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Warum Cannabis eine ernsthafte Bedrohung für die Alkohol- und Zigarettenindustrie ist

Gastautor: Marc Davis
06.06.2017, 09:42  |  39547   |   |   

Die Legalisierung von Cannabis ist immer öfter Thema in der westlichen Welt. Nach vielen Jahren des Verbots wird der Geist endlich aus der Flasche gelassen. Langsam aber sicher entdecken die Leute die zahlreichen therapeutischen Vorteile, die Cannabis für unseren Körper mit sich bringt - und zwar ohne schädliche Nebenwirkungen.

Gleichzeitig hat sich Cannabis als Freizeitdroge für Erwachsene (von manchen gern auch als "Lifestyle-Cannabis" bezeichnet) als harmlos erwiesen, vor allem, wenn man es mit anderen Freizeitdrogen, wie Alkohol oder Zigaretten vergleicht. Die wichtigste psychologische Wirkung von Cannabis ist, dass es den Menschen hilft, sich zu entspannen und ihre Laune zu verbessern. Es kann die Menschen tatsächlich glücklich machen.

Im Gegenteil zu Zigaretten müssen wir hierbei jedoch keine schlimmen Krankheiten, wie Krebs oder Herzprobleme befürchten. Im Vergleich zu Alkohol tragen wir zudem keine Leberschäden davon. Ein Kater bleibt uns ebenfalls erspart.

Es gibt aber immer noch Gegner, die sich mit aller Macht gegen die weltweite Cannabis-Revolution stemmen. Wer jetzt denkt, dass das die großen religiösen und konservativen Organisationen sind, der irrt. Vielmehr handelt es sich hierbei um die Alkohol- und Tabakindustrie, die Angst hat, dass eine rechtmäßige Cannabisbranche ihr eines Tages ein großes Stück vom Kuchen wegnehmen könnte. 

Aus diesem Grund waren es auch "Big Alcohol" und "Big Toacco", die jahrelang im Stillen jene Aktivitäten finanziert haben, die in der Gesamtbetrachtung als äußerst effektive Anti-Cannabis-Propaganda-Kampagne bezeichnet werden können. Dabei konnten sie die ganze Zeit lang komplett autonom und ohne jegliche politische Einflussnahme agieren - weil sie nämlich selbst sehr viel Einfluss besitzen.

In all den Jahren sind Millionen Menschen weltweit dem Krebs oder den Folgen ihres Alkoholismus zum Opfer gefallen. Zusätzlich wurden auch noch die Steuerzahler zur Kasse gebeten, um die Gesundheitssysteme der industrialisierten Länder am Laufen zu halten. Cannabis hat indes noch niemanden getötet. Tatsächlich ist bisher noch keiner gestorben, nur weil er Marihuana konsumiert hat. Die Droge ruft auch keine lebensbedrohlichen Krankheiten hervor. 

Zudem ist Cannabis auch nicht giftig - nicht einmal in großen Mengen. Es führt auch nicht zum Krebs (im Gegenteil - Tierversuche in den USA haben gezeigt, dass die Pflanze sogar helfen kann, Krebs zu besiegen). Wie harmlos ist Cannabis? Nun, es ist schon mal so harmlos, dass es von Natur aus in unserem Körper vorkommt. Ihr habt richtig gehört: Der menschliche Körper produziert chemische Botenstoffe, die Cannabinoide genannt werden. Diese Stoffe helfen uns, unsere Körperfunktionen, wie das Gedächtnis den Stoffwechsel und den Schlafrhythmus aufrecht zu erhalten.  

Wie "Big Alcohol" und "Big Tobacco" gegen die Cannabisindustrie Stimmung machen

Big Alcohol und Big Tobacco haben also jede Menge Gründe, die Leute vom Cannabis-Konsum abzuhalten, der ja eigentlich sicherer ist, als ihre umstrittenen Produkte. Für sie steht viel auf dem Spiel. Insgesamt ist die Alkoholindustrie derzeit um die 1,2 Billionen Dollar wert. Bei der Tabak-Industrie handelt es sich zudem um ein Oligopol, in dem jährlich 800 Milliarden Dollar umgesetzt werden. 

Im Rahmen diverser Übernahmen und gegenseitiger Beteiligungen bündeln die beiden Zweige gerade ihre Kräfte. Auf diese Weise sichern sie sich ihren Zugriff auf das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. Zusammen kontrollieren sie momentan einen Zwei-Billionen-Dollar-Markt. Demgegenüber beliefen sich die weltweiten Einnahmen aus legalem Marihuana im letzten Jahr auf 7,3 Milliarden Dollar, wie das Marktforschungsinstitut New Frontier Data herausfand (das meiste Geld wurde in den USA umgesetzt, obwohl es dort sowie auch im Großteil der westlichen Welt noch immer illegal ist).

Das ist immer noch ein großer Batzen, wenn man es mit anderen Branchen vergleicht, die auch von freiwilligen Kaufentscheidungen der Leute abhängen (die offensichtlichen Ausnahmen sind hierbei natürlich die Alkohol- und Tabakindustrie). Der kombinierte Cannabismarkt, bei dem es also um Marihuana als Freizeitdroge und als Medizinprodukt geht, wird Analysten zufolge in den nächsten Jahren noch auf 50 Milliarden Dollar wachsen. Selbst dann sind das nur zwei Prozent des zusammengerechneten Volumens aus der Alkohol- und Tabakbbranche.

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Hallo Marc Davis,ich werde mit großem Interesse ihre weiteren Berichte zum Kanadischem Cannabis-Markt lesen.Ich bin seit Dez.2015 bei einem Produzenten von Medizinischem Marihuana investiert (bisher 1xx% plus).LG.

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