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IWF korrigiert Wachstumsprognose für Weltwirtschaft erneut nach unten

WASHINGTON/DAVOS (dpa-AFX) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognose angesichts ungelöster Handelskonflikte und eines drohenden ungeregelten Brexits erneut nach unten korrigiert. 2019 werde die weltweite Wirtschaftsleistung nur noch um 3,5 Prozent steigen, heißt es in der Fortschreibung des Weltwirtschaftsberichtes des IWF, die am Montag bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt wurde.

Die Prognose liegt um 0,2 Punkte unter der vom vergangenen Oktober - die ohnehin schon zurückgenommen worden war. Für 2020 sieht der IWF nun ein weltweites Wachstum von 3,6 Prozent voraus, 0,1 Punkte weniger als noch im Oktober prognostiziert. Die Situation könnte sogar noch etwas schlechter sein, sollte sich herausstellen, dass es aus Furcht vor der Einführung zusätzlicher Zölle einen Vorzieheffekt bei internationalen Bestellungen gegeben haben.

"Eine Eskalation von Handelskonflikten über die bisher bereits in der Prognose berücksichtigten hinaus bleibt eine der wesentlichen Risikoquellen für den Ausblick", schreibt der IWF. Über die Handelsstreitigkeiten hinaus gebe es eine Reihe von Faktoren, die zu negativen Auswirkungen führen könnten, etwa ein ungeregeltes Ausscheiden Großbritanniens aus der EU sowie eine über die Erwartungen hinausgehende Wirtschaftsabschwächung in China.

Aber auch in der Eurozone rumort es. In Deutschland habe die Diskussion um Dieselfahrverbote das Wirtschaftsklima abgeschwächt. In Italien herrschten Sorgen um die Stabilität der Staatshaushalte und des Finanzsektors - das habe die Binnennachfrage geschwächt.

"Die hauptsächliche politische Priorität für alle Staaten ist nun, ihre Handelsstreitigkeiten und die daraus resultierende politische Unsicherheit gemeinsam und schnell zu lösen, statt schädliche Barrieren hochzuziehen und eine sich bereits abschwächende Weltwirtschaft weiter zu destabilisieren", heißt es in dem Bericht des IWF. Unter anderem rief der IWF angesichts eines weltweiten Rekordhochs an Schulden und steigender Zinsen auch dazu auf, die finanziellen Puffer zu vergrößern./dm/DP/bgf/





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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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