ROUNDUP Merkel beschwört Solidarität im Kampf gegen Corona-Pandemie

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.11.2020, 11:08  |  115   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Menschen in Deutschland nach der teilweisen Verschärfung des Teil-Lockdowns beschworen, bei der Kraftanstrengung gegen das Corona-Virus nicht nachzulassen. "Gerade jetzt, da wir so viel an Weihnachten und an den kommenden Jahreswechsel denken, wünsche ich mir und wünsche ich uns allen, dass wir mehr denn je miteinander und füreinander einstehen", appellierte Merkel am Donnerstag im Bundestag in einer emotional vorgetragenen Regierungserklärung zur Corona-Politik an die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger. "Wenn wir das beherzigen, werden wir aus der Krise kommen."

Zugleich stimmte Merkel die Menschen auf eine wahrscheinliche weitere Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis Januar ein. "Angesichts des hohen Infektionsgeschehens gehen wir davon aus, dass die Beschränkungen bis Anfang Januar weiter gelten müssen, jedenfalls für die allermeisten Teile der Bundesrepublik Deutschland", sagte sie.

Es gebe aber auch Anlass zur Hoffnung, sagte Merkel mit Blick auf die fortgeschrittenen Zulassungsverfahren für Impfstoffe und das größere Wissen über die Wirkung des Virus als zu Beginn der Pandemie. Impfstoffe würden das Problem zwar nicht sofort lösen, seien aber ein "Licht am Ende des Tunnels". Falls es schon vor Weihnachten Impfstoffe gebe, würden sie denjenigen angeboten, die im medizinischen und pflegerischen Bereich arbeiteten.

Bund und Länder hatten am Mittwochabend beschlossen, dass der Teil-Lockdown mit der Schließung unter anderem von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember verlängert wird. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sollen auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt werden. Kinder bis 14 Jahre sollten nicht unter diese Regelung fallen. Weihnachten solle aber gefeiert werden können, im engsten Familien- und Freundeskreis mit maximal zehn Menschen, Kinder bis 14 Jahre nicht eingerechnet.

Die Kanzlerin betonte die Notwendigkeit der Beschränkungen. "Wenn wir mit konsequenten Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens warten würden, bis die Intensivstationen unserer Krankenhäuser voll belegt sind - belastet sind sie ja schon jetzt - dann wäre es zu spät." Die Neuinfektionen seien weiter auf "viel zu hohem Niveau", noch immer stiegen die Zahlen in einigen Regionen, anstatt zu sinken.


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