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KFM Deutsche Mittelstand AG KFM-Mittelstandsanleihen-Barometer - Die "4,25%-BayWa-Hybrid-Anleihe"

Nachrichtenquelle: Pressetext (Adhoc)
07.11.2017, 11:00  |  1267   |   |   

Unternehmensmitteilung für den Kapitalmarkt

Düsseldorf (pta023/07.11.2017/11:00) - In ihrem aktuellen KFM-Barometer zur 4,25%-Hybrid-Anleihe der BayWa AG (WKN A2GSM1) kommt die KFM Deutsche Mittelstand AG zu dem Ergebnis, die Anleihe als "durchschnittlich attraktiv" (3 von 5 möglichen Sternen) einzuschätzen.

Hauptsitz der 1923 als genossenschaftlicher Landhandel gegründeten Gesellschaft ist München. Heute ist BayWa der führende Handels- und Logistikkonzern in der europäischen Agrarwirtschaft. Einschließlich Franchise- und Partnerfirmen verfügt der Konzern über knapp 3.000 Vertriebsstandorte in 40 Ländern.

Das Geschäftsmodell der BayWa AG verbindet Handel, Vertrieb, Logistik und Service in den drei Hauptgeschäftsfeldern Agrar, Energie und Bau. Dabei liegt der Schwerpunkt in den Bereichen Groß- und Einzelhandel sowie Logistik. Insbesondere die Bereiche Getreide- und Ölsaatenhandel im Segment Agrar wurden mit den Übernahmen internationaler Handelsgesellschaften aus Belgien und Großbritannien in 2013 und 2015 stark vergrößert. Seit Anfang 2016 werden die drei Hauptgeschäftsfelder zusätzlich durch das Segment Innovation & Digitalisierung ergänzt. Ziel des neuen Geschäftsbereiches ist es, digitale Lösungen für Agrarwirtschaft zu entwickeln und der BayWa AG einen Zugang zu dem neu entstehenden Markt des Digital Farming zu ermöglichen.

Steigende Umsätze in den Segmenten Agrar und Energie bei branchentypisch niedriger Ergebnis-Marge vor Steuern
Im ersten Halbjahr 2017 konnte die BayWa AG ca. 8,0 Mrd. Euro Umsatz generieren (Vj.: 7,5 Mrd. Euro). Der Konzernumsatz wird zu etwa 70,0% mit dem Segment Agrar, zu etwa 20,0% mit dem Bereich Energie und zu etwa 10,0% mit dem Segment Bau erwirtschaftet. Die Umsatzsteigerung resultiert im Wesentlichen aus dem Segment Energie. Durch die Inbetriebnahme diverser neuer Photovoltaik-Anlagen und die Übernahme eines Holzpelletwerkes konnte der Halbjahresumsatz um 389,7 Mio. Euro erhöht werden.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte im gleichen Betrachtungszeitraum um 90,0% auf 36,8 Mio. Euro gesteigert werden (Vj.: 19,4 Mio. Euro). Die EBT-Marge wurde leicht um 0,2%-Punkte auf ein branchentypisches niedriges Niveau von 0,5% erhöht. Insgesamt konnte im ersten Halbjahr 2017 ein positives Ergebnis nach Steuern von 27,4 Mio. Euro erreicht werden.

Verbesserte wirtschaftliche Eigenkapitalquote durch Hybrid-Anleihe und breiter Finanzierungsmix mit guter Zinsdeckung
Die BayWa AG weist im ersten Halbjahr 2017 eine Eigenkapitalquote von 16,6% aus (31.12.2016: 17,0%). Mit der erfolgreichen Emission der Hybridanleihe im zweiten Halbjahr 2017 kann die wirtschaftliche Eigenkapitalquote auf voraussichtlich 20,0% gesteigert werden.

Die Fremdkapitalfinanzierung der BayWa AG setzt sich aus diversen Instrumenten, welche auf die Besonderheiten des operativen Geschäftes im Agrarhandel abgestimmt sind, zusammen. Zur Deckung des seit 2015 konstanten mittel- bis langfristigen Finanzierungsbedarfs von ca. 1,1 Mrd. Euro werden Bank- und Schuldscheindarlehen mit unterschiedlichen Laufzeiten bis 2025 und Volumina zwischen 20,0 Mio. Euro und 100,5 Mio. Euro eingesetzt. Der kurzfristige Kapitalbedarf (1. Halbjahr 2017: 2,6 Mrd. Euro) ist saisonal stark schwankend und wird mit einem breiten Mix aus Kontokorrent- und Lieferantenkrediten und einem eigenen Commercial-Paper-Programm gesichert.

Im Jahr 2016 wurde im Konzern ein operativer Cashflow von 180,7 Mio. Euro nach Zahlung aller Fremdkapitalzinsen erwirtschaftet. Die Deckung der zusätzlichen Zinszahlungen von 12,8 Mio. Euro pro Jahr für die neue Hybrid-Anleihe kann demnach als gesichert angenommen werden.

BayWa-Hybrid-Anleihe mit erstem Rückzahlungstag am 11.10.2022
Die im Oktober 2017 emittierte Hybrid-Anleihe der BayWa AG ist mit einem Zinskupon von 4,25% p.a. (Zinszahlung jährlich am 11.10.) und einer unendlichen Laufzeit ausgestattet. Der erste Rückzahlungstag ist auf den 11.10.2022 festgelegt. Ab diesem Tag wird die Anleihe variabel mit 9,136% p.a. verzinst. Der Zinssatz errechnet sich aus dem Credit Spread bei Emission zuzüglich eines Zinsaufschlages von 500 Basispunkten p.a. Im Rahmen der Anleiheemission wurden insgesamt 300 Mio. Euro platziert.

Die Emittentin kann laut Anleihebedingungen Zinszahlungen aussetzen. Aufgrund der unbegrenzten Laufzeit und der Möglichkeit der Zinsaussetzung ist die Hybridanleihe ein Nachranginstrument, welches dem Eigenkapital zugerechnet werden kann. Das Unternehmen kann hiermit die Struktur der Passivseite optimieren und erschließt sich zusätzliches Wachstumspotenzial.

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