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ROUNDUP CSU überlässt Entscheidung über Kanzlerkandidatur der CDU

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
19.04.2021, 19:31  |  119   |   |   

BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Nach acht Tagen Machtkampf um die Kanzlerkandidatur der Union überlässt die CSU die Frage nun der Schwesterpartei CDU. Dies entscheide die CDU jetzt "souverän", sagte der CSU-Vorsitzende Markus Söder am Montag in München. "Wir als CSU und auch ich respektieren jede Entscheidung". Söder machte nach einer Sitzung des CSU-Präsidiums deutlich, dass der CDU-Vorsitzende Armin Laschet Kanzlerkandidat werde, wenn der CDU-Bundesvorstand dies beschließe. Er versicherte: "Wird es Armin, hat er meine volle Unterstützung und die Rückendeckung der CSU."

Das von Laschet einberufene Online-Sondertreffen des Bundesvorstands begann am Montagabend gegen 18 Uhr. Laschet bekräftigte zum Auftakt seine Bereitschaft zur Kanzlerkandidatur. "Es geht um die besten Antworten auf die drängenden Zukunftsfragen. Und ich bin bereit, für uns die Kandidatur zu übernehmen", sagte er nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Der NRW-Ministerpräsident betonte demnach, er wolle jeden ermutigen, in der Runde offen seine Meinung zu sagen. Laschet wurde mit den Worten zitiert: "Nur wenn wir offen, ganz transparent sind, haben wir eine Chance, gestärkt in die nächsten Wochen und in den Wahlkampf zu gehen."

Am Nachmittag hatte Laschet angekündigt: "Ich werde dem Bundesvorstand einen Vorschlag machen, wie wir jetzt sehr schnell die nicht geklärte Frage zwischen CDU und CSU auflösen." Er hoffe, dass man dann "sehr schnell in dieser Woche" zu Entscheidungen komme. Mit dem Argument "Gerade in diesen Tagen müssen wir sehr viel miteinander reden" bot Laschet Söder an, an der Sitzung teilzunehmen. Der bayerische Ministerpräsident lehnte dies jedoch ab.

Mit Spannung wurde erwartet, ob sich der Bundesvorstand wie schon vor einer Woche erneut einmütig hinter Laschets Ambitionen stellen würde. Offen war zunächst, ob es eine Abstimmung geben sollte. Das werde der Verlauf der Sitzung zeigen, hieß es. In den Landesverbänden und unter CDU-Bundestagsabgeordneten hatte es in den vergangenen Tagen starke Unterstützung für Söder gegeben.

Dieser betonte am Montag nach einer CSU-Präsidiumssitzung in München, er stehe weiter bereit, die Kandidatur zu übernehmen, sofern die CDU dies wolle. Wichtig für den Wahlkampf sei, dass CDU und CSU als Team aufträten. Er werde bei einer Entscheidung der CDU für Laschet keinen "Groll" hegen. "Egal, wie entschieden wird: Da bleibt jedenfalls bei mir und uns nichts hängen. Wir müssen - egal, wie es ausgeht - versöhnen, zusammenführen, zu einer gemeinsamen, großen, schlagkräftigen Einheit in diesem Wahlkampf werden." Das Präsidium der CSU stellte sich laut Generalsekretär Markus Blume nochmals klar hinter Söder.


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