geldbetrags, den Sie in diesem Fall erhalten würden, wird diese Differenz mit einem Bezugsverhältnis multipliziert. Bei Reverse Bonus-Zertifikaten auf den DAX beträgt dieses 0,01. Der Auszahlungsbetrag würde also bei 40 Euro liegen.

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