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Aktienhausse Steigende Zinsen sind nicht das Ende

Gastautor: Heiko Aschoff
30.09.2017, 13:13  |  2371   |   |   

Party vorbei?

Die US-Notenbank dreht langsam den Geldhahn zu. Mit weit­­reichenden Folgen für die Finanzmärkte. So dramatisch klangen die Schlagzeilen nach der FED-Sitzung am vorletzten Don­nerstag. Ich würde es als Normalisierung bezeichnen, wenn die auf 4,5 Billionen Dollar angewachsene Bilanz reduziert wird.

Keine Angst vor steigenden Zinsen

Party vorbei? Hohe Zinsen sind Gift für die Aktienmärkte. Davon sind wir weit entfernt. Ältere Leser können sich vielleicht noch an zehn Prozent für Schatzbriefe von Vater Staat erinnern? Das nenne ich hohe Zinsen.

Normalisierung der Zinskurve

Moderat steigende Zinsen können den Aktienmarkt be­flügeln. Je steiler die Zinskurve (Differenz zwischen den lang­­fristigen und den kurzfristigen Zinsen), desto besser für die Banken als Spiegelbild des Aktienmarktes. Gleichzeitig signalisiert eine normale Zinskurve eine florierende Wirt­schaft.

Ein Leben ohne Quantitative Easing

Bei höheren Zinsen im langfristigen Bereich hätten die Banken einen Anreiz, die Kreditvergabe an­zukurbeln, statt das frische Geld in den Bilanzen zur Risikovorsorge zu bun­kern. Erst wenn das klassische Bank­geschäft wieder eine ordentliche Marge abwirft, gelangt das Geld massiv in den Wirt­schaftskreislauf. Das war bisher der Hauptgrund, warum trotz der Politik des billigen Geldes nur ein paar Tropfen in der Wirtschaft und an der Börse angekommen sind. Ausgerechnet das Quantitative Easing verhindert eine ungebremste Geldflut.

Diese QE-Nebenwirkung wird in den öffentlichen Diskussionen gerne ver­nach­­­lässigt. Seien Sie nicht über­rascht, wenn es ein Leben an der Börse nach der Zinswende gibt. Der lange angekündigte Tag X steht vor der Tür. Das ist keine Über­raschung - und das ist gut so.

Quelle: trading4living.de

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