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Deutsche Bank und Commerzbank – Aktien in Lauerstellung

Gastautor: Daniel Saurenz
20.01.2017, 14:05  |  7202   |   |   

USA_NetflixAm heutigen Freitag nimmt eine Jahrelange Mission ihr Ende. Es ist unklar wann Donald Trump genau den Entschluss fasste, Präsident der Vereinigten Staaten zu werden. Möglicherweise definierte er dieses Ziel vor fast genau fünf Jahren. Die Geschichte zum White House correspondents dinner können Sie hier nachlesen. Für die Aktie der Deutschen Bank war die Wahl Donald Trumps mit einer kräftigen Rally verknüpft. Sie begann zwar schon Ende September 2016, als klar wurde dass die Bank wohl doch kein Pleitekandidat ist und nahm mit der Wahl Donald Trumps neuen Fahrt auf. Seit Novenber kletterte der Kurs von 12,50 auf 18,50 in der Spitze. Seit Januar notiert die Aktie jedoch in einer engen Spanne um 18 Euro. An dieser kurzfristigen Weggabelung könnte also Donald Trumps “Inauguration” den Ausschlag geben.

Wir haben uns in der Finanzmarktrunde ausführlich mit den Aktien – und Devisenmärkten beschäftigt. Die Aufzeichnung finden Sie hier.

Unsere Chartanalyse:

DAX: So könnte sich der Index in den nächsten Monaten entwickeln

Der Wind bläst den Käufern beim Deutschen Aktienindex zunehmend ins Gesicht. Speziell in dieser Marktphase ist es wichtig, regelmäßig auf die übergeordnete Perspektive zu blicken.

chart1

Der kurzfristige Kursverlauf des Deutschen Aktienindex gibt derzeit nur wenig Hinweise auf den aktuellen Trend: Es hat sich ein – nach seiner Form benannter – Diamant ausgebildet (braune Markierungen im Fünf-Minuten-Chart). In der Kursgrafik sieht dies zunächst aus, wie Malversuche eines mit Lineal bewaffneten Kleinkindes – was generell häufig auf den chartanalytischen Teilbereich der Trendlinienanalyse zutrifft, aber in diesem Fall besonders auffällt. Auf Grund ihrer Einfachheit sind Trendlinien vermutlich auch unter Einsteigern besonders beliebt, leider auch unter angeblich erfahrenen Analysten – doch oft bleiben die daraus ableitbaren Erkenntnisse auf dem niedrigen Niveau der Analyse selbst.

Es handelt sich beim Diamanten eher um ein unscharfes Muster, das zwar auf den ersten Blick erkennbar ist, sich statistisch aber schwer definieren und damit auch nur beschränkt untersuchen lässt. Fließend ist der Übergang zum so genannten “Broadening Top” (etwa: “eine sich verbreiternde Spitze des Kursverlaufs”). Dieses Muster entsteht, wenn die Kurse nach einem Anstieg beginnen, zunächst in beide Richtungen immer stärker auszuschlagen. Beim Diamanten kommt noch hinzu, dass diese Zuckungen anschließend immer geringer werden, bis es zum finalen Ausbruch in eine Richtung kommt. Die Erfahrung zeigt, dass es sich um eine Konsolidierungsformation handelt, die auch nach ihrem Ende keine prognostischen Wunder erwarten lässt. Die Quote an Fehlsignalen ist zwar relativ gering, doch lässt sich immer erst im Nachhinein festlegen, wann die Kurse wirklich final aus der Formation ausgebrochen sind.

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Im Moment sollten sich Anleger daher auf der Oberseite eher an dem Areal um 11.605/11.635 orientieren, das zuletzt verstärkt als Verkaufszone aufgetreten ist. Ein Tagesschlusskurs oberhalb dieser Preisspanne wäre ein erster bullisher Erfolg. Wer besonders vorsichtig ist, kann sogar auch einen Ausbruch über das bisherige Jahreshoch bei 11.692 als Kaufsignal definieren. Auf der Unterseite kommt der 11.400er-Marke eine Warnfunktion zu: Hier war in den vergangenen Wochen eine Häufung von Wendepunkten zu sehen – bleibt die Stabilisierung dort aus, ist der Weg nach unten zunächst frei.

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