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Aktien kaufen – die Qual der Wahl

Gastautor: Daniel Saurenz
12.04.2021, 14:06  |  187   |   |   

Börse_Bull_symbolNachrichten, Wetter, Kochen oder doch eine Sport-App? Wenn man in den vergangenen Wochen in die Ranglisten der Download-Charts blickte, fand man überraschenderweise auch die Apps von Brokern. Deutschland hat in Sachen Aktienkultur einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nicht alle Anleger und Trader sind dabei beim optimalen Broker. In unserem Börsendienst stehen wir euch bei der Wahl des passendes Brokers zur Seite. 

Satte 120.000 Mal wurde am 27. Januar die App des Brokers Robinhood in den USA heruntergeladen. Auch hierzulande verzeichnen vor allem Neobroker einen unglaublichen Boom. Mit dem Markteintritt zahlreicher neuer Konkurrenten Ende 2019 ist der Wettbewerb für die etablierten Anbieter wie Comdirect, Flatex oder ING Diba deutlich härter geworden.

Zu den Neulingen zählt auch Smartbroker. Nach eigenen Angaben haben sich bereits 80.000 Anleger für Smartbroker entschieden, wobei 50.000 auch aktiv ihre Börsengeschäfte über die Plattform abwickeln. Basis des Erfolgs ist ein Mix aus aufgeräumtem Online-Auftritt, attraktiven Gebühren und reibungsloser Abwicklung auch in turbulenten Marktphasen.

Zwölf börsliche und elektronische Handelsplätze stehen in Deutschland zur Verfügung, auch ein Direkthandel via Lang & Schwarz, Tradegate, Quotrix, Gettex und Xetra ist möglich. International dürfte ebenfalls jeder Anleger auf seine Kosten kommen: Theoretisch ist mit dem Anschluss an 25 Börsen im Ausland wie Kanada, Japan und Australien ein 24-Stunden-Handel möglich.

Intensiver Wettbewerb

Schmaler aufgestellt sind die Wettbewerber Scalable und Gratisbroker, bei denen Kunden ausschließlich über die Plattform Gettex der Börse München handeln können, bei Scalable kam vor kurzem Xetra von der Deutschen Börse dazu, aber hier fallen Nutzungsgebühren an.

Der Handel bei Gratisbroker ist kostenlos und Anleger erhalten das volle Gettex-Angebot, wer aber auf Service, Analyse- und Trading-Tools, Sparpläne sowie einer App-Lösung viel Wert legt, ist hier an der falschen Adresse. Bei Scalable reicht die Preisspanne von 0,99 Euro pro Trade bis hin zu 4,99 Euro pro Monat. Punkten kann Scalable gegenüber Gratisbroker aber mit 1300 ETF-Sparplänen und 3.500 aktiv gemanagten Fonds. Zudem ist auch eine mobile Nutzung vía App möglich.

Bei den Vollversorgern liegt eToro weit vorne. Er unterscheidet sich von den anderen Brokern u.a. durch sein Kryptoangebot, das auch justtrade anbietet. Dort aber fällt die Auswahl nicht so umfassend aus wie beim etablierten Broker eToro. Bei beiden stehen mit Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Ripple und Bitcoin Cash aber die fünf am stärksten beachteten Digitalmünzen zur Verfügung. Anders als bei klassischen Kryptobörsen können die Münzen nicht in ein eigenes Wallet übertragen und somit auch nicht als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Im Direkthandel mit Zertifikaten sind die vier Emittenten Citi, UBS, Vontobel und Societe Generale angebunden. Unter dem Strich stehen somit rund 7.300 Aktien, über 1.000 ETFs und etwa 500.000 Derivate zur Verfügung.

Wer billig kauft…

Am wichtigsten neben dem Produktangebot ist beim Handeln jedoch die Erreichbarkeit. Dort mussten Anleger im Frühjahr 2020 und auch im Januar 2021 bei Trade Republic massive Mängel feststellen. Hinzu kam beim ersten sogenannt kostenlosen Neobroker in Deutschland, dass zuletzt der Börsenhandel wegen technischer Probleme gestoppt wurde und insbesondere bei stark gehandelten Aktien wie Gamestop eingeschränkt wurde. Das Presseecho war entsprechend und die Kundenunzufriedenheit fiel ähnlich aus wie bei Robinhood in den USA. Bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gingen zahlreiche Beschwerden ein. Zudem ist ein funktionierendes Handy bei Trade Republic Pflicht: Die App weist eine benutzerfreundliche Oberfläche auf und ist modern aufgebaut. Wer aber klassisch über einen Desktop handeln möchte, findet keine Lösung. Für Trade Republic galt bisher das alte Motto unserer Großeltern – wer billig kauft, zahlt doppelt.

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