Bayer mit dreifachem Schub

Gastautor: Holger Steffen
16.09.2020, 08:30  |  844   |   |   

Beim deutschen Chemie- und Pharma-Konzern Bayer lief es in den letzten Tagen sowohl nachrichtentechnisch als auch an der Börse wieder deutlich erfreulicher. Dafür sorgten insgesamt drei Meldungen.

Zum einen die Nachricht, dass man augenscheinlich mit großen Schritten auf einen endgültigen Vergleichskompromiss in den anhängigen Glyphosat-Klagen zusteuert. Dieser überarbeitete Vergleich soll letztlich auch dafür sorgen, dass potentielle zukünftige Klagen geregelt werden, was dem Konzern entsprechende Planungssicherheit geben könnte, was natürlich auch von den Anlegern honoriert wird.

Gleichzeitig wurde Ende letzter Woche bekannt, dass Vorstandschef Werner Baumann noch vor der Einigung im Rechtsstreit seinen Vertrag verlängert bekommen hat. Auch wenn das durchaus kritisch gesehen wird, da Baumann als Verantwortlicher für das Glyphosat-Desaster wegen der Übernahme von Monsanto gilt, kommt auch hier die weitere Planungssicherheit der Aktie zugute.

Darüber hinaus: In der neuen Woche hat Bayer wieder einmal gezeigt, dass man doch mehr ist als nur Saatgut und Glyphosat. Denn man meldete, dass die Pharmasparte von Bayer ihr Portfolio im Bereich Krebsmedikamente ausbaut. Man habe dafür eine exklusive Lizenzvereinbarung mit dem Pharmaforscher Systems Oncology geschlossen. Hierbei geht es um dessen Wirkstoffkandidaten Erso, der vor allem bei Brustkrebs eingesetzt werden soll, wenn er denn die klinischen Studien und die Zulassung schafft. Brustkrebs ist der zweithäufigste Tumortyp insgesamt, Therapien dagegen gelten entsprechend als wachstumsstark.

Fazit: Schon seit letzter Woche schleicht sich die Aktie von Bayer in kleinen Schritten aus ihrer bisherigen Talsohle zurück. Mit dem Zugewinn am Dienstag konnte sogar der seit Ende Juni bestehende kurzfristige Abwärtstrend durchbrochen werden. Zwar ist es noch zu früh, hier auch schon von einer Trendwende zu sprechen. Die Chancen darauf sind allerdings nun wieder deutlich gestiegen. Spekulativ aufgestellte Investoren könnten hier sicherlich auch schon mit einer Anfangsposition agieren.

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